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Nachdem ich schon die letzten Tage nicht wirklich dazu gekommen bin, den Urlaubstag hier zu dokumentieren, mache ich das zumindest bei dem heutigen wunderschönen Tag:Los ging es in Dornbirn mit relativ profanem Vorarlberger Verkehrsmitteln. Erster Zug war der EuroCity Transalpin, der aktuell mit Bauzugnummer, über St. Gallen und Dornbirn und nur bis Innsbruck fährt. Anschließend ging es weiter über die Montafonerbahn bis Schruns und ab dort mit dem Bus.
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Erstes Ziel ist die Vermuntbahn, die in Partenen (1038 m) beginnt. Normalerweise fährt diese im Sommer nur für Personal der oberhalb von Partenen gelegenen Kraftwerke.Da die Silvretta-Hochalpenstraße, die von Partenen bergauf führt, wegen Murenabgängen noch bis etwa 2030 gesperrt ist, wurde die sonst nur im Winter für die Öffentlichkeit zugängliche Vermuntbahn auch im Sommer geöffnet.Die Kapazität der Bahn ist allerdings beschränkt, etwa viermal pro Stunde werden maximal 44 Fahrgäste befördert. Insbesondere hat die Bahn nur eine Kabine.Unterwegs sieht man noch die Europatreppe 4000, die längste Treppe Europas. Bevor es 1994 die Seilbahn gab, führte ein Schrägaufzug den Berg hinauf; die Europatreppe 4000 ist die frühere Diensttreppe dieses Schrägaufzugs.
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An der Bergstation (1731 m) stehen zwei Mercedes Sprinter zur Weiterfahrt bereit. Diese fahren anschließend durch einen gut 2 km langen Tunnel, durch den man weder zu Fuß, noch mit dem Fahrrad noch mit dem Privat-PKW fahren darf. Größere Fahrzeuge als solche Mercedes Sprinter würden auch gar nicht durch den Tunnel passen.Der Tunnel endet an der Silvretta-Hochalpenstraße, aber oberhalb des gesperrten Abschnitts. Der Bus fährt noch Rest der Silvretta-Hochalpenstraße vorbei am Vermunt-Stausee bis zum Silvretta-Stausee.
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Oben am Silvretta-Stausee endet der Bereich, der noch in die Nordsee entwässert. Direkt am Silvretta-Stausee liegt die Bielerhöhe (2037 m) als Pass, dahinter fließt alles Wasser Richtung Schwarzes Meer.Ab hier beginnt jetzt wieder regulärer Nahverkehr; wir wechseln jetzt aber in den Tiroler :vvt:. Auf der jetzt folgenden Fahrt mit dem Bus hinunter nach Ischgl kam immer mal wieder Hass auf Mitmenschen auf, sei es weil man sich im Bus immer wieder an Haltewunschtasten festhält obwohl man nicht aussteigt, oder weil Autos im Bummeltempo vor dem Bus fahren (aber auch so mittig auf der Straße, dass nicht überholt werden kann).
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Der Bus fährt bis Landeck, doch ich steige in Ischgl schon aus. Dort blättere ich noch 48 € für die restlichen Seilbahnen des Tages hin. Los geht es mit der Silvrettabahn, die von Ischgl (1360 m) über eine Zwischenstation auf die Idalp (2321 m) fährt. Für eine Gondelbahn sind die Spannweiten und die Höhen relativ hoch, sodass für eine verbesserte Stabilität bei Wind die Bauform als Funitel mit zwei parallelen Seilen gewählt wurde.
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Auf der Idalp konnte man bei der Gratbahn gerade dabei zusehen, wie das Seil gewechselt wurde. Anschließend ging es nach einem kurzen Spaziergsng zur Filmjochbahn. Diese fährt als 8er-Sessellift von der Idalp (2298 m) auf das Filmjoch (2752 m). Dabei gibt es auch eine gemeinsame Stütze mit der Höllbodenbahn; solche gemeinsame Stützen kreuzender Bahnen habe ich heute noch an zwei anderen Stellen entdeckt.Die Vegetation wurde immer geringer und gerade bei den Stützen, die mitten in Geröllfeldern stehen, frage ich mich schon, wie da die Fundamente aussehen...
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Auf dem Filmjoch angekommen ist man auch direkt an der Grenze zwischen Österreich und Schweiz. Während der österreichische Zoll hier oben sogar einen Container hat, war vom sonst so eifrigen Schweizer Zoll nichts zu sehen.Auf der Schweizer Seite geht es direkt weiter mit der Filmsattelbahn vom Filmjoch (2752 m) hinunter zur Alp Trida (2262 m). Hier handelt es sich um einen 4er-Sessellift. Interessanterweise wurde bei dieser Talfahrt nirgendwo die Fahrkarte kontrolliert.
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Es folgt noch eine etwas kürzere Fahrt. Von der Alp Trida (2272 m) geht es mit der Alp Trida Sattelbahn wieder bergauf auf den Alptrider Sattel (2500 m). Um nicht wiederholend zu werden, kommen nach den 8er- und 4er-Sesseln jetzt noch 6er-Sessel.
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Den Abschluss bildet die Luftseilbahn nach Samnaun, die vom Alptrider Sattel (2510 m) hinunter ins Tal nach Samnaun (1790 m) führt. Die Höhe über Grund war hier wirkich beeindruckend. Hier gibt es eigentlich zwei Seilbahnen direkt nebeneinander, wobei die westliche eine mit doppelstöckigen Kabinen ist. Diese wird jedoch im Sommer 2026 modernisiert, sodass nur die einstöckige östliche Seilbahn fährt. Im Gegensatz zu den anderen Seilbahnen muss ich hier auch wirklich mal etwas warten; man fährt nur zur vollen und halben Stunde. Dementsprechend ist es auch etwas voller.
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Von heir aus geht es dann mit dem Graubündener Postauto :postauto: 921 bis Pfunds, Katejansbrücke. Der Ticketkauf am Automaten im Bus klappt problemlos. Unterwegs kommt man dank einer Baustelle auch noch in den Genuss des Rückwärtsgangs.An der Katejansbrücke entscheide ich mich gegen ein spontanes Bad im Badesee des Campingplatzes (wie sich später herausstellt ein Fehler) und steige in den Tiroler Bus :vvt: 210 nach Nauders. Dort endet der Tag für mich.Zum Schluss noch herzlichen Dank an @timstrutzi für die Idee für diesen wunderschönen Trip über die Alpen!https://zug.network/@timstrutzi/115877616592166683
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Ansonsten war ich bei den Bergbahnen in Ischgl/Samnaun etwas darüber verwundert, wie wenig dort los war. Es waren nur genau die fünf Bahnen offen, mit denen ich auch gefahren bin. Bei den anderen Bahnen waren vielerorts Wartungsarbeiten erkennbar, bei vielen aber auch gar nichts.Die fahrenden Bahnen waren (bis auf die Luftseilbahn Samnaun) nur zu gut 5 % ausgelastet. Dass hier der Fokus auf dem Winter liegt ist klar, aber dass der Sommer derart schwach ist...