# taz.de -- +++ Corona News vom 6. Mai +++: 90.000 Krankenpfleger infiziert
       
       > Weltweit haben sich über 90.000 Pflegekräfte mit Covid-19 infiziert.
       > Reisen nach Dänemark vorerst auf Eis gelegt. Die Nachrichten zum
       > Coronavirus im Live-Ticker.
       
 (IMG) Bild: Setzen sich gerade täglich für die Gesundheit anderer ein: Pflegekräfte weltweit
       
       Den Live-Ticker bearbeiten [1][Klaudia Lagozinski] und [2][Anselm Denfeld].
       
       ## Amnesty beklagt politischen Missbrauch von Corona-Hilfen
       
       15.41 Uhr: In [3][mehreren afrikanischen Ländern] werden nach Angaben von
       Menschenrechtlern Lebensmittelhilfen vor allem an Regierungsanhänger
       verteilt. In Angola, Simbabwe und Südafrika würden Hilfsgüter für
       politische Zwecke missbraucht, kritisierte Amnesty International. Durch
       fehlende Transparenz und Korruption bei der Verteilung drohe vielen
       Familien Hunger. Die Pandemie lege Korruption und Ungleichheit offen, sagte
       der Amnesty-Regionaldirektor für das östliche und südliche Afrika, Deprose
       Muchena. Oppositionspolitiker in Simbabwe werden Amnesty zufolge daran
       gehindert, in ihren Wahlkreisen Lebensmittel zu verteilen. In Südafrika
       haben lokale Funktionäre der Regierungspartei Afrikanischer
       Nationalkongress (ANC) Lebensmittel für sich und ihre Bekannten
       einbehalten, statt sie an Bedürftige zu verteilen. (epd)
       
       ## 90.000 infizierte Pflegekräfte weltweit
       
       15.35 Uhr: Weltweit haben sich nach Verbandsangaben mindestens 90.000
       Krankenpfleger mit dem Coronavirus angesteckt. Mehr als 260 von ihnen seien
       an Covid-19 gestorben, sagt der Vorsitzende des Internationalen Rats der
       Krankenpfleger (ICN), Howard Catton. Die Zahl der Infektionen könne aber
       auch mehr als doppelt so hoch liegen, weil es dazu in vielen Ländern keine
       Erhebungen gebe. (rtr)
       
       ## Rotes Kreuz und Influencer gegen falsche Behauptungen
       
       15.34 Uhr: Das Rote Kreuz will falschen Behauptungen zum Coronavirus mit
       Hilfe von Influencern zu Leibe rücken. Die Föderation der Rotkreuz- und
       Rothalbmondgesellschaften (IFRC) will damit vor allem junge Leute
       erreichen. Ein Netzwerk von Influencern mit möglichst vielen Followern soll
       künftig jede Woche eine Botschaft aufgreifen, die mit Halbwahrheiten oder
       falschen Versprechungen aufräumt. Etwa 30 Influencer mit zusammen zwei
       Millionen Followern seien bereits an Bord, berichtete die Föderation.
       
       „Bei uns laufen [4][jede Menge Mythen] und Fragen auf, etwa „Nur alte Leute
       bekommen Covid-19“ oder „kann Alkohol das Virus vernichten?“ oder „sind
       Kinder immun?““ sagte IFRC-Sprecherin Ann Vaessen. Andere Fragen betreffen
       das korrekte Abstand halten oder wie Masken korrekt getragen werden. Das
       Rote Kreuz arbeitet mit der Werbeagentur Billion Dollar Boy zusammen, die
       auf Influencer spezialisiert ist. (dpa)
       
       ## Dänemark dämpft Erwartungen an Grenzöffnung
       
       15.16 Uhr: Urlauber aus Deutschland werden weiterhin vorerst nicht nach
       Dänemark einreisen können. Die ergriffenen Maßnahmen hätten zwar schwere
       Folgen für den Tourismus, sagte Justizminister Nick Hækkerup im Parlament
       in Kopenhagen auf eine Frage der Opposition, ob die Grenze für deutsche
       Touristen wieder geöffnet werden sollte. So wie die Situation derzeit
       aussehe, sollten Touristen seiner Ansicht nach nicht nach Dänemark
       einreisen dürfen. Man müsse erst die Ergebnisse der bisherigen Lockerungen
       der Maßnahmen abwarten, ehe Weiteres geändert werden könne. Deutsche
       Urlauber machen normalerweise den Großteil der Gäste in dänischen
       Ferienhäusern aus. [5][Dänemark hatte Mitte März neben anderen Maßnahmen
       auch Grenzkontrollen und Einreisebeschränkungen erlassen]. (dpa)
       
       ## Politik erlaubt Geisterspiele der Bundesliga ab Mitte Mai
       
       15.01 Uhr: Die Fußball-Bundesliga darf die derzeit wegen der Krise
       unterbrochene Saison ab der zweiten Mai-Hälfte [6][mit Geisterspielen
       fortsetzen]. Darauf einigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und
       die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Schalte aus Teilnehmerkreisen
       erfuhr. (dpa)
       
       ## Macron will Kultur mit öffentlichen Aufträgen helfen
       
       14.58 Uhr: Frankreichs [7][Präsident Emmanuel Macron] will der durch die
       Pandemie gebeutelten Kulturszene mit Ausgleichsfonds und öffentlichen
       Aufträgen helfen. Die Orte der Kreativität müssten wieder zum Leben erweckt
       werden, sagte der Staatschef am Mittwoch nach einer Videokonferenz mit
       Künstlern und Kulturvertretern. Zu den angekündigten Maßnahmen gehört ein
       Entschädigungsfonds für Serien- und Filmaufnahmen, die wegen der Krise
       abgesagt werden mussten. Über die Entschädigung soll „von Fall zu Fall“
       entschieden werden, wie der Staatschef von seinem Pariser Amtssitz aus
       erklärte.
       
