# taz.de -- +++ Corona News vom 16. April +++: Schule ohne Sitzenbleiben
       
       > NRW präsentiert neues Schulkonzept für die Pandemie. Arbeitsminister Heil
       > stellt neue Arbeitsschutzregeln vor. Die Nachrichten zum Coronavirus im
       > Live-Ticker.
       
 (IMG) Bild: Vielleicht spüren diese Schulkinder nun etwas wenig Leistungsdruck
       
       Den Live-Ticker bearbeiten [1][Klaudia Lagozinski] und [2][Anselm Denfeld]. 
       
       Nigerias Sicherheitskräfte töten 18 Menschen 
       
       15.23 Uhr: In Nigeria haben Sicherheitskräfte 18 Menschen getötet, weil
       diese sich nicht an die Ausgangssperren gehalten haben sollen. Wie die
       Nationalen Menschenrechtskommission weiter mitteilte, habe es Beschwerden
       über Vorfälle von Menschenrechtsverletzungen durch Sicherheitskräfte“ in 24
       der 36 nigerianischen Bundesstaaten und in der Hauptstadt Abuja gegeben. Es
       seien auch mehrere Fälle von außergerichtlichen Tötungen dokumentiert
       worden, bei denen 18 Menschen getötet worden seien, erklärte die
       Menschenrechtskommission weiter.
       
       Die Zahl der Getöteten übersteigt die offizielle von den Behörden gemeldete
       Zahl der Corona-Toten in dem westafrikanischen Land. Offiziellen Angaben
       zufolge infizierten sich bislang 407 Menschen, 12 starben. (afp)
       
       ## 5,2 Millionen zusätzliche Arbeitslose in den USA
       
       14.58 Uhr: Die Zahl der Arbeitslosen in den USA ist erneut stark
       angestiegen. In der vergangenen Woche meldeten sich 5,2 Millionen Menschen
       neu arbeitslos, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte.
       Damit haben binnen vier Wochen mehr als 20 Millionen Menschen in den USA
       ihren Job verloren. (afp)
       
       DGB-Vize warnt vor Rückfall in alte Geschlechterrollen 
       
       14.43 Uhr: Die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen
       Gewerkschaftsbunds (DGB), Elke Hannack, warnt vor einem Rückfall in alte
       Geschlechterrollen in der Krise. „Was wir nicht wollen, ist alte
       Rollenbilder zu befördern und zu sagen, der Mann geht wieder arbeiten, die
       Frau betreut zu Hause die Kinder weiter“, sagte sie am Donnerstag im SWR.
       „Das geht schon nicht, weil wir viele alleinerziehende Mütter haben, für
       die die Situation noch schwieriger ist als für Paare.“
       
       Laut den Bund-Länder-Beschlüssen vom Mittwoch zum weiteren Vorgehen in der
       Corona-Krise ist der Normalbetrieb von Kitas bis auf Weiteres
       ausgeschlossen. Jedoch müssten Mütter und Väter, die wegen fehlender
       Kinderbetreuung nicht arbeiten könnten, „durch staatliche Hilfe jetzt
       erstmal unterstützt werden“.(afp)
       
       ## Notstand in ganz Japan – um Reisen zu reduzieren
       
       13.46 Uhr: Japan weitet den bislang nur für Tokio und sechs weitere
       Präfekturen geltenden Notstand auf das ganze Land aus. Ministerpräsident
       Shinzo Abe kündigt an, der Notstand gelte zunächst bis zum 6. Mai. Ziel sei
       es, den Verkehr und die Reisen während der Ferientage der Goldenen Woche
       zum Monatswechsel zu reduzieren. Zudem erwäge die Regierung, allen Bürgern
       100.000 Yen (rund 850 Euro) in Bar auszuzahlen. (rtr)
       
       ## NRW: Schule ohne Pflicht und ohne Sitzenbleiben
       
       13.30 Uhr: Ab der kommenden Woche sollen die Schulen in NRW [3][für die
       ersten Schüler wieder öffnen]. Klassischen Unterricht nach Stundenplan soll
       es nicht geben. Schule ohne Pflicht, ohne Sitzenbleiben, aber auch ohne
       sichere Hygienestandards – so sieht es jedenfalls die Opposition in
       Nordrhein-Westfalen. Schulministerin Yvonne Gebauer, FDP, erklärte am
       Donnerstag im Düsseldorfer Landtag, mit welchen schulrechtlichen Änderungen
       NRW die Rückkehr in einen neuen Schulalltag meistern will. Der beinhaltet,
       dass Schüler die vor Abschlussprüfungen stehen, zur Schule gehen dürfen
       aber nicht müssen. Außerdem solle prinzipiell jeder Schüler in die nächst
       höhere Jahrgangsstufe versetzt werden. (dpa)
       
