# taz.de -- Kommentar über Heister-Neumann: Rücktritt ist längst überfällig
> Anlässe gab es genug: Das "Turbo-Abi" an Gesamtschulen, das Kaputtsparen
> der so genannten Vollen Halbtagsschulen und den Lehrermangel in Fächern
> wie Physik, Mathematik und Sprachen.
(IMG) Bild: Grundschülern ist es wahrscheinlich egal, von wem sie unterrichtet werden – Hauptsache Spaß
"Frau Ministerin Heister-Neumann ist am Jahresende noch im Amt", orakelte
der Ministerpräsident im März. Schon da herrschte im "Bildungsland
Niedersachsen" das schiere Chaos. Fünf Monate später könnte sich Christian
Wulff tatsächlich als betriebsblinder Prophet entlarven.
Elisabeth Heister-Neumanns Rücktritt ist überfällig. Dazu brauchte man
nicht einmal die Bestätigung für ihr politisch motiviertes wie illegales
Mobbing gegen GEW-Chef Brandt. Die Juristin ist seit einem Jahr im Amt und
hat in dieser Zeit noch mehr Porzellan zerschlagen als Vorgänger Bernd
Busemann. Ihr Wirken kostete Staatssekretär Peter Uhlig (CDU) den Kopf und
die schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Ursula Körtner, derart
viele Nerven, dass sie hinwarf. Anlässe gab es genug: Das "Turbo-Abi" an
Gesamtschulen, das Kaputtsparen der so genannten Vollen Halbtagsschulen und
den Lehrermangel in Fächern wie Physik, Mathematik und Sprachen. Ein
Missstand, dem Heister-Neumann mit geschönten Statistiken,
Klassenteilungen, Pensionären, nicht fertig ausgebildeten Referendaren und
pädagogisch völlig unerfahrenen Hilfstruppen entgegentrat.
Jüttner und all die Schüler, Eltern und Verbände, die zu Zehntausenden
demonstrierten, haben Recht: Elisabeth Heister-Neumann ist die
gestaltgewordenen Bankrotterklärung der christliberalen Schulpolitik.
18 Aug 2009
## AUTOREN
(DIR) Michael Quasthoff
## TAGS
(DIR) Schule
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hat.