# taz.de -- Terrorismus in den USA: Anschlag auf Muslime verhindert
       
       > Militante „Kreuzritter“ sollen einen Bombenanschlag auf Somalier in
       > Kansas vorbereitet haben. Das FBI verhaftete drei Verschwörer nach
       > monatelangen Ermittlungen.
       
 (IMG) Bild: Einen Anschlag auf dieses Gebäude sollen die Verdächtigen vorbereitet haben
       
       Washington dpa | Im US-Bundesstaat Kansas ist nach Behördenangaben ein
       Bombenanschlag auf Muslime verhindert worden. Drei festgenommene Männer
       werden verdächtigt, einen Wohnkomplex mit einer Moschee ins Visier genommen
       zu haben, wie das US-Justizministerium in der Nacht zum Samstag mitteilte.
       
       Im Zuge achtmonatiger Ermittlungen der Bundespolizeibehörde FBI seien die
       47 bis 49 Jahre alten Verdächtigen als Schlüsselfiguren einer militanten
       Gruppe namens „Die Kreuzritter“ („The Crusaders“) identifiziert worden.
       Ihnen werde Verschwörung zur Nutzung einer Massenvernichtungswaffe
       vorgeworfen.
       
       Die mutmaßlichen Extremisten hatten den Angaben zufolge eine Wohnanlage in
       der Kleinstadt Garden City im Westen von Kansas als Anschlagsziel
       ausgewählt, in der viele Somalier leben und beten. In dem Komplex gebe es
       auch eine von den Anwohnern genutzte Moschee. Den Ermittlungen zufolge
       wollten die Beschuldigten vier mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge an den
       vier Ecken der Wohnanlage abstellen und durch Zündung der Autobomben eine
       gewaltige Explosion auslösen.
       
       Laut der Mitteilung des Justizministeriums hatte ein Informant an den
       Treffen der „Kreuzritter“ teilgenommen und das FBI über die Pläne
       informiert. Demnach sollen die Männer neben Sprengstoff auch Schusswaffen
       und Munition gehortet haben. Einer von ihnen habe sich diese Woche mit
       einem verdeckten FBI-Ermittler getroffen und über Material zum Bombenbau
       gesprochen. Zusammen mit dem Anschlag sei die Veröffentlichung eines
       Manifests geplant gewesen, mit dem die Beschuldigten „die Menschen
       aufrütteln“ wollten.
       
       Laut dem Sender KWCH, einem CNN-Ableger, leben in dem Wohnkomplex 120
       somalische Flüchtlinge. Nach Auskunft der Justizbehörden hätten die
       Beschuldigten geplant gehabt, die Bomben am 9. November zu zünden – also
       einen Tag nach der US-Präsidentschaftswahl. Die Verdächtigen seien bereits
       einem Richter vorgeführt worden, hieß es in der Mitteilung des
       Justizministeriums. Im Falle einer Verurteilung drohe ihnen lebenslange
       Haft.
       
       16 Oct 2016
       
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