# taz.de -- Aktuelle Nachrichten in der Coronakrise: Brandanschlag auf Impfzentrum
       
       > Im Vogtlandkreis versuchten Unbekannte, ein Impfzentrum in Brand zu
       > setzen. Gewerkschaften und Politik streiten über Lohnfortzahlungen für
       > Isolierte. Die Inzidenz sinkt.
       
 (IMG) Bild: Impfzentrum in Sachsen, Treuen: Polizist:innen suchen nach Hinweisen auf die Täter:innen
       
       ## Angriff auf Impfzentrum im Vogtlandkreis
       
       Im sächsischen Vogtlandkreis hat es nach Angaben der Polizei einen
       Brandanschlag auf ein [1][Impfzentrum] gegeben. Drei Unbekannte sollen am
       Dienstagabend Bierflaschen mit einer brennbaren Flüssigkeit auf das Gebäude
       in Treuen geworfen haben, wie die Polizei am Mittwochmorgen mitteilte. Es
       wurde den Angaben zufolge niemand verletzt, einen größeren Schaden gab es
       ebenfalls nicht.
       
       Laut Zeugen sollen die Täter in einer roten Limousine geflüchtet sein. Die
       Hintergründe der Tat sowie weitere Details waren zunächst nicht bekannt.
       (dpa)
       
       ## Weitere 200 Millionen Impfdosen an Drittstaaten
       
       Die EU-Kommission will weitere 200 Millionen Impfdosen an Drittstaaten
       spenden. Dies kündigt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrer
       Rede zur Lage der Union an. Zugleich mahnte sie, in Europa müsse die
       Impfkampagne an Fahrt weiter aufnehmen. Sonst drohe eine „Pandemie der
       Ungeimpften“. (rtr)
       
       ## Streit um Lohnfortzahlung in Quarantäne
       
       Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kritisiert das Vorhaben mehrerer
       Bundesländer, die Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne zu beenden.
       Aus Sicht der Gewerkschaft sei es falsch zu versuchen, eine „Impfpflicht
       durch die Hintertür einzuführen“, sagt der Gewerkschaftsvorsitzende Frank
       Werneke den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochausgaben). „Die
       Politik steht im Wort, dass Impfen freiwillig bleiben soll.“
       
       Die von Arbeitgeberverbänden und [2][Bundesgesundheitsminister Jens Spahn]
       ausgelöste Debatte zur Streichung des Entgeltersatzes sei kontraproduktiv,
       verlagere die Konflikte in Betriebe und Belegschaften und sorge für
       Verunsicherung.
       
       Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek will ein gemeinsames
       Vorgehen der Länder bei der Streichung des Entgeltersatzes für Ungeimpfte
       vereinbaren. Es gebe die Regel im Bundesinfektionsschutzgesetz, wonach der
       Anspruch auf Entschädigung entfällt, wenn eine öffentlich empfohlene
       Impfung möglich ist, sagt der CSU-Politiker in der ARD. „Es geht jetzt um
       das Datum, wann man die (Regel) gemeinsam umsetzt.“
       
       Holetschek sagte weiter, es sei genügend Impfstoff da. „Jedem, dem es
       zumutbar ist und wo keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen, kann
       sich impfen lassen und damit auch die Quarantäne vermeiden.“ (rtr)
       
       ## Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht
       
       Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 12.455 neue Positiv-Tests. Das sind
       1110 weniger als am Mittwoch vor einer Woche, als 13.565 Neuinfektionen
       gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 77,9 von 81,1 am
       Vortag.
       
       83 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht
       sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 92.769.
       Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 4,1 Millionen Corona-Tests
       positiv aus. (rtr)
       
       15 Sep 2021
       
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