# taz.de -- Dokument über die US-Bundespolizei FBI: Trump gibt das Memo frei
       
       > Ein geheimes Dokument der Republikaner soll zeigen, dass das FBI bei
       > Ermittlungen unrechtmäßiges Material nutzte. Nun veröffentlichte das
       > Weiße Haus das Memo.
       
 (IMG) Bild: Vertraut er noch seinem Vize-Justizminister? „Das können sie selbst herausfinden“
       
       Washington ap | Das Weiße Haus hat am Freitag ein umstrittenes Memo
       freigegeben, das ein Fehlverhalten der Bundespolizei FBI in den
       Russland-Ermittlungen beweisen soll. Die Geheimhaltung für die Notizen aus
       dem Geheimdienstausschuss wurde aufgehoben, das Memo daraufhin
       veröffentlicht. Das FBI und das Justizministerium hatten vor einer
       Veröffentlichung gewarnt und die Angaben als unvollständig bezeichnet.
       
       Das Memo wurde von Republikanern im Geheimdienstausschuss des
       Repräsentantenhauses verfasst und soll zeigen, dass das FBI und das
       Justizministerium bei den Ermittlungen zu möglichen Verbindungen zwischen
       Russland und Trumps Wahlkampfteam 2016 unrechtmäßig Überwachungsmaterial
       nutzten. Der Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses hatte zu Beginn
       der Woche für eine Veröffentlichung gestimmt – entscheidend dabei waren die
       Stimmen der Republikaner.
       
       US-Präsident Donald Trump griff zuvor am Freitag das FBI und das
       Justizministerium als politisch voreingenommen gegenüber den Republikanern
       an. Die Führung von FBI und Justizministerium hätten den „heiligen
       Ermittlungsprozess“ zugunsten der Demokraten politisiert, twitterte er.
       Damit ging der Präsident auch auf Konfrontationskurs mit FBI-Direktor
       Christopher Wray, den er selbst für das Amt ausgewählt hat. Wray ist
       Nachfolger des von Trump entlassenen James Comey.
       
       Der US-Präsident widersprach mit seinem Tweet dem Vorsitzenden des
       Repräsentantenhauses, dem Republikaner Paul Ryan. Der sagte, das Memo sei
       keine Anklage gegen das FBI oder das Justizministerium. Der Top-Demokrat
       des Ausschusses, Adam Schiff, legte das Gegenteil nahe: Trump suche nach
       einem Grund, den Sonderermittler Robert Mueller und den Vize-Justizminister
       Rod Rosenstein zu feuern. Allerdings wurde das Überwachungsmaterial
       erstellt, bevor Mueller sein Amt antrat.
       
       Trump erklärte am Freitag vor Journalisten, die Notizen seien dem Kongress
       geschickt worden. Was geschehen sei, sei eine Schande für das Land. „Viele
       Leute sollten sich schämen“. Auf die Frage, ob er Rosenstein noch vertraue,
       antwortete Trump: „Das können sie selbst herausfinden.“
       
       2 Feb 2018
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Schwerpunkt USA unter Donald Trump
 (DIR) Donald Trump
 (DIR) FBI
 (DIR) Republikaner
 (DIR) Russland
 (DIR) Schwerpunkt USA unter Donald Trump
 (DIR) USA
 (DIR) US-Demokraten
 (DIR) Donald Trump
 (DIR) Schwerpunkt USA unter Donald Trump
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Russische Beeinflussung der US-Wahl: Die Karten werden neu gemischt
       
       Nach mehr als einem Jahr turbulenter Ermittlungen des FBI liegt die erste
       Anklage vor. Sie veranlasst US-Präsident Trump zu einer Twitter-Salve.
       
 (DIR) Nach Attacken von US-Präsident Trump: Justizministerium verliert Spitzenfrau
       
       Nach nur neun Monaten schmeißt Bundesanwältin Rachel Brand ihr Amt hin. Sie
       nennt dafür keinen Grund, nimmt aber das Ministerium vor Trumps Tiraden in
       Schutz.
       
 (DIR) Vorwürfe gegen FBI in Russland-Affäre: Demokraten wollen Memo vorlegen
       
       Nach dem umstrittenen Geheimbericht der Republikaner könnte nun auch ein
       vertrauliches Dokument der Demokraten veröffentlicht werden.
       
 (DIR) Russland-Affäre der US-Regierung: Trump forderte Ende der Ermittlungen
       
       Seit Monaten untersucht das FBI die Russlandkontakte eines ehemaligen
       Trump-Beraters. Berichten zufolge versuchte der US-Präsident, die
       Ermittlungen zu beenden.
       
 (DIR) Nach dem Rauswurf von FBI-Chef Comey: Trump verwickelt sich in Widersprüche
       
       Er habe die Kündigung nicht auf Empfehlung des Justizministeriums
       ausgesprochen, sagt Trump. Seine Verwicklungen mit Russland seien erfunden.