# taz.de -- Harry, Meghan und die Royals: Die Queen spricht ein Machtwort
       
       > Wie auch immer es mit den Royals weitergeht: Um Harry und Meghan muss man
       > sich keine wirklichen Sorgen machen.
       
 (IMG) Bild: Meghan und Prinz Harry: Was wohl aus dem Merchandise wird?
       
       Der Plan war gut, aber die Oma hat ihn zunichte gemacht. Ursprünglich
       wollten der [1][Queen-Enkel Harry und seine Frau Meghan] ihre Rollen als
       Mitglieder der britischen Königsfamilie zwar einschränken, aber die
       Vorteile behalten. Zu riskant, befand Königin Elisabeth. Wenn die beiden
       krumme Geschäfte machten, würde der Ruf der Monarchie weiter leiden.
       
       Sie ließ allerdings ein Hintertürchen offen: Der Herzog und die Herzogin
       von Sussex, wie Harry und Meghan offiziell heißen, bleiben – anders als
       Harrys Mutter Diana nach ihrer Scheidung und dem Exit aus der Familie –
       „königliche Hoheiten“, dürfen den Titel aber erst wieder benützen, wenn sie
       sich besonnen haben und in den [2][Schoß der Familie] zurückkehren.
       
       Was aus der Webseite „sussexroyals.com“ und den rund hundert Produkten mit
       diesem Namen wird, die sie rechtlich schützen ließen, ist unklar. Royals
       sind sie ja nicht mehr.
       
       Und sie müssen die 2,4 Millionen Pfund Steuergelder, die für die
       Renovierung von Frogmore Cottage, das keineswegs eine Hütte ist, verwendet
       worden sind, zurückzahlen, aber sie dürfen das Haus auf dem Gelände von
       Windsor Castle behalten, falls sie mal Urlaub in England machen wollen.
       Ihren Hauptwohnsitz werden sie nach Nordamerika verlegen.
       
       [3][Sorgen muss man sich freilich nicht] um die beiden machen. Zwar werden
       sie ab „irgendwann im Frühjahr“ von den 82,2 Millionen Pfund Apanage für
       den Clan nichts mehr abbekommen, aber der Papa, der ewige Thronfolger
       Charles, wird ihnen finanziell unter die Arme greifen. Er verdient ja mit
       seinen Ländereien in Cornwall genug. Wer für die 600.000 Pfund aufkommen
       wird, die der Personenschutz für die Sussexes im Jahr kostet, hat man
       vorsichtshalber verschwiegen.
       
       Der Plan vom Ausstieg aus der Familie, den sie ohne Rücksprache ausgeheckt
       hatten, war nicht sonderlich gut durchdacht. Sicher, es ist Pech, in eine
       solche Familie hineingeboren zu werden.
       
       In Meghans Fall ist es jedoch Dummheit. Sie wollte nicht, dass ihr Sohn
       Archie unter den wachsamen Augen der Boulevardpresse aufwächst? Als ob der
       Rücktritt daran etwas ändern wird. Wenn sie sich rarmachen, steigt der
       Preis für Schnappschüsse. Und Paparazzi sind erfinderisch.
       
       19 Jan 2020
       
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