# taz.de -- Asylsuchender Wikileaks-Gründer: Assange will nicht zum Rapport
       
       > Die Botschaft Ecuadors ist das aktuelle sichere Haus des
       > US-amerikanischen Cyber-Enemies Nr. 1 Julian Assange. Er will es nicht
       > verlassen, auch wenn die britische Polizei ihn vorlädt.
       
 (IMG) Bild: Im ecuadorianischen Quito demonstrieren Aktivisten für Freiheit und Asyl des weltweit meistgesuchten Whistleblowers.
       
       LONDON dapd | Der Wikileaks-Gründer Julian Assange will sich einer
       Aufforderung zum Rapport bei der britischen Polizei am Freitag nach eigenen
       Angaben voraussichtlich widersetzen.
       
       Nach Auffassung seiner Berater stehe das Asylrecht national wie
       international über dem Auslieferungsrecht, sagte der in die ecuadorianische
       Botschaft in London geflüchtete 40-Jährige.
       
       Der Gründer der Enthüllungsplattform will seine Auslieferung nach Schweden
       verhindern, wo er zu Vergewaltigungsvorwürfen befragt werden soll. In
       Großbritannien hat er alle Rechtsmittel dagegen ausgeschöpft. Die Regierung
       in Ecuador prüft nach eigenen Angaben einen Asylantrag von Assange.
       
       29 Jun 2012
       
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