       ## Zahl der Corona-Toten in Europa steigt auf über 90.000
       
       13.26 Uhr: Die Zahl der Toten in Europa ist auf über 90.000 gestiegen: Wie
       eine AFP-Zählung vom Donnerstag ergab, entfallen damit mehr als 65 Prozent
       der weltweit offiziell bestätigten Todesfälle auf Europa. Mit 90.180 Toten
       und 1.047.279 Infektionsfällen ist Europa der am stärksten von der Pandemie
       betroffene Kontinent. Die AFP-Zählung beruht auf Daten von nationalen
       Behörden und der Weltgesundheitsorganisation WHO. (afp)
       
       ## Arbeitsminister Heil stellt neue Arbeitsschutzregeln vor
       
       13.04 Uhr: Vor der geplanten schrittweisen Öffnung der Geschäfte hat
       Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, SPD, bundesweit und
       branchenübergreifend einheitliche Arbeitsschutzregeln in Zeiten der
       Pandemie vorgestellt. „An diese Standards müssen sich auch alle halten.“
       Heil stellte zehn Eckpunkte vor. Dazu gehört etwa ein Sicherheitsstandard
       von mindesten 1,5 Metern [4][bei der Arbeit]. Betriebe müssten dies etwa
       durch Absperrungen, Markierungen oder Zugangsregelungen umsetzen. Ein
       weiterer Punkt auf der Liste sind Waschgelegenheiten und
       Desinfektionsspender, die der Arbeitgeber bereitstellen müsse.
       
       Bislang gab es keine Rechtsgrundlage für diese Regeln – „die haben wir
       jetzt“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen
       Unfallversicherung, Stefan Hussy. (afp)
       
       ## Bayern schwächt Kontaktverbot auf Bundesniveau ab
       
       13.00 Uhr: Bayern schwächt das Kontaktverbot außerhalb des eigenen
       Hausstands ab und [5][gleicht seine Regelung damit anderen Bundesländern
       an]. Die Bewohner des Freistaats dürfen sich von Montag an mit einer Person
       außerhalb der Familie treffen, wie Ministerpräsident Markus Söder sagt.
       Bisher hatte Bayern alle Kontakte auf den eigenen Hausstand begrenzt.
       
       ## Söder glaubt nicht an diesjähriges Oktoberfest
       
       12.57 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist „sehr, sehr
       skeptisch“, ob das Münchner Oktoberfest in diesem Jahr stattfinden kann. Er
       werde zusammen mit Oberbürgermeister Dieter Reiter in den nächsten zwei
       Wochen eine Entscheidung treffen, sagt Söder. Reiter sehe die Lage aber
       ähnlich wie er. Zu dem Volksfest, das vom 19. September bis 4. Oktober
       dauern soll, kommen jedes Jahr Millionen Gäste aus dem In- und Ausland.
       (rtr)
       
       ## Bayern öffnet Geschäfte eine Woche später
       
       12.50 Uhr: Bayern öffnet kleinere Geschäfte bis 800 Quadratmeter,
       Buchhandlungen und Autohäuser eine Woche später als andere Bundesländer.
       Sie sollten erst ab 27. April öffnen, sagt Ministerpräsident Markus Söder
       nach einer Kabinettssitzung. Davon ausgenommen seien Baumärkte und
       Gärtnereien, die bereits ab kommenden Montag wieder verkaufen dürften. Für
       Restaurants und Hotels gebe es „auf absehbare Zeit“ keine Aussicht, den
       Betrieb aufzunehmen. (rtr)
       
       ## Regierungspartei in Südkorea holt absolute Mehrheit
       
       Beflügelt durch ihr gutes Krisenmanagement in der Coronakrise hat Südkoreas
       Regierungspartei einen haushohen Sieg eingefahren: Die linksgerichtete
       Demokratische Partei von Präsident Moon Jae In eroberte bei der
       Parlamentswahl die absolute Mehrheit. Laut dem am Donnerstag
       veröffentlichten Endergebnis gewann sie mit ihrer Schwesterpartei 180 von
       300 Sitzen in der südkoreanischen Nationalversammlung. Die konservative
       Oppositionspartei UFP und ihre Verbündeten kamen auf 103 Sitze. (afp)
       
