# taz.de -- Kolumne Kreaturen: Wissenswertes über Esel
       
       > Was ist die Lieblingsspeise der Esel? Vor wem beschützen sie die Schafe?
       > Und wie heißt nochmal der Bürgermeister einer kleinen westdeutschen
       > Stadt?
       
 (IMG) Bild: Hach, knuffig.
       
       1 Esel sind Unpaarhufer. So wie auch Nashörner und Tapire. Paarhufer sind
       beispielsweise Elefanten oder Kühe. Aber das kann sich ja doch wieder kein
       Schwein (Paarhufer) länger als zwei Minuten merken, was da was ist.
       
       2. Auf dem Rücken des Esels findet sich in der Regel ein sogenannter
       Aalstrich. Er hat die Form eines Kreuzes, was als göttliche Auszeichnung
       gilt, schließlich ist Jesus auf einem Esel nach Jerusalem eingeritten. Nun
       besagt eine Faustregel, dass Esel nur ein Viertel bis ein Fünftel ihres
       Körpergewichts tragen sollen, und Normalesel wiegen bloß 200 bis 300
       Kilogramm. Zum Glück bestand Jesus nur aus Licht und Knochen.
       
       3. Auf dem Rücken eines Aales findet sich in der Regel eine sogenannte
       Flosse.
       
       4. I-Aah aus „Pu, der Bär“ wird [1][auf winnie-puuh.disney.de] als „der bei
       allen beliebte, entzückend trübselige Esel“ beschrieben. „Entzückend
       trübselig“, über diese sensible Charakterisierung freut sich garantiert
       jeder mit Depressionen. I-Aahs Lieblingsspeise sind Disteln, sein Schwanz
       ist abnehmbar und geht manchmal verloren. Als Zitat von ihm ist
       überliefert: „Could be worse. Not sure how, but it could be.“
       
       5. Eine einfache Eselsbrücke: Bei Tierkreuzungen verrät der hintere
       Wortteil, welcher Art die Mutter angehört. Wie etwa beim Maultier.
       
       6. Okay, anders: Es gibt Maulesel, die aus anatomischen Gründen (stellen
       Sie sich das einfach mal vor) schwerer zu züchten sind, und eben Maultiere,
       auch Mulis und nur selten Maulpferde genannt. Während Maulesel wenig
       Vorteile bieten, sind Maultiere wahre Powertiere, sie vereinen die
       Trittsicherheit Ausdauer und Angstlosigkeit des Esels mit dem Tempo und der
       Leistungskraft der Pferde. Schon Darwin sagte über das Maultier: „Es macht
       mir den Anschein, dass hier die Kunst die Natur übertroffen hätte.“
       
       7. Weniger verbreitet sind Zebresel, Ebras und Zesel, auch Zebrules,
       Zedonks, Zebdonks oder Zonkeys genannt.
       
       8. Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf. Der Esel
       hält dafür Wölfe auf: Ein niedersächsischer Schäfer macht nun Versuche mit
       drei Eseln, die sich bei Gefahr für die Schafe den Wölfen entgegenstellen –
       ein Verfahren, das unter anderem auch in der Schweiz Anwendung findet. Nun
       darf man aber nicht zu viele Esel dafür nutzen, denn, wie Johannes Mitterer
       [2][bei Zeit Online schreibt]: „Erhöhten die Schweizer Hirten aber die Zahl
       der Esel, hingen diese zusammen rum und vernachlässigten ihre
       Schutzbefohlenen. Im Vergleich zu einem Pyrenäenberghund, einem
       Spezialisten unter den Herdenschützern, wirken Esel wie ein Trupp
       pflichtvergessener, rauchender Söldner.“
       
       9. Esel sind Paarhufer, genau wie Nashörner, Schweine und Katzen.
       
       10. Die amtierende Bürgermeisterin von Wesel heißt Ulrike Westkamp. Ihre
       Vorgänger seit 1808 sind, aufgezählt in umgekehrt chronologischer
       Reihenfolge: Schroh, Gründken, Schneider, Haubitz, Detert, Nakaten,
       Kräcker, Berckel, Fournell, Körner, Ebert, Groos, Borgers, Nohl,
       Poppelbaum, Fluthgraf, Baur, von Albert, Bang, van Calcker, Luck, Adolphi,
       Westermann.
       
       28 Nov 2015
       
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 (DIR) [1] http://winnie-puuh.disney.de/winnie-puuh-charaktere?bypass_cache=6
 (DIR) [2] http://www.zeit.de/2015/11/esel-woelfe-schafe-landwirtschaft
       
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 (DIR) Michael Brake
       
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       Sie haben einen tollen Tastsinn, leben in Rüdenkoalitionen und wohnen oft
       in Kassel. Von Harmonielehre verstehen sie hingegen fast gar nichts.