# taz.de -- Bürgerwehr in US-Südstaaten: Rechtsextreme planten wohl Attentate
       
       > Eine bewaffnete Miliz an der Grenze zu Mexiko hindert Flüchtende am
       > Grenzübertritt. 2017 soll ihr Chef dazu aufgerufen haben, Clinton und
       > Obama zu ermorden.
       
 (IMG) Bild: Das Phänomen bewaffneter Bürgerwehren an der US-Grenze ist seit Jahren zu beobachten
       
       Las Cruces ap | Der Kopf einer rechtsextremen bewaffneten US-Miliz soll
       schon vor Jahren Attentate auf die prominenten Demokraten Barack Obama,
       Hillary Clinton und den liberalen Milliardär George Soros geplant haben.
       Dies geht aus einer Strafanzeige vom Montag gegen den Anführer der selbst
       erklärten Bürgerwehr „United Constitutional Patriots“ hervor, die nahe der
       Grenze zu Mexiko Migrantenfamilien aus Zentralamerika festgesetzt hat. Der
       69-jährige Milizenchef war am Wochenende in Sunland Park im Staat New
       Mexiko festgenommen worden.
       
       Laut der Strafanzeige soll er 2017 „Patriots“-Anhängern gesagt haben, dass
       sie dafür „trainierten, George Soros, Hillary Clinton und Barack Obama zu
       ermorden, weil diese Individuen die Antifa unterstützen“. Warum damals nach
       einer Durchsuchung kein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet wurde, teilte
       das FBI nicht mit. Der jüngste Vorwurf lautet auf Besitz von Schusswaffen
       durch einen Schwerverbrecher. Am Montag erschien der bereits vorbestrafte
       Verdächtige kurz vor einem Bundesgericht, bei einer weiteren Anhörung
       kommende Woche in Albuquerque will er auf nicht schuldig plädieren, wie
       seine Anwältin mitteilte.
       
       Videos von bewaffneten Milizenmitgliedern, die Migranten nach deren
       Grenzübertritt festhalten, hatten massive Kritik ausgelöst. Ein Sprecher
       der „United Constitutional Patriots“, Jim Benvie, beklagte, in den Medien
       werde ein verzerrtes Bild von der Gruppe gezeichnet. Dass „wir ein Haufen
       bewaffneter Verrückter sind und Kinder mit vorgehaltener Waffe festhalten,
       ist ein falsches Narrativ“, erklärte er in einem Video.
       
       Das Phänomen bewaffneter Bürgerwehren an der Südgrenze der USA ist nicht
       neu, sondern hält sich seit Jahren, vor allem in Zeiten von steigenden
       Migrantenzahlen. Doch kommen anders als früher inzwischen sehr viele Kinder
       illegal über die Grenze. Von 86 Prozent der Festnahmen durch Grenzbeamte
       rund um das texanische El Paso waren Familien oder unbegleitete Kinder
       betroffen.
       
       23 Apr 2019
       
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