# taz.de -- Untersuchung des Angriffs auf Douma: USA erheben schwere Vorwürfe
       
       > Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff glauben die Amerikaner, dass Syrien
       > und Russland versuchen, belastende Beweise verschwinden zu lassen.
       
 (IMG) Bild: Douma, 16. April 2018
       
       Washington rtr/dpa | Die USA werfen Syrien und Russland vor, die
       Untersuchung des mutmaßlichen Giftgasangriffs auf die ehemalige
       Rebellenbastion Douma zu behindern. Beide Länder versuchten, das vermutete
       Angriffziel zu „reinigen“ und so belastende Beweise für den Einsatz von
       Chemiewaffen verschwinden zu lassen, erklärte das Außenministerium in
       Washington am Donnerstag. Dafür gebe es glaubwürdige Hinweise.
       
       „Wir haben glaubwürdige Informationen, dass russische Vertreter mit dem
       syrischen Regime kooperieren, um den Inspekteuren den Zugang nach Douma zu
       verwehren und Zeugen zu beeinflussen“, [1][twitterte Washingtons
       Außenamtssprecherin Heather Nauert] in der Nacht zum Freitag. Vertreter
       Russlands würden sich zusammen mit der Regierung in Damaskus zudem bemühen,
       der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) in Douma den
       Zutritt zu verweigern und die Ankunft der Kontrolleure dort zu verzögern.
       
       OPCW-Experten sitzen bereits seit Tagen in der Hauptstadt Damaskus fest und
       können nicht nach Douma. Sicherheitsmitarbeiter der Vereinten Nationen
       waren zuletzt unter Beschuss geraten, als sie die Lage in Duma für das
       OPCW-Team erkunden wollten. Die Zeit für die Spurensicherung drängt.
       
       Der Westen wirft Syrien vor, [2][am 7. April in Duma] Chemiewaffen
       eingesetzt zu haben. Die Regierung in Damaskus bestreitet dies. Als
       Vergeltung hatten die USA, Großbritannien und Frankreich Ziele in Syrien
       [3][beschossen]. Ins Visier wurden insbesondere Gebäude genommen, die
       mutmaßlich für die Herstellung von Chemiewaffen benutzt wurden. Nach
       Auffassung des US-Verteidigungsministeriums kann die syrische Regierung
       dennoch weiterhin Chemiewaffen-Angriffe verüben.
       
       20 Apr 2018
       
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