# taz.de -- SeaWorld gibt Spionageversuche zu: Mal eben bei Peta eintauchen
       
       > Lange schon beschuldigt die Tierschutzorganisation Peta den
       > Wasserparkbetreiber SeaWorld der Unterwanderung. Die Vorwürfe stimmen.
       
 (IMG) Bild: Fliegende Fische, spitzelnde Mitarbeiter: Bei SeaWorld ging‘s drunter und drüber.
       
       Orlando dpa | Nach monatelangen Spionage-Vorwürfen der
       Tierschutz-Organisation Peta hat der Vergnügungspark-Betreiber SeaWorld
       eingeräumt, Mitarbeiter als verdeckte Aktivisten eingesetzt zu haben.
       
       Im Zuge einer internen Ermittlung habe der Verwaltungsrat beschlossen, eine
       Praxis des Managements zu beenden, bei der sich Angestellte des
       Unternehmens als Tierrechtler ausgeben sollten. Das teilte Vorstandschef
       [1][Joel Manby am Donnerstag im Firmen-Blog mit.]
       
       Vorausgegangen waren [2][heftige Anschuldigungen von Peta], denen zufolge
       SeaWorld versucht haben soll, Mitarbeiter bei der Organisation
       einzuschleusen. Sie sollten die Tierschützer angeblich zu Straftaten
       anstiften, mit denen SeaWorld Peta dann hätte belasten können.
       
       SeaWorld habe ausschließlich Interesse daran gehabt, illegale Aktivitäten
       zu provozieren, sagte eine Peta-Sprecherin am Donnerstag. „Wir haben sie
       bei ihren dreckigen Tricks erwischt.“
       
       SeaWorld steht vor allem wegen seiner Orca-Shows seit Jahren in der Kritik.
       Für große Empörung über das Unternehmen sorgte der im Juli 2013 erschienene
       Dokumentarfilm „Blackfish“ (deutscher Titel: „Der Killerwal“), indem die
       Vorführungen der gedrillten Meeressäuger als skrupellose Ausbeutung der
       Unterhaltungsindustrie geschildert werden. Seaworld kündigte im November
       an, zumindest eine der umstrittenen Vorführungen einzustellen.
       
       Doch der Image-Schaden ist nicht mehr abzuwenden. Nach zwischenzeitlich
       deutlichen Rückgängen bei Besucherzahlen, Umsatz und Gewinn stabilisierten
       sich die Geschäfte im vergangenen Jahr zwar. Dennoch fiel im Schlussquartal
       ein Verlust von elf Millionen Dollar (etwa zehn Mio Euro) an, wie SeaWorld
       am Donnerstag mitteilte. Die Aktie des Unternehmens fiel im New Yorker
       Handel um gut neun Prozent.
       
       26 Feb 2016
       
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 (DIR) [1] http://seaworldcares.com/2016/02/seaworld-to-strengthen-companys-security-and-risk-management/
 (DIR) [2] http://www.peta.org/media/news-releases/peta-statement-seaworld-spy-tried-to-befriend-activists-incite-illegal-acts/
       
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