# taz.de -- Kommentar: Tarif-Einigung bei Damp Kliniken: Die Politik muss handeln
> Der Tarifkonflikt bei den Damp Kliniken zeigt, dass politischer
> Handlungsbedarf besteht, weil es gefährlich ist, wenn Rendite das Handeln
> der Klinik-Manager bestimmt.
(IMG) Bild: Dieser Streik hat sich gelohnt: Die Beschäftigten der Damp-Einrichtungen bekommen mehr Lohn.
Der Tarifkonflikt bei den Damp Kliniken ist kurz vor einer endgültigen
Eskalation doch noch mehr oder weniger am Verhandlungstisch beigelegt
worden. Das ist gut so und daher kein Wunder, dass beiden Tarifkontrahenten
ein Stein vom Herzen fällt.
Denn der Helios-Konzern hatte hoch gepokert und sich an den Rand der
Illegalität manövriert. 1.000 Mitarbeitern einer Servicegesellschaft zu
kündigen, nur weil sie vom Grundrecht auf Streik Gebrauch machen, wäre ein
klarer Verfassungsbruch gewesen. Von irgendwelchen strafrechtlichen oder
arbeitsrechtlichen Folgen ganz zu schweigen. Das hätte nämlich die Politik
auf den Plan rufen müssen, zu intervenieren.
Für die Gewerkschaft Ver.di ist der Tarifkonflikt sicher als Erfolg zu
verbuchen – nicht nur aus finanziellen Gründen für die Mitglieder in den
Damp-Kliniken. Es ist der Gewerkschaft gelungen, den Service-Mitarbeitern
bei dem Umstrukturierungsprozess des Konzerns, der nun mal zur
unternehmerischen Freiheit in dieser Republik gehört, eine Perspektive zu
geben und die Jobs zumindest für einige Zeit zu sichern.
Der Tarifkonflikt bei Damp hat aber auch der Öffentlichkeit sehr
anschaulich gemacht, wie gefährlich es für Klinikangestellte und Patienten
ist, wenn in der Klinikbranche die Renditen der Aktionäre das Handeln der
Klinik-Manager bestimmen. Da besteht also für die Politik enormer
Handlungsbedarf.
4 Jul 2012
## AUTOREN
(DIR) Kai von Appen
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Der Tarifkonflikt bei den Damp-Kliniken ist beigelegt. Die 1.000
Kündigungen in der Servicegesellschaft sind vom Tisch, eine
Beschäftigungssicherung für mindestens 18 Monate wurde vereinbart.