       Die öffentlichen Aufträge sollen für die Bereiche Kunsthandwerk, Literatur
       sowie darstellende und bildende Kunst bestimmt sein. Den freiberuflichen
       Künstlern und Technikern des Kulturbetriebs versprach Macron eine
       Verlängerung ihrer Arbeitslosenentschädigung bis August 2021. In den
       vergangenen Tagen war die Kritik an mangelnder Unterstützung der Kultur
       immer lauter geworden. In Frankreich sind in diesem Sommer alle
       Großveranstaltungen verboten, an denen mehr als 5.000 Menschen teilnehmen.
       Kleinere Museen, Galerien und Buchläden dürfen ab 11. Mai wieder öffnen. In
       Frankreich herrscht seit 17. März Ausgangssperre. (dpa)
       
       ## Putin warnt vor übereilten Lockerungen
       
       14.48 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin warnt vor vorschnellen
       Lockerungen. Jedes überstürzte Handeln in der Krise könne das bisher
       Erreichte zunichtemachen, sagt Putin. Die Gouverneure seien dafür
       verantwortlich, wie in ihren Regionen weiter verfahren werde. Mit
       Kulturministerin Olga Ljubimowa ist inzwischen ein drittes
       Kabinettsmitglied mit dem Virus infiziert, wie die Nachrichtenagentur Tass
       meldet. Zuvor hatten sich bereits Ministerpräsident Michail Mischustin und
       Bauminister Wladimir Jakuschew angesteckt. (rtr)
       
       ## US-Airline Frontier bietet Abstand gegen Aufpreis
       
       14.25 Uhr: Die US-Fluggesellschaft Frontier bietet ihren Passagieren in
       Zeiten der Coronapandemie Abstand gegen Aufpreis. Wer aus Angst vor
       Ansteckung keinen Sitznachbarn im Flugzeug neben sich haben möchte, kann
       die Option „More Room“ (mehr Platz) buchen. Das kostet derzeit 39 Dollar.
       Die Option sei für Flüge ab dem 8. Mai buchbar, zunächst bis zum 31.
       August. Frontier werde 18 Sitze pro Maschine für „More Room“ reservieren.
       Frontier werde die Nachfrage beobachten und dann entscheiden, ob die Option
       auch für Flüge nach August angeboten werde, teilte Unternehmenschef Barry
       Biffle mit. (afp)
       
       ## Bund und Länder erlauben wieder Training im Freizeitsport
       
       14.19 Uhr: Bund und Länder wollen den wegen der Pandemie unterbrochenen
       Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel wieder
       erlauben. Darauf verständigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die
       Ministerpräsidenten der Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch, wie die
       Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Die Freizeitsportler
       müssten sich aber an bestimmte Auflagen halten. (dpa)
       
       ## Bund und Länder kippen 800-Quadratmeter-Grenze
       
       14.16 Uhr: Bund und Länder erlauben wieder allen Geschäften unabhängig von
       ihrer Größe die Öffnung. Wie erwartet beschlossen nach Angaben aus
       Teilnehmerkreisen die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten, die
       bisherige Begrenzung der Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern zu kippen.
       Stattdessen soll eine maximale Personenanzahl pro Ladenfläche festgelegt
       werden, um die Abstandsregeln wahren zu können. (rtr)
       
       ## Kontaktbeschränkungen bis 5. Juni – mit einer Lockerung
       
       14.02 Uhr: Bund und Länder haben die Kontaktbeschränkungen für die Bürger
       im öffentlichen Raum zur Eindämmung des Coronavirus grundsätzlich bis 5.
       Juni verlängert. Allerdings einigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und
       die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer Schalte auf eine Lockerung.
       Nach Informationen aus Teilnehmerkreisen sollen sich künftig auch
       Angehörige von zwei Haushalten treffen dürfen. Die weitreichenden
       Beschränkungen für das Alltagsleben waren am 22. März von Bund und Ländern
       beschlossen worden. Konkret gilt seitdem als bundesweite Leitlinie, dass
       man sich in der Öffentlichkeit nur alleine, mit einer weiteren nicht im
       Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen
       Hausstands aufhalten soll.
       
       Angesichts der niedrigen Infektionszahlen soll der Aufenthalt im
       öffentlichen Raum nun nicht nur allein mit den Angehörigen des eigenen
       Hausstands oder einer weiteren Person, sondern auch mit den Personen eines
       weiteren Hausstands gestattet sein, wie es hieß. Dies soll durch eine
       Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen ergänzt werden. Generell
       gilt auch die Vorgabe, mindestens einen Abstand von 1,50 Meter zu anderen
       Menschen zu halten. Bund und Länder hatten über die Zukunft der
       Kontaktbeschränkungen intensiv gerungen. Merkel hatte dabei das Vorgehen
       aus dem Saarland bevorzugt, wonach sich zwei Hausstände treffen können.
       
