# taz.de -- Wohnungsmieten steigen weiter: Auf nach Salzgitter!
       
       > Wohnen ist in Städten unerschwinglich geworden, wie aus einer neuen
       > Studie hervorgeht. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede.
       
 (IMG) Bild: In Salzgitter kann man noch erschwinglich wohnen
       
       Berlin taz | Mittelschichtsfamilien mit einem Alleinverdiener können in
       Ballungszentren keine ausreichend große Wohnung mehr bezahlen. Das geht aus
       einer [1][am Donnerstag vorgelegten Studie des Instituts der Deutschen
       Wirtschaft (IW)] hervor.
       
       Die Forscher ermittelten als Vergleichszahl, wie viel Wohnraum sich ein
       Vollzeit-Arbeitnehmer mit mittlerem Einkommen einer Region rechnerisch
       leisten kann, wenn die Nettokaltmiete nicht mehr als 26 Prozent des
       Einkommens verschlingen soll. Dabei wurden die regionalen Anstiege von
       Löhnen und Angebotsmieten im Zeitraum der Jahre 2013 bis einschließlich
       2017 betrachtet.
       
       Die Arbeitsentgelte sind laut Studie in zwei Dritteln aller Städte und
       Gemeinden seit 2013 stärker gestiegen als die Mieten, resümierten die
       Wissenschaftler des arbeitgebernahen Instituts. Wobei dies theoretisch aber
       auch bedeuten kann, dass eben mehr Leute mit höheren Einkommen in die
       entsprechenden Gebiete gezogen sind. In München oder Berlin hingegen ist
       das [2][Wohnen auch relativ zur Lohnentwicklung gesehen teurer] geworden.
       
       Die regionalen Unterschiede sind groß: In Salzgitter, Pirmasens und
       Zweibrücken können sich Arbeitnehmer für 26 Prozent ihres Nettolohns
       Wohnungen mit 100 Quadratmetern und mehr leisten. In München reicht es
       gerade einmal für eine 41-Quadratmeter-Wohnung, in Berlin für eine 59
       Quadratmeter-Wohnung, in Hamburg und Frankfurt am Main für rund 56
       Quadratmeter.
       
       Familien in diesen Ballungszentren brauchen also zwei GutverdienerInnen, um
       rechnerisch ausreichenden Wohnraum bezahlen zu können.
       
       27 Dec 2018
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.iwkoeln.de/studien/gutachten/beitrag/pekka-sagner-michael-voigtlaender-die-erschwinglichkeit-von-wohnraum.html
 (DIR) [2] /Wohnungsnot-und-Gegenmassnahmen/!5548661
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Barbara Dribbusch
       
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