# taz.de -- Berliner SPD stellt Wahlkampfroute vor: Gute Arbeit, Integration und mehr als 30 Prozent
       
       > Der Regierende Bürgemeister Klaus Wowereit stimmt seine Partei bei einer
       > Klausurtagung auf den Wahlkampf 2011 ein.
       
 (IMG) Bild: Klaus Wowereit (rechts) und Berlins SPD-Chef Michael Müller nach der Klausursitzung am Samstag
       
       Ungeachtet der Konkurrenz durch die erstarkten Grünen will die SPD bei der
       Abgeordnetenhauswahl 2011 wieder stärkste Partei werden. Klaus Wowereit
       (SPD) sagte am Samstag, er wolle Regierender Bürgermeister bleiben, dafür
       kämpfe er. Zu Spekulationen über seine politische Zukunft im Falle einer
       Wahlniederlage sagte der SPD-Politiker, er mache sich "keine Sorgen". Als
       Wahlziel gab er "30 plus x" aus. Bei der Wahl 2006 war die SPD mit 30,8
       Prozent der Stimmen stärkste Kraft geworden. Wowereit steht seit Anfang
       2002 einer rot-roten Koalition vor.
       
       Zuvor hatte der rund 40-köpfige SPD-Vorstand auf einer Klausurtagung die
       grobe Marschroute für den Wahlkampf 2011 festgelegt. Dabei werde sich die
       SPD nach seinem Vorschlag auf zwei Schwerpunkte konzentrieren, sagte
       Wowereit. Es gehe es um die Themen "Gute Arbeit schaffen" und "Für sozialen
       Zusammenhalt, Teilhabe und Integration kämpfen".
       
       Die SPD sei die Partei, die Politik für die gesamte Stadt mache und
       niemanden ausgrenze, betonte der Regierungschef, der den Senat seit Juni
       2001 leitet. "Wir suchen ein Zukunftsbündnis mit allen Berlinerinnen und
       Berlinern, die nicht nur an einen Teil dieser Stadt und ihrer Menschen
       denken, sondern die das ganze Berlin voranbringen wollen", schrieb Wowereit
       in einem zwölfseitigen Papier, das er zur Klausur vorlegte.
       
       Am Montag treffen sich die Sozialdemokraten zu einer weiteren
       Ideenkonferenz unter dem Motto "Hauptstadt im Gespräch". Thema der
       Veranstaltung ist die "Verantwortung für das Gemeinwesen - öffentliche
       Daseinsvorsorge und Rekommunalisierung". Dabei geht es um die Frage, wie
       statt ausschließlichen Renditedenkens der öffentliche Einfluss in
       privatisierten und teilprivatisierten Unternehmen wie Gasag oder Berliner
       Wasserbetriebe (BWB) wieder verstärkt werden kann. (dpa, dapd, taz)
       
       25 Oct 2010
       
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