       Der Vorschlag wurde dem Vernehmen nach auch von Schleswig-Holsteins
       Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Bayerns Regierungschef Markus
       Söder (CSU) unterstützt. Er könne gut damit leben, weil es der
       Lebenswirklichkeit der Menschen entspreche, sagte Söder nach
       Teilnehmerangaben. Einzig Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Rainer Haseloff
       (CDU) soll sich ablehnend geäußert haben. In seinem Bundesland dürfen sich
       seit Montag bis zu fünf Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen.
       (dpa)
       
       ## Johnson peilt erste Lockerungen am Montag an
       
       13.48 Uhr: Der [8][britische Premierminister Boris Johnson] will am Sonntag
       seinen Plan zur Lockerung der Einschränkungen vorstellen. Er hoffe, dass er
       bereits einen Tag später am Montag erste Schritte einleiten könne, sagt
       Johnson im Parlament. (rtr)
       
       ## Coronavirus breitete sich schon Ende 2019 rasant aus
       
       13.30 Uhr: Es verdichten sich Hinweise, dass das neuartige Coronavirus
       womöglich nicht erst seit Anfang 2020 weltweit im Umlauf ist.
       Wissenschaftler der Universität von London veröffentlichten eine Studie,
       wonach das Virus Ende 2019 auftauchte und sich bereits dann in rasantem
       Tempo rund um die Erde ausbreitete. Bei Analysen von Genproben, die von
       mehr als 7.500 Covid-19-Patienten stammten, seien zudem Mutationen des
       Virus entdeckt worden. Womöglich lasse sich daran erkennen, wie sich das
       Virus mit seiner Verbreitung weiterentwickle. (rtr)
       
       21.584 Brandenburger Unternehmen in Kurzarbeit 
       
       13.24 Uhr: 21.584 Brandenburger Unternehmen haben bislang bei der
       Regionaldirektion für Arbeit Berlin-Brandenburg [9][Kurzarbeit in
       Zusammenhang mit der Krise] angezeigt. Nach einer Einmonatsfrist können sie
       dann einen Antrag auf das Geld stellen, sagte Oliver Kurz, zuständiger
       Fachbereichsleiter bei der Regionaldirektion im Wirtschaftsausschuss des
       Landtages zu dem Verfahren. Es sei ein gutes Mittel, um Arbeitslosigkeit zu
       verhindern. 30 Prozent der Anzeigen kamen aus dem Bereich Handel und
       Gastronomie.
       
       Erst Ende Mai könne genau gesagt werden, wie viele Betriebe einen Antrag
       gestellt haben. Hochrechnungen zu den Summen gebe es für das Land
       frühestens im Juli. Die Unternehmen müssen vor Auszahlung in Vorleistung
       gehen und bekommen dann die Gelder von der Regionaldirektion erstattet.
       Jörg Steinbach (SPD) sagte zu der nun geplanten Aufstockung des
       Kurzarbeitergelds Bund: „Ich bin nicht zufrieden, dass das nicht sofort
       erfolgte.“ Der Bundestag will in dieser Woche über gesetzliche
       Neuregelungen entscheiden. Künftig sollen ab dem vierten Monat des Bezugs
       70 Prozent des letzten Nettolohns beziehungsweise 77 Prozent für Menschen
       mit Kindern gezahlt werden – bisher sind es 60 und 67 Prozent. Ab dem
       siebten Monat sind 80 beziehungsweise 87 Prozent geplant. (dpa)
       
       ## Russische Mediziner verlassen Italien wieder
       
       13.07 Uhr: Russland zieht einem Medienbericht zufolge seine medizinischen
       Helfer wieder aus Italien ab. Die Rückkehr solle am Donnerstag beginnen,
       meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf
       Verteidigungsminister Sergei Schoigu. Die Ärzte und Pfleger waren Ende März
       als Teil eines Hilfsprogramms zum Kampf gegen die Pandemie nach Italien
       gekommen. (rtr)
       
       ## Kein Mehrbedarf für Hartz-IV-Empfänger wegen Mundschutz
       
       12.48 Uhr: Hartz-IV-Bezieher haben keinen Anspruch auf zusätzliche
       Leistungen für die Anschaffung von Gesichtsbedeckungen. Das
       Landessozialgericht in Essen urteilte in einem heute veröffentlichten
       Beschluss, dass erforderliche Bedeckungen von Mund und Nase aus dem
       Hartz-IV-Regelbedarf zu bezahlen sind (AZ: L 7 AS 635/20). Der Kläger
       wollte vor Gericht durchsetzen, von seinem Jobcenter 349 Euro für die
       Anschaffung von Schutzmasken zu bekommen. Diese Forderung wiesen die
       Richter ab. Im Fall der derzeit gültigen Coronaschutzverordnung sei in
       Nordrhein-Westfalen aber lediglich das Tragen einer textilen Bedeckung, zum
       Beispiel in Form einer Alltagsmaske oder eines Tuchs, erforderlich,
       erklärten die Richter. [10][Ähnliche Regelungen würden auch in den anderen
       Bundesländern gelten]. Die Finanzierung derartiger Gesichtsbedeckungen, die
       als Bestandteil der Bekleidung angesehen werden könnten, sei aus dem
       Regelbedarf möglich. Ein unabweisbarer Mehrbedarf liege nicht vor. (epd)
       
