Post B9jnccluu3unW3M8TQ by domodak
(DIR) More posts by domodak
(DIR) Post #B9jnccluu3unW3M8TQ by domodak
0 likes, 0 repeats
https://www.nachdenkseiten.de/?p=155263Ist Ihnen auf dem Kriegsschiff auch in den Fuß geschossen worden?Ja, nachdem sie das Deck geflutet haben. Das wollte ich nutzen, um mir die Füße zu waschen. Auf einmal haben sie ohne Vorwarnung auf mich geschossen. Es hat einen Schlag getan. Beim ersten Mal haben sie ein gelbes Säckchen mit kleinen Kügelchen auf mich geschossen [Anmerkung der Autoren: sog. Beanbag-Munition]. Ich bin erschrocken und es tat heftig weh. Eine Stunde später habe ich den anderen Aktivisten den Soldaten zeigen sollen, der auf mich geschossen hat. Es war „das Arschloch“. In dem Moment hat er wieder sein Gewehr gezückt und auf mich gezielt. Daraufhin habe ich einen Riesensatz gemacht und herumgefuchtelt, sodass er mich nicht erwischt hat.Einmal pro Tag wurde uns gesagt, wir sollten aufräumen. Das sah so aus: Die Soldaten kamen aus dem Foltercontainer und haben sich wie eine Wand mit ihren Schutzschildern und Gewehren aufgestellt. Sie haben uns angeschrien und ohrenbetäubende Blendgranaten auf uns geworfen. Danach wurden je zwei nach vorne gerufen, haben eine Tüte bekommen und sollten Müll einsammeln. Allerdings gab es den kaum, weil wir alles recycelt haben. Ich habe mir aus Plastikflaschen zum Beispiel einen Schutz für meinen Fuß gebaut. Was am meisten zurückgegangen ist, war tatsächlich Brot, weil sich viele von uns im Hungerstreik befanden.Bei einer solchen Aufräumaktion hat ebenjener Soldat, der wahrscheinlich ein Scharfschütze war, mir zum zweiten Mal in den Fuß geschossen – durch zwei Reihen von Menschen hindurch. Das hat richtig gescheppert. Er hat es geschafft, direkt neben die Ferse zu treffen. Und das war alles noch an Tag eins …Und dann?Von da an bin ich nur noch einbeinig gehüpft. Dadurch bin ich natürlich aufgefallen. Das heißt, wenn ich zu langsam war oder nebendran gehüpft bin – wir waren immer gefesselt und in Reih und Glied –, haben die israelischen Soldaten meinen Fuß getreten. Wenn ich in Zwangshaltung war und sie vorbeigelaufen sind, haben sie draufgetreten. Je mehr mein Problem mit der Zeit sichtbar wurde, desto mehr haben sie ihn getreten. Der Fuß ist ja wahnsinnig angeschwollen, der komplette Knochen ist zertrümmert. Sie sind immer auf die Schwächsten losgegangen. Nachts haben sie auch Leute herausgeholt, fertiggemacht und dann wieder in den Hof geschmissen.Es wäre eindeutig dringend notwendig, dass "Die Welle" von Morton Rhue Pflichtlektüre an israelischen Schulen wird.Stichwort "Lernen aus der Vergangenheit".:puke: Abgesehen von den Schikanen: Fällt es Ihnen schwer, wieder zurück zu sein?Sagen wir es so: Ich bin fast jeden Tag auf einer Demo und spreche darüber, wie sehr ich mich für Deutschland und seine Politik schäme. Jetzt, wo ich auch gesehen habe, was für Leute diese Waffen in der Hand halten … Ich dachte immer, wenn ich sie mal gesehen habe, verstehe ich vielleicht mehr. Aber irgendwie verstehe ich die Welt jetzt noch weniger.Das ist verständlich nachdem sich der Soldat bei ihm für seine Waffe aus Deutschland bedankt hat.