# taz.de -- Was fehlt …: … Zucker in EU-Limo
> Falsche Ernährungsgewohnheiten führen zu schweren Wohlstandskrankheiten.
> Dabei könnte der Staat durchaus handeln.
(IMG) Bild: Zuckerreiches Essverhalten von Kindern setzt sich meist im späteren Erwachsenenleben fort
Coca-Cola setzt sich selbst auf Diät – zumindest in Großbritannien. Zwei
seiner Limos schmecken weniger süß. Der Zuckeranteil in Fanta sank schon im
Mai 2017 von 6,9 auf 4,6 Gramm je 100 Milliliter. In diesem März wurde auch
bei Sprite von 6,6 auf 3,3 Gramm reduziert, so ein Bericht der britischen
Haushaltsbehörde OBR. Auch Coca-Cola bestätigt das.
Warum? Das Unternehmen will Steuern sparen, denn ab 6. April wird eine nach
Zuckergehalt gestaffelte Steuer fällig. Doch (!) das ist noch nicht alles.
Schon seit 2005 ist immer weniger Zucker in den Limos. 34 Rezepturen wurden
bislang geändert. Das Unternehmen hat sich, mit anderen Herstellern, im
Jahr 2017 dazu verpflichtet, den Zucker in EU-Limos bis 2020 um
durchschnittlich 10 Prozent zu senken.
In Deutschland soll der Zuckergehalt in Sprite noch in diesem Jahr um 50
Prozent verringert werden. Gerade schwimmen in Sprite noch 9,1 Gramm je 100
Milliliter. Ob das dann noch schmeckt? (taz/dpa)
29 Mar 2018
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