# taz.de -- Sonntagsspiele der Fussball-Bundesliga: Neuer Trainer, altes Leid
       
       > Schalke vergibt seinen Sieg gegen Leverkusen mit einem Eigentor (1:1).
       > Zwischen Wolfsburg und Augsburg fallen keine Tore. Borussia Dortmund
       > schlägt Stuttgart mit 4:1.
       
 (IMG) Bild: Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang erzielte zwei Tore für Dortmund
       
       DORTMUND/BERLIN dpa | Der FC Schalke 04 hat den möglichen Sieg beim
       Bundesliga-Tabellennachbarn Bayer Leverkusen unglücklich verpasst. Durch
       ein Eigentor von Sascha Riether in der 85. Minute zum 1:1 (0:0) sicherte
       sich die Werkself am Sonntagabend noch einen Punkt. Drei Tage nach dem
       1:0-Erfolg in der Europa League gegen Nikosia hatte Eric Maxim
       Choupo-Moting die Königsblauen in der 50. Minute erneut in Führung
       gebracht.
       
       Der VfL Wolfsburg kam zum Abschluss des 14. Spieltages der
       Fußball-Bundesliga nicht über ein 0:0 beim abstiegsbedrohten FC Augsburg
       hinaus. Dante sah vor 27 081 Zuschauer die Gelb-Rote Karte (85.). Mit
       nunmehr 25 Punkten ist der DFB-Pokalsieger aus Wolfsburg aber weiter erster
       Verfolger des enteilten Top-Duos Bayern München (40) und Borussia Dortmund
       (32). Bayer Leverkusen ist Tabellen-Sechster vor dem Hamburger SV und
       Leverkusen (alle 21).
       
       Der VfB Stuttgart hat gegen Borussia Dortmund seine Talfahrt auch fünf Tage
       nach der Trennung von Trainer Alexander Zorniger fortgesetzt. Unter der
       Regie von Interimscoach Jürgen Kramny kassierten die vom Abstieg bedrohten
       Schwaben am Sonntag beim 1:4 (1:2) die dritte Niederlage in Serie. Doch
       anders als bei den beiden deutlichen 0:4-Niederlagen zuvor gegen den FC
       Bayern und den FC Augsburg war ein Aufwärtstrend erkennbar.
       
       Dank der Tore von Gonzalo Castro (3. Minute), Pierre-Emerick Aubameyang
       (19./90.) und Georg Niedermeier (Eigentor/65.) festigte der BVB vor 81.359
       Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park nach zuletzt zwei
       Pflichtspiel-Niederlagen den zweiten Tabellenplatz. Den Treffer für den
       lange Zeit mutigen VfB erzielte Daniel Didavi (40.).
       
       Die im Vergleich zum 0:4 gegen Augsburg auf vier Positionen veränderte
       VfB-Startelf erwischte einen kapitalen Fehlstart und lag schon nach drei
       Minuten 0:1 hinten. Nach einem Fernschuss von Henrich Mchitarjan war
       VfB-Keeper Przemyslaw Tyton zwar noch zur Stelle. Doch der von ihm
       abgewehrte Ball landete auf dem Kopf von Castro, der aus kurzer Distanz
       seinen ersten Bundesliga-Treffer für den Club erzielte.
       
       Die frühe Führung gab der Borussia, die wieder mit dem noch am Donnerstag
       in Krasnodar geschontem Offensiv-Trio Pierre-Emerick Aubameyang, Marco Reus
       und Shinji Kagawa auflief, mehr Sicherheit. Zwar geriet sie auch ohne den
       diesmal pausierenden und zuletzt kritisierten Abwehrchef Mats Hummels
       kurzzeitig unter Druck, schlug aber mit einem neuerlichen Konter zu. Ein
       sehenswertes Zuspiel des starken Castro veredelte Aubameyang mit einem
       gefühlvollen Lupfer aus 14 Metern ins Tor. Es war der bereits 16.
       Saisontreffer des derzeit besten Bundesliga-Schützen.
       
       Dieser Doppelschlag war für die Schwaben nur schwer zu verarbeiten. Dennoch
       spielten sie weiter mutig nach vorn. So bot sich Didavi (28.) bei einem von
       BVB-Keeper Roman Bürki parierten Schuss die Möglichkeit zum
       Anschlusstreffer. Zudem rettete der Dortmunder Außenverteidiger Lukasz
       Piszczek nach schönem Solo von Timo Werner (40.) auf der Linie. Nur wenige
       Sekunden später wurde der VfB für seinen Elan doch noch belohnt. Nach
       Zuspiel von Filip Kostic drückte Didavi den Ball zum verdienten
       Anschlusstreffer über die Linie.
       
       Auch nach Wiederanpfiff erwies sich der VfB für die Borussia zunächst als
       unbequemer Gegner. Dennoch übernahm der BVB nun mehr und mehr die Regie und
       kam durch Aubameyang (50./62.) zu guten Chancen. Doch es passte ins Bild
       von einem vom Pech verfolgten Abstiegskandidaten, dass der Treffer zum 1:3
       durch ein Eigentor fiel. Nach Flanke von Marco Reus beförderte
       Innenverteidiger Niedermeier den Ball ins eigene Netz und besiegelte damit
       die bereits 10. Saisonschlappe der Schwaben. Erst danach dominierte der BVB
       die Partie, ging mit seinen Torchancen jedoch fahrlässig um. Erst kurz vor
       Schluss traf Aubemeyang zum 4:1-Endstand.
       
       29 Nov 2015
       
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