       ## Regierung lehnt Lohnersatzleistungen für Risikogruppen ab
       
       12.30 Uhr: Sozialverbände fordern für Risikogruppen, die aus Angst um ihre
       Gesundheit nicht zur Arbeit gehen, in Einzelfällen finanzielle Hilfen.
       „Menschen, die zur Risikogruppe gehören, sollte das Arbeiten im Homeoffice
       weiterhin ermöglicht werden. Wenn das nicht möglich ist, braucht es eine
       bezahlte Freistellung von der Arbeit“, erklärte der VdK in Berlin und
       schlug eine Lohnersatzleistung in Höhe von 80 Prozent vor. Der Paritätische
       Wohlfahrtsverband brachte für gesundheitlich besonders gefährdete
       Beschäftigte ebenfalls einen Lohnersatz von 80 Prozent und für
       Risikogruppen mit Kindern von 87 Prozent ins Gespräch. Das
       Arbeitsministerium lehnte die Forderung ab. Der Sozialverband VdK verwies
       dagegen auf Beispiele aus dem Ausland. „In Österreich zum Beispiel sind die
       Risikogruppen definiert und Maßnahmen ergriffen worden“, sagte
       VdK-Präsidentin Verena Bentele. Ärzte könnten auf dieser Grundlage ein
       Risiko-Attest ausstellen. „Das muss auch hierzulande möglich sein“,
       forderte Bentele. (epd)
       
       ## Corona bringt Marktkorrektur bei Wohnungspreisen
       
       12.14 Uhr: Für Wohnungskäufer in Berlin dürfte die Wirtschaftskrise die
       Zeit stark steigender Preise beenden. Davon geht der Immobilienfinanzierer
       BerlinHyp aus. Die Krise bringe eine Marktkorrektur, sagte
       Vorstandsmitglied Gero Bergmann am Mittwoch. Die Miet- und
       Kaufpreisentwicklung werde sich abschwächen, weil eine Rezession und
       Arbeitslosigkeit die Nachfrage senken. Insgesamt zählen aus Sicht der Bank
       Wohnungen aber zu den stabilsten Segmenten am Immobilienmarkt. Aus dem
       aktuellen Wohnungsmarktbericht der BerlinHyp und des Maklerhauses CBRE geht
       jedoch hervor, dass die Angebotsmieten in der Stadt schon im vergangenen
       Jahr kaum noch gestiegen sind. Bei Neuverträgen verlangten Vermieter
       demnach 10,44 Euro kalt je Quadratmeter, ein Prozent mehr als im Vorjahr;
       der Anstieg ist fast ausschließlich auf Neubauwohnungen zurückzuführen. Die
       Kaufpreise stiegen aber kräftig weiter. Für Eigentumswohnungen verlangten
       die Verkäufer demnach gut 10 Prozent mehr als im Vorjahr – durchschnittlich
       4.630 Euro je Quadratmeter. Durchschnittspreise von unter 2.000 Euro gibt
       es demnach noch in Marzahn-Hellersdorf und Spandau. Im Schnitt mehr als
       5.000 Euro wurden in Mitte, Charlotttenburg-Wilmersdorf und
       Friedrichshain-Kreuzberg verlangt. (dpa)
       
       ## Virologe fordert Schutzkonzept für ältere Menschen
       
       12.14 Uhr: Der [11][Virologe Alexander Kekulé pocht auf alternative
       Schutzmaßnahmen], sollten noch weitreichendere Lockerungen kommen.
       Andernfalls komme „es zu einem Anstieg der Neuinfektionen und Todesfälle“,
       schreibt der Virologe in einem Gastbeitrag auf Zeit Online. „Insbesondere
       die Öffnung von Kindertagesstätten und Grundschulen ist zwangsläufig mit
       einer Zunahme der epidemischen Aktivität verbunden.“ Vor allem alte
       Menschen würden gefährdet. Kekulé plädiert deshalb dafür, Altenheime und
       deren Pflegepersonal regelmäßig zu testen und ältere Menschen für ihren
       Alltag mit professionellen Infektionsschutzmasken (FFP2-Masken)
       auszustatten. (dpa)
       
       ## Infektionszahl im Iran auf über 100.000 gestiegen
       
       12.10 Uhr: Im Iran ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen auf über
       100.000 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 1.680 Neuinfektionen registriert
       worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Damit seien nun 101.650
       Ansteckungsfälle bekannt. 78 weitere Menschen seien im Zusammenhang mit dem
       Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle steige damit auf 6.418. Der
       Iran ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder im
       Nahen und Mittleren Osten. (rtr)
       
       ## Mehr als 10.000 Neuinfektionen in Russland
       
       12.03 Uhr Russland hat den vierten Tag in Folge mehr als 10.000 neue
       Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet und damit Deutschland bei der Zahl
       der insgesamt diagnostizierten Fälle überholt. Die russischen
       Gesundheitsbehörden meldeten am Mittwoch 10.599 neue Fälle binnen 24
       Stunden. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Fälle stieg damit auf knapp
       166.000, mehr als 1.500 Menschen starben bislang. (afp)
       
