# taz.de -- Google Street View: Mit einem Klick ins WM-Stadion
       
       > Google hat seinen Dienst Street View auf Südafrika ausgeweitet. Jetzt
       > können sich Nutzer direkt auf den Rasen der WM-Stadien klicken. Das
       > Street-View-Dreirad macht es möglich.
       
 (IMG) Bild: So siehts aus: Das Soccer-City Stadium in Johannesburg.
       
       BERLIN taz | Mit Google Street View können Nutzer noch vor dem offiziellen
       Anpfiff zur WM die Fußballstadien in Südafrika virtuell betrachten – wenn
       auch die Zuschauerränge noch leer sind. Sieben der insgesamt zehn Stadien
       hat Google in seinen Dienst integriert. Wer klickt, landet mitten im Feld
       und kann mit Hilfe des kleinen Google-Männchens auf Erkundungstour gehen.
       
       Der Daheim-Gebliebene kann den 360-Grad-Rundumblick neben dem Fußballrasen
       des [1][Soccer-City-Stadions] auf sich wirken lassen sowie virtuell ein
       bisschen durch Johannesburg schlendern oder einmal rund um das
       [2][Moses-Mabhida Stadium] laufen und später einen Blick auf die Küste von
       Durban werfen.
       
       Wer aber aufmerksam ist, kann viele kleine Details auf den Google-Bildchen
       entdecken. Bauarbeiter vor den Stadien, die die letzten Mängel vor dem
       Eröffnungsspiel am Freitag beseitigen, Rasensprenger, die das grüne Feld
       bewässern oder interessierte Zuschauer, die den Google-Mitarbeiter auf dem
       Street View Dreirad beobachten, der mit der Googlekamera auf dem
       Gepäckträger alle wichtigen Winkel filmt.
       
       So schön diese Bilder auch sein mögen: Google wurde zuletzt immer wieder
       für Street View international kritisiert. Nach tausenden von Klagen aus
       Deutschland aufgrund der Aufzeichnung von privaten Daten aus WLAN-Netzen
       ordnete Anfang Juni auch Australien eine Untersuchung wegen mutmaßlicher
       Verletzung der Privatsphäre von Internetnutzern an. Da laut Statistischem
       Bundesamt der Anteil der Internetnutzer in Südafrika allerdings nur bei
       rund 10 Prozent liegt (Zahlen von 2008) – in Deutschland waren es 2009 rund
       70 Prozent – und der Google-Dienst dort erst vor wenigen Tagen gestartet
       ist, bleiben die Reaktionen noch abzuwarten.
       
       Google hat außerdem 3D-Modelle der zehn Stadien und die Städte Rustenburg,
       Nelspruit, Polokwane, Kapstadt, Durban, Pretoria, Port Elizabeth,
       Bloemfontein und Johannesburg entworfen. Diese können mit Google Earth
       angeschaut werden. Zur Ansicht muss allerdings erst das nötige Plug-in von
       Google heruntergeladen werden.
       
       9 Jun 2010
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] http://goo.gl/maps/KjQ2m
 (DIR) [2] http://goo.gl/maps/wC5rJ
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Janine Schneider
       
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