# taz.de -- Opel-Betriebsratschef Einenkel: "Wir stehen zusammen"
       
       > Kurzarbeit und Altersteilzeit wären okay, sagt der Bochumer Betriebsrat,
       > aber Jobverluste nicht. Betriebsratschef Einenkel ist sich sicher: CDU,
       > SPD und die Ministerien, alle werden Opel Bochum unterstützen.
       
 (IMG) Bild: Arbeiter auf dem Weg zu ihrer nächsten Schicht bei Opel in Bochum.
       
       taz: Herr Einenkel, warum wirkten Sie nach der Verkündung der Sparpläne von
       General Motors so erleichtert? 
       
       Rainer Einenkel: Ich würde es nicht erleichtert nennen, aber zumindest war
       ich nicht überrascht. Die Pläne, in Bochum 1.800 Arbeitsplätze abzubauen,
       kennen wir schon lange. Für uns ist es außerdem sehr wichtig, dass wir als
       Standort keinen Verteidigungskampf mehr führen müssen. General Motors
       wollte bisher fünfmal das Bochumer Werk schließen. Davon ist jetzt immerhin
       keine Rede mehr.
       
       Hört sich fast nach einem Schulterschluss mit GM an. 
       
       Die Kürzungspläne werden wir nicht akzeptieren. Es darf keine
       betriebsbedingten Kündigungen geben. Unser Ziel ist es, die
       Beschäftigtenzahl zu halten. Dafür würde ich auch Kurzarbeit und
       Altersteilzeit in Kauf nehmen. Der Vorteil daran wäre, dass sich die
       stabile Stellenzahl für das Unternehmen nur rechnet, wenn auch viel im Werk
       produziert wird. So könnten wir womöglich noch mehr Arbeit bei uns binden.
       
       Was werden Ihre Kollegen an anderen Standorten sagen? 
       
       Es geht nicht darum, das Bochumer Werk auf Kosten anderer zu bevorteilen.
       Aber es darf auch nicht andersherum laufen. So wollen wir den Astra Caravan
       nicht sofort bauen. Sonst bekäme das englische Werk Probleme, das das
       Modell zurzeit herstellt. Aber wenn er in Deutschland gebaut wird, dann in
       Bochum. Diese Zusage ist uns wichtig.
       
       GM meint, das geht auch mit weniger Personal. 
       
       Wir haben es in Bochum bisher durch unsere Verhandlungsstrategie geschafft,
       eine relativ hohe Beschäftigtenzahl zu halten. So arbeiten hier zurzeit 700
       Personen, die es nach Ansicht von General Motors nicht mehr geben dürfte.
       Mit dem Vorwurf, wir würden uns auf hohem Niveau absichern, kann ich als
       Betriebsrat gut leben.
       
       Wie wollen Sie Druck machen? 
       
       Ich hatte Gespräche mit Ministerpräsident Rüttgers, mit SPD-Chefin Kraft
       und mit Wirtschaftsministerin Thoben. Bei einer Gefährdung stehen wir
       zusammen. Opel Bochum hat eine wichtige Bedeutung für die Region und den
       Markt.
       
       11 Feb 2010
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Moritz Schröder
       
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