# taz.de -- Lafo und Sahra: Da geht doch was!
       
       > Affären sind, o, là, là: dunkel, schmutzig, skandalös. Jetzt sollen Oskar
       > Lafontaine und Sahra Wagenknecht was am Laufen haben. Können die sich das
       > leisten?
       
 (IMG) Bild: Sollen eine Affäre haben: Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine.
       
       Das politische Berlin munkelt seit Jahren darüber, dass der
       Ex-Fraktionschef der Linken im Bundestag und die Wortführerin der
       Kommunistischen Plattform mehr als nur die politische Linie verbindet. Aber
       jetzt hat es der Spiegel groß rausgebracht. Tenor: Lafontaines Hin und Her
       zwischen Berlin und seiner Heimat, dem Saarland, nach der Bundestagswahl im
       September sei gar nicht politisch begründet gewesen, sondern einzig privat.
       Weil es da in Berlin "das schönste Gesicht des Kommunismus" gibt, aber zu
       Hause Ehefrau Christa Müller darauf pocht, Ehefrau zu bleiben. Das ist
       Wählerbetrug, sagt der Spiegel. Das ist ein Skandal!
       
       Egal, was dran ist an der Geschichte, und egal, ob das Private in diesem
       Fall besonders politisch ist, stellt sich eigentlich nur eine einzige
       Frage: Warum kommt das Gerücht ausgerechnet jetzt aufs Tapet? Weil
       Journalisten endlich wieder etwas gefunden haben, mit dem sie der
       Linkspartei ans Bein pinkeln können? Gut möglich. Aber die Linkspartei
       bietet auch sonst genug Stoff, aus dem Debatten sind. Wer könnte also ein
       Interesse daran haben, Lafo und Sahra etwas Dunkles, Schmutziges,
       Skandalöses anzudichten? Auch dazu gibt es wilde Spekulationen. Als Affäre
       bezeichnet man nämlich nicht nur ein Liebesverhältnis, sondern auch einen
       politischen Skandal. Und der soll von der Linken selber kommen. Es heißt,
       Dietmar Bartsch soll an Lafontaines Stelle rutschen wollen. Bartsch selbst
       dementiert das gegenüber der taz: "Ich will Bundesgeschäftsführer bleiben."
       
       Ja, was soll ein Stratege wie er auch anderes sagen? Etwa so etwas wie: Die
       Causae Lafontaine und Wagenknecht beschäftigen uns schon länger, und das
       nicht erst seit Monaten und das vor allem politisch. Beide schlagen immer
       wieder quer, das nervt!
       
       Vor Jahren, als Sahra Wagenknecht heiratete, wurde es eine Zeitlang still
       um die Kommunistin. Viele hatten gehofft, dass sich ein Parteiproblem auf
       diese unfeministische Weise von selbst erledigt hatte. Aber Sahra kam
       wieder. Und auch Oskar lässt sich nicht einfach so wegschicken. Aber mit
       einer Affäre könnte jetzt die Chance gekommen sein, beide Störenfriede mit
       einem Schlag loszuwerden.
       
       16 Nov 2009
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Simone Schmollack
       
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