# taz.de -- Mobile World Congress in Barcelona: Technik, die (noch) niemand braucht
       
       > Auf der weltgrößten Mobilfunkmesse geht es vor allem um 5G-fähige
       > Smartphones. Dabei ist in den meisten Ländern das Netz dafür noch nicht
       > bereit.
       
 (IMG) Bild: Erst ab Sommer soll es es Samsungs faltbares Smartphone S 10 auch in einer 5G-Variante geben
       
       Ein Testgerät wog vor anderthalb Jahren noch eine Tonne. Nun werden die
       Nachfolger eines der großen Themen auf dem [1][Mobile World Congress] in
       Barcelona sein, die am Montag beginnt: die ersten Smartphones für das
       [2][5G-Mobilfunknetz] – nun deutlich leichter und in Jackentaschengröße.
       Erwartet wird, dass mehrere Hersteller ihre Geräte für das neue Netz
       vorstellen.
       
       Dabei wird es zunächst weniger darum gehen, Kundenmassen für das eigene
       Produkt zu begeistern, als ein Zeichen zu setzen, vorne dabei zu sein. Denn
       einen großen Absatzmarkt werden die ersten Geräte nicht finden. Dafür ist
       das Netz der fünften Mobilfunkgeneration noch nicht weit genug ausgebaut.
       
       Vorreiter sind hier die USA und Südkorea. In Deutschland soll im März
       zunächst die [3][Versteigerung der Lizenzen] beginnen. Dass es dazu kommt,
       gilt als wahrscheinlich – obwohl zahlreiche Unternehmen gegen die
       Vergaberegeln der Bundesnetzagentur klagen. Die derzeitigen Netzbetreiber
       lehnen die Regeln ab, weil die Ausbaupflichten für Neueinsteiger geringer
       sind als für sie selbst. Potenzielle Neueinsteiger dagegen finden, dass es
       ihnen zu schwergemacht wird, auf dem Markt Fuß zu fassen.
       
       Auch politisch herrscht noch Uneinigkeit – zum Beispiel was das nationale
       Roaming angeht. Das ermöglicht Nutzer:innen in einer Gegend, in der ihr
       Mobilfunkanbieter kein Netz hat, das Netz eines anderen Anbieters
       mitverwenden. Eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes könnte die
       Netzanbieter dazu verpflichten.
       
       Die größten Veränderungen soll der neue Netzstandard für Industrie und
       Infrastruktur bringen. So sollen beispielsweise Maschinen Daten austauschen
       können oder selbstfahrende Autos sich gegenseitig vor Baustellen oder einem
       Stauende warnen.
       
       25 Feb 2019
       
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