# taz.de -- Präsidentschaftskandidaten in den USA: Wer hat noch nicht, wer will noch mal
       
       > Bei den Republikanern wollen so einige gerne ins Weiße Haus. Nun hat
       > Scott Walker, Gouverneur in Wisconsin, seine Kandidatur offiziell
       > gemacht.
       
 (IMG) Bild: Volksnah kann er schon mal: Scott Walker nach seiner Ankündigung, Präsident werden zu wollen.
       
       Waukesha dpa/afp | Die interne Konkurrenz bei den US-Republikanern im
       Wettstreit um das Weiße Haus wird immer größer: Als 15. Kandidat kündigte
       Wisconsins Gouverneur Scott Walker am Montag seinen Eintritt ins Rennen um
       die Präsidentschaft an. „Ich bewerbe mich um das Amt des Präsidenten, um
       für das amerikanische Volk zu kämpfen und zu gewinnen“, teilte Walker über
       Twitter mit.
       
       Der Gouverneur des Bundesstaates Wisconsin gab seine Kandidatur am
       Montagnachmittag (Ortszeit) [1][bei einer Rede] offiziell bekannt. Bereits
       am Freitag hatte der 47-Jährige – womöglich versehentlich – eine
       entsprechende Mitteilung auf Twitter versendet und dann wieder gelöscht.
       
       Der 47-Jährige zählt zu den konservativeren Bewerbern im republikanischen
       Feld, in Umfragen liegt er derzeit in der Spitzengruppe. Der Vater von zwei
       Söhnen hat sich als Gewerkschaftsgegner einen Namen gemacht: Unmittelbar
       nach seiner Wahl zum Gouverneur 2011 schränkte er die Rechte von
       Angestellten im öffentlichen Dienst auf Tarifverhandlungen ein und kappte
       die Zuschüsse zu Renten und Gesundheitsvorsorge. Der Protest in Wisconsin
       war groß; der Staat im mittleren Westen gilt – auch bezüglich der
       Arbeiterbewegung – als linksliberal. Der Gouverneur strich außerdem
       staatliche Programme, senkte die Steuern und verschärfte die
       Abtreibungsgesetze.
       
       Aktuell steht er laut Umfragen an zweiter Stelle hinter dem
       republikanischen Kandidaten Jeb Bush, der direkt mit zwei Ex-Präsidenten
       verwandt ist. Zu den weiteren Konkurrenten gehören unter anderen die
       Senatoren Marco Rubio, Ted Cruz und Rand Paul. Erwartet wird zudem die
       Bewerbung von Ohios Gouverneur John Kasich.
       
       Bei den Demokraten ist die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton
       weiterhin die Favoritin.. Ihre innerparteilichen Gegner sind der Senator
       Bernie Sanders, der ehemalige Gouverneur von Maryland, Martin O‘Malley, und
       der frühere Senator und Ex-Gouverneur von Rhode Island, Lincoln Chafee. Am
       Donnerstag erklärte auch der frühere Senator von Virginia, Jim Webb, seine
       Präsidentschaftsbewerbung.
       
       14 Jul 2015
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] http://twitter.com/ScottWalker/status/620728448185544704
       
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