       ## Umsatz in Europas Einzelhandel sinkt um gut 11 Prozent
       
       11.50 Uhr Die Ausgangssperren wegen der Coronavirus-Pandemie schlagen bei
       den Einzelhändlern in der Eurozone ins Kontor. Die Umsätze der Unternehmen
       sanken im März um 11,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat und damit in
       Rekordtempo, wie die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte. Das
       war der größte Rückgang sei Beginn der Datenerhebung 1999. Im Februar hatte
       es noch ein Plus von 0,6 Prozent gegeben. Hamsterkäufe sorgten zwar bei
       Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren für ein Umsatzplus von 5 Prozent
       im März. Bei Waren außerhalb des Lebensmittelbereichs hingegen gab es ein
       Minus von gut 23 Prozent. Vor allem im Handel mit Textilien, Bekleidung und
       Schuhen brachen die Erlöse um fast 39 Prozent ein. Die Ausgangs- und
       Kontaktsperren sowie Geschäftsschließungen im Zuge der Eindämmungsmaßnahmen
       dürften hier auch im April für große Löcher in den Kassen gesorgt haben.
       (rtr)
       
       ## Zahl der Lehrstellen sinkt durch Coronakrise weiter
       
       11.32 Uhr: Die Krise beschleunigt nach Angaben von Bildungsministerin Anja
       Karliczek (CDU) den Rückgang der Ausbildungsplätze in Deutschland. Derzeit
       werde ein Minus bei den angebotenen Lehrstellen von knapp 8 Prozent im
       Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnet, sagte die CDU-Politikerin.
       Allerdings könne es laut Bundesagentur für Arbeit auch noch zu einem
       Aufholprozess im August und September kommen, wenn die wirtschaftlichen
       Folgen der Pandemie besser abschätzbar seien. (dpa)
       
       ## EU-Kommission erwartet extreme Rezession
       
       11.11 Uhr: Die EU-Kommission erwartet eine beispiellose Rezession. „Europa
       erlebt einen wirtschaftlichen Schock, der seit der Großen Depression ohne
       Beispiel ist“, erklärte Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni. Die Brüsseler
       Behörde geht in ihrer Frühjahrsprognose für das Jahr 2020 von einem
       Einbruch der EU-Wirtschaftsleistung von 7,4 Prozent aus, wobei Deutschland
       mit einem Minus von 6,5 Prozent weniger hart getroffen würde als etwa
       Frankreich und Italien. (afp)
       
       ## Shutdown-Automatismus bei steigenden Infektionszahlen
       
       11.07 Uhr: Als Schutz gegen eine zweite Infektionswelle wollen Bund und
       Länder einen Rückkehr-Mechanismus zu den Einschränkungen einführen. Das
       geht aus einem Entwurf für die Schaltkonferenz zwischen Kanzlerin Angela
       Merkel und den Ministerpräsidenten hervor. Danach soll eine Schwelle für
       Landkreise und kreisfreie Städte von „mehr als 50 Neuinfektionen pro
       100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage“ festgelegt werden.
       Sollten örtliche Gesundheitsämter dies feststellen, müssen sie die
       Landesregierung und das RKI umgehend informieren. In dem Fall sollen die
       Länder dann wieder lokale oder regionale Einschränkungen verhängen.
       
       Wenn es einen örtlich begrenzten Ausbruch etwa in einem Pflegeheim geben
       sollte, wollen Bund und Länder eine Sonderregelung. Dann sollen die neuen
       Einschränkungen nur für diese Einrichtung gelten. Sinkt die Zahl der
       gemeldeten Neuinfektionen nach sieben Tagen nicht wieder unter den
       festgelegten Wert, sollen weitere Einschränkungen dazukommen. (rtr)
       
       ## Britischer Corona-Regierungsberater zieht sich zurück
       
       10.45 Uhr: Wegen Verstößen gegen die Einschränkungen in Großbritannien hat
       sich der renommierte Wissenschaftler Neil Ferguson als Berater der
       Regierung in London zurückgezogen. Der Epidemiologe räumte Fehlverhalten
       ein. Zuvor hatte der Daily Telegraph berichtet, Ferguson habe seit Beginn
       der Ausgangsbeschränkungen wiederholt Besuch von seiner „Geliebten“ gehabt.
       Er bereue „zutiefst“, gegen die verhängten Regeln verstoßen zu haben,
       erklärte Ferguson. Wegen seines Fehlverhaltens gebe er seinen Posten in dem
       wissenschaftlichen Gremium auf, das die Regierung von Premierminister Boris
       Johnson berät.
       
       [12][In Großbritannien gelten seit dem 23. März strenge
       Ausgangsbeschränkungen]. Den Menschen ist es seither nur noch erlaubt, ihre
       Wohnungen aus zwingenden Gründen zu verlassen. Das Vereinigte Königreich
       ist inzwischen das am zweitstärksten von der Pandemie betroffene Land der
       Welt nach den USA. Nach offiziellen Angaben starben landesweit bereits mehr
       als 32.000 Menschen an den Folgen einer Infektion. (afp)
       
       ## 700 Museen dürfen wieder öffnen
       
       10.41 Uhr: Der Museumsverband Niedersachsen und Bremen hat
       Handlungsempfehlungen zur Wiedereröffnung der rund 700 Häuser in beiden
       Bundesländern erarbeitet. Zunächst könne man die Ausstellungen vorrangig
       als Einzelbesucher, zu zweit oder als Familie betreten, teilte der Verband
       mit. Die Gäste müssten sich an strenge Hygienestandards halten, die zum
       Beispiel durch eine besondere Wegführung erreicht werden könnten. „Die
       Öffnung ist nicht verpflichtend“, sagte Verbandsgeschäftsführer Hans
       Lochmann. Die Entscheidung liege in der Verantwortung des jeweiligen
       Trägers. Bei der Wiedereröffnung gehe es auch um die Existenzsicherung der
       Häuser. In Niedersachsen dürfen die Museen nach Entscheidung der
       Landesregierung von morgen an wieder für den Publikumsverkehr öffnen. (dpa)
       