       12.45 Uhr: In Österreich sollen alle Bewohner und Mitarbeiter von Alten-
       und Pflegeheimen auf das Coronavirus getestet werden. Laut
       Gesundheitsminister Rudolf Anschober betrifft dies 130.000 Menschen in über
       900 Einrichtungen. Er verweist darauf, dass das Coronavirus als Ursache für
       die Sterblichkeit bei Menschen in Alten- und Pflegeheimen besonders hoch
       sei. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen ist stark zurückgegangen. Laut
       Gesundheitsministerium gibt es 14.370 bestätigte Fälle und 410 Todesfälle.
       Rund 9000 Menschen seien wieder genesen. Es gab bislang rund 162.800
       Corona-Tests. (rtr)
       
       ## Wieder über 500 Tote in Spanien
       
       12.19 Uhr: Die Zahl der Infizierten in Spanien hat sich auf 182.816 erhöht.
       Das seien 5.183 mehr als am Mittwoch, teilt das Gesundheitsministerium in
       Madrid mit. Die Zahl der Todesopfer nahm gleichzeitig um 551 auf 19.130 zu.
       Am Vortag war die Zunahme mit 523 geringer ausgefallen. (rtr)
       
       ## Bund bringt zehn Regeln zum Schutz von Arbeitsnehmern
       
       12.10 Uhr: Die Bundesregierung hat nach Angaben von Arbeitsminister
       Hubertus Heil bundesweit einheitliche, ergänzende Arbeitsschutzstandards
       zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus beschlossen. Darin
       würden zehn Regeln „konkret und verbindlich formuliert“, sagt der
       SPD-Politiker in Berlin. So müsse der Abstand von 1,5 Metern zueinander
       überall eingehalten werden – ob im Freien, im Fahrzeug oder auch in der
       Werkshalle. Arbeitgeber müssten auch zusätzliche Hygienemaßnahmen
       ermöglichen. (rtr)
       
       ## WHO-Europa-Direktor: Kein schneller Weg zur Normalität
       
       11.25 Uhr: Rund die Hälfte der Covid-19-Fälle ist nach Einschätzung der
       Weltgesundheitsorganisation in Europa registriert. Die kommenden Wochen
       seien für die Region entscheidend, sagt WHO-Europa-Direktor Hans Kluge.
       „Europa liegt im Auge des Covid-19-Sturms.“ Jetzt sei mehr denn je die Zeit
       für Solidarität. Europa stehe am Beginn einer Phase, in der erste
       Beschränkungen gelockert würden. „Aber es gibt keinen schnellen Weg zurück
       zur Normalität.“ (rtr)
       
       11.20 Uhr: Kommunen werden die beschlossene Öffnung von Geschäften bis zu
       800 Quadratmeter Verkaufsfläche nach Ansicht des Städte- und Gemeindebundes
       ohne Probleme umsetzen und auf ausreichende hygienische Sicherheit achten.
       „Wir sind gut vorbereitet und werden das gut hinkriegen“, sagt
       Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg zu Reuters. Er fordert bei den
       Landesverordnungen gewisse Spielräume für die Kommunen. „Für das
       Wiederanfahren des Lebens ist die Entscheidung von Bund und Ländern
       wichtig.“ (rtr)
       
       Athen will Tausende Flüchtlinge zum Festland bringen 
       
       Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will Griechenland 2.380
       Migranten aus den überfüllten Lagern auf den Inseln im Osten der Ägäis zum
       Festland bringen. Wie der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis am
       Donnerstag mitteilte, sollen vor allem ältere und kranke Menschen sowie
       Familien in Gruppen zum Festland gebracht werden. Bislang sind in den
       Lagern auf den Inseln keine Infektionen registriert worden. Es sei aber nur
       eine Frage der Zeit, bis dieser Fall eintrete, sagte der Leiter der
       Zweigstelle der Hilfsorganisation Ärzte der Welt auf der Insel Lesbos,
       Dimitris Patestos, der Deutschen Presse-Agentur. (dpa)
       
       ## Globaler Klimastreik in Berlin – FFF streikt digital
       
       11.21 Uhr: Die Aktivist*innen der Klimaschutzbewegung Fridays for Future
       wollen am Tag des globalen Klimastreiks am 24. April demonstrieren. „Dann
       machen wir das halt digital und bringen den Protest von der Straße ins
       Netz“, sagte der Berliner Sprecher Quang Paasch der Deutschen
       Presse-Agentur. Streikende können sich demnach über den Hashtag
       #Netzstreikfürsklima in Form von Videobeiträgen oder Bildern in den
       sozialen Medien am Protest beteiligen.
       
