# taz.de -- Ex-Sicherheitsberater des US-Präsidenten: Trump will Flynn wohl begnadigen
       
       > Michael Flynn war eine zentrale Figur in der Russland-Affäre. Er hatte
       > sich schuldig bekannt, in diesem Zusammenhang das FBI belogen zu haben.
       
 (IMG) Bild: Siegesgewiss im November 2016. Im Februar 2017 trat Flynn nach drei Wochen im Amt zurück
       
       Washington afp | US-Präsident Donald Trump will Medienberichten zufolge vor
       dem Ende seiner Amtszeit noch seinen ehemaligen Nationalen
       Sicherheitsberater Michael Flynn begnadigen. Dies berichteten die [1][New
       York Times] und die Nachrichten-Website Axios am Dienstag unter Berufung
       auf anonyme Quellen. Flynn war eine zentrale Figur in der Russland-Affäre
       rund um Präsident Trump.
       
       Flynn hatte sich schuldig bekannt, die US-Bundespolizei FBI über seine
       Kontakte zum früheren russischen Botschafter in den USA belogen zu haben.
       Später zog der Ex-General das Schuldbekenntnis zurück. Das
       Justizministerium ließ die Vorwürfe gegen Flynn fallen, der zuständige
       Richter setzte das Verfahren aber zunächst trotzdem fort. Im August wies
       ein US-Bundesberufungsgericht Flynns Antrag auf ein Ende des Verfahrens
       schließlich zurück.
       
       Der frühere General hatte im Dezember 2016 – zwischen Trumps Wahlsieg und
       Amtsantritt – mit dem damaligen russischen Botschafter über die Sanktionen
       gegen Russland gesprochen. Im Februar 2017 trat er deswegen nach nur rund
       drei Wochen im Amt als Sicherheitsberater zurück. Trump hatte Flynn in den
       vergangenen Jahren immer wieder vehement verteidigt.
       
       In der Affäre geht es um die mutmaßliche russische Einmischung zugunsten
       Trumps in die US-Präsidentschaftswahl 2016 sowie den Verdacht, dass sich
       Mitarbeiter des Trump-Teams mit Moskau abgesprochen haben könnten.
       Sonderermittler Robert Mueller fand in seiner fast zweijährigen
       Untersuchung keine hinreichenden Belege für illegale Absprachen zwischen
       dem Trump-Team und Moskau. Vom Vorwurf der Justizbehinderung entlastete
       Mueller den Präsidenten aber explizit nicht.
       
       25 Nov 2020
       
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 (DIR) [1] https://www.nytimes.com/2020/11/24/us/politics/trump-is-said-to-plan-pardon-of-flynn.html?searchResultPosition=1
       
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