       ## Kolumbien verlängert Ausgangsbeschränkungen
       
       10.41 Uhr: Kolumbien hat ein drittes Mal die Ausgangsbeschränkungen
       verlängert. Die obligatorische Quarantäne, die bislang bis 11. Mai galt,
       werde bis zum 25. Mai in Kraft bleiben, sagte Staatspräsident Iván Duque.
       Aus Rücksicht auf ihr physisches und psychisches Wohl dürfen Kinder und
       Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren vom 11. Mai an aber dreimal die Woche
       für eine halbe Stunde aus dem Haus. (dpa)
       
       ## Kabinett beschließt Mehrwertsteuersenkung für Gastronomie
       
       10.25 Uhr: Die Bundesregierung hat eine [13][befristete Steuersenkung für
       Essen in Restaurants und Gaststätten] auf den Weg gebracht, um die
       wirtschaftlichen Folgen der Krise zu mildern. Das Kabinett billigte nach
       Angaben aus Regierungskreisen einen Gesetzentwurf, der eine Absenkung der
       Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent für ein Jahr bis Ende Juni 2021
       vorsieht. Dies gilt nur für Speisen, nicht für Getränke. Zudem werden mit
       dem Gesetzesvorhaben bis Ende 2020 Zuschüsse aller Arbeitgeber zum
       Kurzarbeitergeld teilweise von der Lohnsteuer befreit. Die Mindereinnahmen
       durch die Steuererleichterungen werden im vorliegenden Entwurf auf rund 2,7
       Milliarden Euro beziffert. Finanzsaatssekretärin Sarah Ryglewski (SPD)
       erklärte, für Gaststätten und Restaurants bedeute die Steuersenkung einen
       kräftigen Schub, wenn sie wieder öffnen könnten. (rtr)
       
       ## Sportmediziner warnt vor Folgeschäden bei Sportlern
       
       10.24 Uhr: Eine Infektion mit dem Coronavirus könnte für Profisportler
       fatale Folgen haben. Davor warnt der Sportmediziner Wilhelm Bloch von der
       Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) in der ARD-“Sportschau“ mit Blick auf
       den möglichen Wiederbeginn des Bundesliga-Spielbetriebs. Auch bei jungen
       Menschen ohne Vorerkrankungen könne Covid-19 einen schweren
       Krankheitsverlauf nehmen. Mit Blick auf die Pläne für das
       Mannschaftstraining und den Spielbetrieb warnte Bloch: „Man muss schon den
       Sportler schützen. Gehe ich also das Risiko auf eine schwerwiegende
       Infektion mit Lungenbeteiligung und möglicherweise dem Karriereende ein?“
       (dpa)
       
       ## UN-Expertin fürchtet um Millionen Kinder
       
       9.59 Uhr: Millionen [14][Kinder sind während der Ausgangsbeschränkungen von
       Gewalt und Ausbeutung bedroht]. „Der Schaden wird für Millionen Kinder
       verheerend sein, wenn wir Kinderschutzdienste für die Früherkennung und
       Vorbeugung zu langsam mobilisieren“, teilte die UN-Sonderberichterstatterin
       für den Handel und die sexuelle Ausbeutung von Kindern, Mama Fatima
       Singhateh, mit. Es hätten schon vor der Krise zwischen 42 und 66 Millionen
       Minderjährige in prekären Situationen gelebt. Die Anwältin aus Gambia
       berichtete von neuen Formen der sexuellen Gewalt in Zeiten, in denen wegen
       der Pandemie die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. Kinder würden wie
       Ware in einem Vorbeifahr-Imbiss oder wie bei einer Hauslieferung
       missbraucht. Auch sei der Zugriff auf illegale Pornoseiten im Internet, die
       Gewalt an Kindern zeigen, gestiegen. (dpa)
       
       ## Amazonas setzt auf Hilfe der Weltgemeinschaft
       
       9.45 Uhr: In der Krise kommt ein Notruf aus Brasilien an Deutschland: Die
       Hauptstadt des Bundesstaats Amazonas, Manaus, bat Bundeskanzlerin Angela
       Merkel (CDU) und 20 weitere Staats- und Regierungschefs dringend um Hilfe.
       Nur mit medizinischer und finanzieller Unterstützung der Weltgemeinschaft
       könnten „die Leben derjenigen gerettet werden, die den Regenwald schützen“,
       sagte Bürgermeister Arthur Virgilio in einer Videobotschaft. Seinen
       Hilferuf richtete er unter anderem auch an US-Präsident Donald Trump und
       den französischen Präsidenten Emmanuel Macron.
       
