# taz.de -- Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst: 120 Euro extra für PflegerInnen
       
       > Der Verdi-Tarifabschluss der Länder wirkt sich unterschiedlich aus.
       > Gewerkschaft lobt besondere Zulagen für einzelne Gruppen.
       
 (IMG) Bild: ErzieherInnen und angestellte Lehrkräfte sollen stufenweise acht Prozent mehr Lohn bekommen
       
       Berlin taz | Wenn die Gewerkschaft Verdi einen [1][Tarifabschluss für den
       öffentlichen Dienst] lobt, zuckt der Bund der Steuerzahler naturgemäß
       zusammen. „Das wird teuer“, sagte der Vereinsvorsitzende Reiner Holznagel
       der Passauer Neuen Presse. Er hätte sich in dem Tarifabschluss „mehr
       Qualitätsoffensiven und Leistungskomponenten gewünscht“, so Holznagel.
       Langfristig würden die öffentlichen Kassen Probleme bekommen.
       
       Nach Angaben von Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) ist
       der Abschluss der „bisher teuerste der Landesgeschichte“. Nach tagelangen
       Warnstreiks im öffentlichen Dienst hatten sich am Wochenende Arbeitgeber
       und Gewerkschaften auf ein kräftiges Lohnplus für die Angestellten der
       Bundesländer (bis auf Hessen) geeinigt. Die Löhne sollen über einen
       Zeitraum von 33 Monaten durch insgesamt drei stufenweise Erhöhungen bis zum
       1. Januar 2021 um ein Lohnplus von acht Prozent steigen.
       
       Die Gewerkschaft Verdi wies in Flugblättern auf die besonderen Zulagen für
       einzelne Gruppen hin: Beschäftigte in der Pflege etwa erhielten zusätzlich
       zu den prozentualen Erhöhungen nochmals 120 Euro monatlich mehr,
       rückwirkend ab 1. Januar 2019. Insgesamt bekomme eine Pflegehilfskraft ab
       Januar dieses Jahres 213 Euro mehr. Ein Sozialarbeiter mit neun
       Berufsjahren soll laut dpa-Meldung vom 1. Januar dieses Jahres aufsteigend
       bis zum 1. Januar 2021 am Ende rund 495 Euro mehr Gehalt bekommen.
       
       Die Gewerkschaften fordern, dass die Arbeitgeber den Abschluss für die rund
       eine Million Angestellten der Länder wie üblich auch auf die Beamten
       übertragen. (mit afp)
       
       4 Mar 2019
       
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 (DIR) Barbara Dribbusch
       
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