# taz.de -- was fehlt ...: ... Muddaschpròòch
       
       > An diesem Mittwoch wird auf der ganzen Welt der Tag der Muttersprache
       > begangen. Erfunden wurde der Tag in Pakistan. Getrauert wird vor allem in
       > Saarbrücken...
       
 (IMG) Bild: Zweisprachigkeit? Das sparen sich die Länder lieber.
       
       Im Jahr 1952 beschloss das Regime in Pakistans die Ernennung von Urdu zur
       alleinigen Amtssprache, obwohl es nur für drei Prozent der Bevölkerung
       Muttersprache war. Bei Protesten gegen diesen Schritt schoss die Polizei
       gar auf Demonstranten, Leute starben.
       
       [1][Laut Wikipedia finden in Saarbrücken grenzüberschreitende
       Muttersprache-Veranstaltungen mit dem Titel „muddaschpròòch“ statt.] Die
       unter anderem im Saarland gesprochenen Mundarten, das Moselfränkische und
       das Rheinfränkische, zählen zu den von der UNESCO benannten bedrohten
       Sprachen. Interessant ist die Aussage von Reinhard Goltz, Geschäftsführer
       am Institut für niederdeutsche Sprache in Bremen anlässlich des hohen
       Feiertags: „Es geht nicht um Kommunikation. Sprache ist ein Ausdruck
       kultureller Identität.“
       
       Wir sind eben alle so unglaublich gebrainwasht, dass wir gar nicht mehr
       checken, dass unsere kulturelle Identität lost ist. What the fuck?
       (wikipedia, dpa, akr)
       
       21 Feb 2013
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] http://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Tag_der_Muttersprache
       
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