       Im Bundesstaat Amazonas sind nach offiziellen Angaben 649 Menschen an den
       Folgen einer Infektion gestorben. Als besonders gefährdet gelten die
       Ureinwohner in dem Gebiet. Die nur 50 Intensivbetten in der
       1,7-Millionen-Einwohner-Stadt Manaus sind seit Wochen belegt, auf
       Friedhöfen wurden Massengräber angelegt. [15][In Brasilien stieg die Zahl
       der Todesopfer auf mehr als 7.900 und die der Infektionen auf knapp
       115.000]. (dpa)
       
       ## Mehr als 10.000 Infizierte im Gesundheitswesen
       
       9.20 Uhr: Die Zahl der Infizierten [16][im Gesundheitswesen] ist innerhalb
       von zwei Wochen deutlich angestiegen. Die Zahl der registrierten Fälle habe
       um mehr als ein Drittel auf 10.101 zugenommen, berichtete die Augsburger
       Allgemeine unter Berufung auf Daten des Robert-Koch-Instituts. Die Zahl der
       in Zusammenhang mit einer Infektion verstorbenen Berufstätigen im
       medizinischen Bereich habe sich seit Mitte April auf 16 verdoppelt. Die
       tatsächlichen Zahlen könnten noch höher liegen, da nur für zwei Drittel
       aller Infektionen entsprechende aufgeschlüsselte Daten vorlägen, hieß es.
       (epd)
       
       ## Gerichte setzen auf Video-Verhandlungen
       
       9.00 Uhr: Deutsche Gerichte setzen verstärkt auf Verhandlungen per Webcam.
       Am Landgericht Düsseldorf war nach Angaben einer Sprecherin für heute der
       erste Video-Prozess geplant, am Landgericht München I gab es bereits in der
       vergangenen Woche den ersten erfolgreichen Test – und es soll nicht der
       letzte bleiben. „Unser Ziel ist eine flächendeckende Ausstattung“, sagte
       Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU). Bislang stehen nach
       Ministeriumsangaben bayernweit 50 Videoanlagen für Gerichtsprozesse zur
       Verfügung. Bislang sind Zeugenaussagen per Video in Strafprozessen nur in
       seltenen Ausnahmefällen möglich, beispielsweise wenn dem Opfer eines
       Sexualdeliktes die persönliche Konfrontation mit dem Angeklagten im
       Gerichtssaal erspart werden soll. (dpa)
       
       ## Italiener können im Sommer voraussichtlich Urlaub machen
       
       8.50 Uhr: [17][Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte] sagt der Zeitung
       Il Fatto Quotidiano, er sei zuversichtlich, dass seine Mitbürger diesen
       Sommer Urlaub machen könnten. Er sei hoffnungsvoll, dass man die
       Covid-19-Kurve unter Kontrolle halten werde. Conte kündigt an, dass das
       neue Konjunkturpaket im Volumen von etwa 55 Milliarden Euro bis Ende der
       Woche genehmigt werde. (rtr)
       
       ## Deutscher Industrie brechen Aufträge weg
       
       8.12 Uhr: Der deutschen Industrie ist das Neugeschäft wegen der Krise in
       einem nie dagewesenen Tempo weggebrochen. Sie sammelte im März 15,6 Prozent
       weniger Aufträge ein als im Vormonat, wie das Wirtschaftsministerium
       mitteilte. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Statistik 1991.
       (rtr)
       
       ## Kretschmer für individuelle Lockerungsvorgehen
       
       7.40 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hält ein
       individuelles Vorgehen der Länder bei den [18][Lockerungen der
       Schutzmaßnahmen] für gerechtfertigt. Deutschland sei „sehr gut durch diese
       Krise gekommen“, sagt der CDU-Politiker. Die Ansteckungswahrscheinlichkeit
       sei deutlich geringer geworden. Jetzt müssten der Einzelne wieder mehr in
       die Verantwortung genommen und regionale Gegebenheiten stärker
       berücksichtigt werden. Zu einer Wiederaufnahme des Bundesliga-Spielbetriebs
       sagt Kretschmer, er würde den Vereinen „diese Möglichkeit geben“, wenn es
       ein verantwortungsvolles Sicherheitskonzept gebe. (rtr)
       
       ## Schrittweise Öffnungen von Schulen und Kitas
       
       6.30 Uhr: Die [19][Schulen in Deutschland] sollen nach und nach wieder
       geöffnet werden. Das geht aus dem Reuters vorliegenden Entwurf für die
       Schaltkonferenz zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den
       Ministerpräsidenten hervor. „Die Schulen sollen schrittweise eine
       Beschulung aller Schüler unter Durchführung entsprechender Hygienemaßnahmen
       ermöglichen“, heißt es in dem ausgehandelten Papier. Ab dem 11. Mai sollen
       die Kitas bundesweit eine „erweitere Notbetreuung“ anbieten. (rtr)
       
       ## Verschärfungen nach Lockerungen
       
       6.20 Uhr: Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, ab wann bei der
       Lockerung in der Krise notfalls wieder Verschärfungen beschlossen werden
       sollen. Regionale Beschränkungen sollen dann wieder eingeführt werden, wenn
       in Landkreisen oder kreisfreien Städten „mehr als 50 Neuinfektionen pro
       100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage“ auftreten, heißt es
       in einem Papier für die Beratung von Kanzlerin Angela Merkel und den
       Ministerpräsidenten. (rtr)
       
       ## Aktuelle Zahlen aus Deutschland
       
       05.16 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der festgestellten Infektionen um
       947 auf 164.807 gestiegen, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Die
       Zahl der Todesfälle legt um 165 auf 6.996 zu. (rtr)
       
