# taz.de -- Stadtentwicklung: Durchbruch am Mauerpark
       
       > Der Mauerpark zwischen Mitte und Prenzlauer Berg wird verbreitert.
       > Wohnbauten am Nord- und Südende. Damit endet ein jahrelanger Streit um
       > den Ausbau.
       
 (IMG) Bild: Bekommt mehr Platz für Musiker und sonstige Grasfans: Mauerpark in Berlin
       
       Für den umstrittenen Ausbau des Mauerpark gibt es ein neues Konzept. Der
       Park soll im Mittelteil verbreitert werden, Neubauten auf dem bisher als
       Gewerbefläche genutzten Areal sind nur noch nördlich des Gleimtunnels und
       am Südende des Parks geplant. Das sieht ein Bebauungsplanentwurf vor, den
       am Mittwochabend der Stadtentwicklungsausschuss der
       Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte beschlossen hat.
       
       Der Park entlang der einstigen Mauer zwischen den Stadtteilen Wedding und
       Prenzlauer Berg war bereits in den 90er-Jahren angelegt worden.
       Ursprünglich sollte er den Mauerstreifen im Osten und das westlich der
       Grenze liegende Bahngelände umfassen. Die Allianz Umweltstiftung hatte
       dafür 4,5 Millionen Mark bereitgestellt - unter der Bedingung, dass die
       Grünfläche bis zum Jahr 2010 auf mindestens 10 Hektar anwächst. Bis heute
       wurden jedoch nur 8 Hektar auf der Prenzlauer-Berg-Seite realisiert. Der
       Eigentümer der Westhälfte wollte sein Grundstück nicht einfach hergeben.
       Zum Kauf fehlten Land und Bezirken das Geld.
       
       Als Kompromiss hatte der für den Westteil zuständige Baustadtrat von Mitte,
       Ephraim Gothe (SPD), [1][noch im Sommer 2009 vorgeschlagen], entlang der
       Kante zum Wedding einen Riegel aus sechs- bis siebengeschossigen Häusern
       zuzulassen. Dagegen hatten Anwohnerinitiativen heftig protestiert.
       
       Der neue Vorschlag wurden zusammen mit Anwohnern und den Bezirksgrünen
       erarbeitet. Die zulässige Bebauung wird insgesamt reduziert und örtlich
       konzentriert. Sie soll vor allem nördlich des Gleimtunnels entstehen. Dort
       seien allein 15 Grundstücke für bewohnerorientierte Baugruppen vorgesehen,
       sagte Gothe. Der Park kann nun um 6 auf insgesamt 14 Hektar erweitert
       werden. Vor allem im viel genutzten Mittelbereich wird er auf die maximal
       mögliche Breite ausgebaut (siehe Karte). Nicht nur die von Anwohnern
       kritisierte Abriegelung zum Wedding ist vom Tisch. Gothe will "noch vor
       Beginn der eigentlichen Baumaßnahmen" einen ersten Durchbruch zum Wedding
       errichten - per Fußweg in Höhe der Lortzingstraße.
       
       Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD)
       
       28 Jan 2010
       
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