       Zusätzlich sei in verschiedenen deutschen Großstädten eine Kunstaktion
       geplant – unter anderem in Berlin. Gemalte Schilder könnten bis zum 20.
       April an 30 Abgabestationen in den Berliner Bezirken hinterlassen werden.
       „Danach werden die Boxen mitsamt der Schilder für 72 Stunden versiegelt, um
       Infektionen auszuschließen“, teilte die Bewegung mit. Am Tag des globalen
       Klimastreiks sollen alle Plakate dann an einem zentralen symbolträchtigen
       Ort als einmalige Kunstaktion ausgestellt werden. Die Aktion soll ebenfalls
       live gestreamt werden. (dpa)
       
       ## Corona-Anwältin nach Einweisung in Psychatrie wieder frei
       
       10.30 Uhr: Die Heidelberger Rechtsanwältin Beate Bahner kritisierte die
       staatliche Coronapolitik und landete Sonntagabend plötzlich in der
       Psychiatrie. Da wurden auch Menschen hellhörig, die Bahners Position nicht
       teilen. Doch so wie es bisher aussieht, ging es hier nicht um die
       Delegitimierung und Ausschaltung einer politischen Gegnerin. [6][Christian
       Rath, rechtspolitischer Korrespondent der taz, berichtet]. (taz)
       
       ## Rotterdam: Weniger Umschlag in Europas größtem Hafen
       
       10.12 Uhr: Der Hafen Rotterdam bekommt die Folgen der Pandemie zu spüren.
       Die Betreiber von Europas größtem Seehafen machen sich darauf gefasst, dass
       dieses Jahr bis zu ein Fünftel weniger umgeschlagen wird. Schon im ersten
       Quartal seien es 9,3 Prozent weniger Container, Kohle, Öl und andere Güter
       gewesen. „Wir haben es mit beispiellosen Beeinträchtigungen zu tun“, sagt
       Hafen-Chef Allard Castelein. (rtr)
       
       ## Infiziertenzahlen in Russland wachsen weiter schnell
       
       10.05 Uhr: In Russland sind nach Behördenangaben von Donnerstag in den
       vergangenen 24 Stunden 3448 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Am Tag zuvor
       waren es noch 3388 bestätigte Neuinfektionen. Insgesamt liege die
       Infiziertenzahl bei 27.938. Die Zahl der Verstorbenen sei um 34 auf 232
       gestiegen. (rtr)
       
       ## Krise auf Rettungsschiff: drei Geflüchtete an Land gebracht
       
       10:00 Uhr: Auf dem blockierten deutschen Rettungsschiff „Alan Kurdi“ vor
       Sizilien verzweifeln die Geflüchteten nach Angaben der Hilfsorganisation
       Sea-Eye zunehmend. Ein Mann habe versucht, sich das Leben zu nehmen, teilte
       die Organisation am Donnerstag mit. Ein weiterer habe sich selbst verletzt.
       Die italienische Küstenwache habe deshalb drei von insgesamt 149
       Geflüchteten in Sicherheit gebracht.
       
       Das Schiff liegt vor der Stadt Palermo. Eigentlich sollen die Menschen auf
       ein größeres Schiff in Quarantäne kommen. Bislang ist jedoch unbekannt,
       wann das geschehen soll. Italien und Malta haben erklärt, dass sie keine
       Migranten an Land lassen könnten, weil diese nicht gesundheitlich versorgt
       werden könnten. Die Menschen legen meist im Bürgerkriegsland Libyen ab, wo
       ihnen in Lagern schwere Misshandlungen drohen.
       