       Familienministerin will pflegende Angehörige entlasten 
       
       4.23 Uhr: Familienministerin Franziska Giffey (SPD) will Bürger, die sich
       [20][um pflegebedürftige Angehörige kümmern], stärker entlasten. Nach ihren
       Angaben sind bereits zusätzliche Maßnahmen zur Entlastung von Menschen, die
       Angehörige pflegen, in der Regierungskoalition in Arbeit. Derzeit können
       Beschäftigte eine zehntägige Auszeit von der Arbeit nehmen, wenn sie die
       Pflege für einen nahen Angehörigen organisieren müssen. Dabei wird als
       Lohnersatzleistung das Pflegeunterstützungsgeld gezahlt. Wer eine längere
       Familienpflegezeit in Anspruch nehmen will, muss derzeit eine Antragsfrist
       von acht Wochen vor Antritt der Auszeit einhalten. (afp)
       
       ## Weiterhin wenige Fälle in China
       
       3.52 Uhr: China meldet zwei neue Infektionen und keine weiteren Todesfälle
       infolge einer Ansteckung. Wie Daten der nationalen Gesundheitsbehörde
       zeigen, handelt es sich um sogenannte „importierte Fälle“, die Reisende aus
       Übersee betreffen. Chinas Gesamtzahl der Infektionen liegt nun nach
       offiziellen Angaben bei 82.883, die Zahl der Todesopfer bleibt bei 4.633.
       (rtr)
       
       ## Hersteller von Computer- und Videospielen profitieren
       
       3.44 Uhr: Die großen Hersteller von Videospielen gehören zu den Profiteuren
       der weltweiten Krise. Die US-Unternehmen Activision Blizzard und Electronic
       Arts (EA) gaben deutliche Gewinnzuwächse in den ersten drei Monaten des
       Kalenderjahres bekannt. Fans von Videospielen verbringen derzeit mehr Zeit
       zu Hause als üblich – und haben damit auch mehr Zeit für die Spiele.
       Activision erzielte nach eigenen Angaben zwischen Januar und März einen
       Gewinn von 505 Millionen Dollar, bei einem Umsatz von 1,8 Milliarden
       Dollar. Von dem Unternehmen stammen unter anderem die populären Spiele
       „Call of Duty“ und „World of Warcraft“ sowie das Smartphone-Spiel „Candy
       Crush“. Die neue Auflage von „Call of Duty“ mit dem Titel „Warzone“ zog
       seit ihrem Start im März nach Angaben des Unternehmens mehr als 60 Million
       Nutzer an. (afp)
       
       ## Bundesregierung: Mehr Menschen werden Hartz IV beantragen
       
       2.13 Uhr: Die Bundesregierung rechnet mit einem [21][starken Anstieg beim
       Bezug von Hartz-IV-Leistungen]. Das Arbeitsministerium gehe davon aus, dass
       es in den kommenden sechs Monaten bis zu 1,2 Millionen zusätzliche
       Bedarfsgemeinschaften geben wird. Bei einem sechsmonatigen Bezug der
       Leistungen rechnet das Ministerium nach eigenen Angaben mit staatlichen
       Mehrausgaben in Höhe von 9,6 Milliarden Euro. (rtr)
       
       ## Trump missachtet Regeln einer Maskenfabrik
       
       2.01 Uhr: Ohne Gesichtsmaske besucht [22][US-Präsident Donald Trump] die
       Maskenfabrik Honeywell in Phoenix, Arizona. Auf Trumps Tour durch die
       Produktionshallen ist ein Schild zu sehen, auf dem steht „Achtung:
       Gesichtsmaske in diesem Bereich erforderlich, danke!“ Trump betonte in
       seiner Rede vor Ort die Notwendigkeit eines schnellen Wiederanfahrens der
       US-Wirtschaft – trotz des Virus. Die Anlage zur Herstellung der N95-Masken
       wurde aufgrund des erhöhten Bedarfs in weniger als fünf Wochen in Betrieb
       genommen. (rtr)
       
       ## Airbnb entlässt ein Viertel seiner Angestellten
       
       0.11 Uhr: Der [23][Wohnungsvermittler Airbnb] entlässt ein Viertel seiner
       Angestellten. Weltweit seien rund 1.900 Mitarbeiter betroffen, teilte
       Airbnb-Chef Brian Chesky in einem Blog-Eintrag mit. Die Stellenstreichungen
       seien nötig, damit das Unternehmen bis zum Ende der Krise überleben könne.
       Neben den Stellenstreichungen will Airbnb auch seine Investitionen in
       Verkehr, Hotels und andere Bereiche außerhalb seines Kerngeschäfts
       reduzieren. (afp)
       
       ## Plan für Bundestagswahl im Herbst
       
       0.00 Uhr: Um die Bundestagswahl auch bei neuen Wellen im Herbst nächsten
       Jahres durchführen zu können, bereitet die Koalition eine Erneuerung des
       Wahlrechts vor. Das berichtet die Rheinische Post unter Berufung auf Innen-
       und Rechtsexperten von Union und SPD. Danach soll die Möglichkeit
       geschaffen werden, über die Zusammensetzung des nächsten Bundestags allein
       durch Briefwahl zu entscheiden. (rtr)
       
       [24][Hier] finden Sie die Live-Ticker der vergangenen Tage. Alle Texte der
       taz zum Thema finden sich in unserem [25][Schwerpunkt Coronavirus].
       
       6 May 2020
       
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 (DIR) Experte über Corona und Pflegekräfte: „Keine Impfung für Betreuerinnen“
       
       Pflegekräfte in Privathaushalten sind in der Impfstrategie nicht
       vorgesehen. Integrationsforscher Niklas Harder kritisiert die
       Bundesregierung dafür.