       ## IWF fordert mehr Zeit für EU-Großbritannien-Verhandlungen
       
       9.55 Uhr: Großbritannien sollte sich mehr Zeit für die Verhandlungen mit
       der EU über die künftigen Beziehungen nehmen. Das forderte die Chefin des
       Internationalen Währungsfonds, Kristalina Georgiewa, am Donnerstag in einem
       Radio-Interview der BBC. „Es ist schon schwer genug. Macht es nicht noch
       schwieriger“, sagte Georgiewa. Die Unsicherheit für die Wirtschaft müsse
       reduziert werden. Das wäre im Interesse Großbritanniens, der Europäischen
       Union und der ganzen Welt. Die laufende Übergangsphase sollte über dieses
       Jahr hinaus verlängert werden.(rtr)
       
       Wohl keine Lockerung des Besuchsverbots in Pflegeheimen 
       
       9.22 Uhr: Diakonie-Präsident Ulrich Lilie rechnet nicht mit einer raschen
       Lockerung der Beschränkungen in Alten- und Pflegeheimen. Er fürchte, dass
       die Heime noch bis Anfang Mai geschlossen bleiben müssten, sagte Lilie am
       Donnerstag in Deutschlandfunk. Um wieder Besuche möglich zu machen, müssten
       die Einrichtungen zunächst dringend mit ausreichend Schutzausrüstung
       ausgestattet werden. (epd)
       
       ## Grünen-Chefin Baerbock beklagt blinde Flecken für Familien
       
       9.21 Uhr: Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock vermisst bei den
       beschlossenen Lockerungen Zugeständnisse an Kinder und Familien. In diesem
       Bereich hätten die Beschlüsse „blinde Flecken“, sagte Baerbock dem SWR am
       Donnerstag. Neben der virologischen und der wirtschaftlichen Abwägung
       müssten auch „soziale Härten“ in den Blick genommen und insbesondere sozial
       benachteiligte Familien mit Kindern unterstützt werden.
       
       Die Grünen-Chefin forderte unter anderem einen Anspruch auf Kinderbetreuung
       für Alleinerziehende. Jede Kita und jede Schule muss aus Baerbocks Sicht
       eine Notbetreuung anbieten. Außerdem sprach sie sich im SWR für ein
       „Corona-Kindergeld“ aus. (afp)
       
       9.16 Uhr: Der Internationale Währungsfonds hat den Weg für mehr
       kurzfristige Liquiditätshilfen freigemacht. Dafür sei extra ein neuer Topf
       (SLL) geschaffen worden, sagt IWF-Chefin Kristalina Georgiewa und verweist
       auf einen entsprechenden Beschluss des Vorstands. Dieser richtet sich an
       Länder, die wegen der Krise in Zahlungsschwierigkeiten sind.
       
       ## 800-Quadratmeter-Grenze in Hamburg wohl flexibel
       
       9.06 Uhr: Bei der umstrittenen Grenze von maximal 800 Quadratmetern
       Ladenfläche für eine Öffnung signalisiert Hamburgs Bürgermeister Peter
       Tschentscher Gestaltungsspielraum. Auf die Frage, ob große Geschäfte eine
       Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern freigeben dürften, sagt er im
       ARD-Morgenmagazin: „Das ist jetzt eine Frage der Umsetzung, das wird jede
       Stadt, jedes Bundesland prüfen müssen.“
       
       ## Bildungssenatorin: Berliner Abitur startet am Montag
       
       9.17 Uhr: Die Abiturprüfungen in Berlin sollen wie geplant in der kommenden
       Woche beginnen. Das bestätigte Bildungssenatorin Sandra Scheeres, SPD, im
       RBB-Inforadio. Begonnen werde am Montag mit den Lateinprüfungen, in der
       Woche darauf sollen zwei weitere Prüfungen folgen. Die Maßnahmen zum Schutz
       der Schülerinnen und Schüler seien nach Aussage der Schulen und Bezirke vor
       Ort sichergestellt. (epd)
       
       8.28 Uhr: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, CDU, kritisiert mangelnde
       Absprachen auf europäischer Ebene zum grenzüberschreitenden Waren- und
       Güterverkehr. „Ich bin etwas unzufrieden über die europäische
       Herangehensweise“, sagte Scheuer im ARD-Morgenmagazin. Die Versorgung der
       Geschäfte in Deutschland sei garantiert, allerdings gebe es an den Grenzen
       oft Rückstaus. „Wir können das nur im Bilateralen auflösen, weil wir kein
       europäisches Commitment haben über das Grenz-Regime.“ (rtr)
       
       ## Deutsche Infiziertenzahlen wachsen laut RKI weiter langsam
       
       7.56 Uhr: In Deutschland hat die Zahl der Infektionsfälle nach Angaben des
       Robert-Koch-Institutes die Schwelle von 130.000 überstiegen. Das RKI zählt
       nach den Angaben auf seiner Internet-Seite aktuell 130.450 Fälle – ein Plus
       von 2.866 im Vergleich zu Mittwoch. Die Zahl der Toten stieg im selben
       Zeitraum um 315 auf 3.569. Rund 77.000 Menschen sind demnach genesen. (rtr)
       
       [7][taz-Journalist Malte Kreutzfeld] ordnet die Zahlen des RKI auf Twitter
       ein:
       
       ## Schulen stehen vor enormer Herausforderung
       
       5.23 Uhr: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, CDU, sieht die Schulen
       in den Wochen vor der geplanten schrittweisen Öffnung vor großen Aufgaben.
       „Die Schulen überall im Land stehen jetzt vor einer enormen
       Herausforderung, die schrittweise Öffnung unter strenger Einhaltung der
       Infektionsschutzregeln zu organisieren“, sagte Karliczek dem
       Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Vorsitzende des Bundeselternrats,
       Stephan Wassmuth, sieht die Schulen für die Wiedereröffnung nur mäßig
       gerüstet. „Die Wahrheit ist: Es ist ausgeschlossen, dass die Schulen ihre
       oft maroden sanitären Einrichtungen bis zum 4. Mai so in Ordnung bringen,
       wie es in dieser Pandemie-Situation nötig wäre.“ Es fehle oft schon an
       warmem Wasser in den Toilettenräumen. (rtr)
       
       5.17 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, CDU, verteidigt [8][die
       Entscheidung der Bundesregierung], die Beschränkungen nur für wenige
       Wirtschaftszweige zu lockern. Man könne aber „den Gürtel nur stufenweise
       weiter schnallen, um unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten und die
       Neuinfizierten-Rate möglichst gering zu halten.“ Die [9][Rückkehr zur
       Normalität] werde noch eine Weile dauern. (rtr)
       
       ## Schausteller warnen vor Massensterben der Volksfeste
       
       4.06 Uhr: Die deutschen Schausteller warnen angesichts der dramatischen
       Folgen der Krise für ihre Branche vor einem Massensterben der Volksfeste in
       Deutschland. „Eine 1.200 Jahre alte Kultur in Deutschland steht auf dem
       Spiel“, sagt der Präsident des Deutschen Schaustellerbundes, Albert Ritter,
       der Augsburger Allgemeinen. Die 5.000 hauptberuflichen Schaustellerfamilien
       und ihre 55.000 Mitarbeiter stünden mit dem Rücken zur Wand. Der
       Schaustellerverbandschef fordert, Volksfeste unter Auflagen wie
       Abstandsregelungen und Schutzmaßnahmen wieder stattfinden lassen zu können.
       Sein Verband wolle mit Gesundheitsämtern, Hygienefachleuten und Virologen
       entsprechende Handlungsempfehlungen erarbeiten. (rtr)
       
       3.54 Uhr: China meldet einen Anstieg bei den lokalen Infektionsraten und
       einen Rückgang von Fällen bei Einreisenden aus Übersee. Insgesamt meldet
       das chinesische Festland 46 neue bestätigte Fälle, so viele wie am Vortag,
       womit sich die Gesamtzahl der bestätigten Fälle nach offiziellen Angaben
       auf 82.341 beläuft. China berücksichtigt bei seiner Zählung Patienten ohne
       klinische Symptome wie Husten oder Fieber nicht. Es seien keine weiteren
       Todesfälle aufgetreten, die Zahl der Todesopfer bleibe bei 3342. (rtr)
       
       ## Fast 2600 Corona-Tote in den USA binnen 24 Stunden
       
       2.36 Uhr: Die Johns-Hopkins-Universität meldet einen tragischen Höchstwert:
       innerhalb eines Tages sind knapp 2.600 US-Amerikaner*innen am Virus
       gestorben. (afp)
       
       ## Großveranstaltungen in Los Angeles wohl frühestens 2021
       
       0.26 Uhr: In Los Angeles werden große Zusammenkünfte wie Konzerte und
       Sportveranstaltungen wegen des Ausbruchs des Coronavirus voraussichtlich
       erst 2021 wieder erlaubt sein. „Nichts, was ich gehört habe, deutet darauf
       hin, dass wir zu solchen Massenveranstaltungen wieder zusammenkommen
       können, wahrscheinlich nicht für den Rest dieses Jahres“, sagte
       Bürgermeister Eric Garcetti in einem Interview auf CNN. (rtr)
       
       [10][Hier finden Sie die Live-Ticker] der vergangenen Tage. Alle Texte der
       taz zum Thema finden sich in unserem [11][Schwerpunkt Coronavirus].
       
       16 Apr 2020
       
       ## LINKS
       
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