Post Acb0e35N5mFBtk9jHs by 9Lukas5@mastodontech.de
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(DIR) Post #AcZE1ZIhV4cyxZm6hk by arthurdent@troet.cafe
2023-12-07T05:57:44Z
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#gutenmorgenBevor ich hier erneut einen #rant über #Verantwortungslosigkeit, #MiniNapoleons und die #GdL ablasse: Weiß jemand, ob es in den Verhandlungen auch über Einstellungs- und Ausbildungsoffensiven ging? Und wenn ja, mit welchem Ausgang? Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass da eine „Kernforderung“ bestreikt wird, die gegenwärtig nicht erfüllbar ist. Das traue ich -bei allem Misstrauen- nichtmal #Weselski zu. #erstmalKaffee
(DIR) Post #AcZE1aXct4A2o9lXbk by wauz@mastodon.bayern
2023-12-07T13:14:36Z
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@arthurdentDie GdL ist faktisch die einzige Gewerkschaft, die handelt, wie es einer Gewerkschaft zukommt.Man versucht, eine Gewerkschaft zu delegitimieren, indem man den gewählten Vorsitzenden desavouiert.Wäre da nicht die GdL, würden DGB-Gewerkschaften aus lauter Verantwortlichkeit (für die eigenen Aktienpakete) weiterhin Lohnsenkungen tariflich vereinbaren.
(DIR) Post #AcZG9sXu1xrosAyZlI by arthurdent@troet.cafe
2023-12-07T13:38:32Z
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@wauz Das stimmt soweit. Meine Frage zielt auf etwas anderes: Eine 35-Stunden-Woche ist bei den Lokführern z. Zt. nicht möglich, da es einfach nicht genug Lokführer gibt. Wenn also nicht Verbindlich über Einstellung und Ausbildung verhandelt wird, ist diese „Kernforderung“ nur vorgeschoben und kann als Carte Blanche für beliebige Streiks verwendet werden, und das wäre eindeutig zu Lasten der Allgemeinenheit und würde alle anderen Gewerkschaften diskreditieren.
(DIR) Post #AcZHzzh4ne2w3QgIoi by wauz@mastodon.bayern
2023-12-07T13:59:09Z
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@arthurdentIch sehe das als strategische Forderung, im Gegensatz zu einer taktischen Forderung. Jetzt hart über eine 35-h-Woche zu verhandeln, setzt einen Zwang, die Personalsituation anzupacken. Das ist auch in Hinsicht auf eine Ausweitung des Schienenverkehrs aus Umweltschutz ganz wesentlich.Der DGB hat sich in den 1990ern über den Tisch ziehen lassen, als sie im Austausch den Tarifschutz für die "Nebentätigkeiten" gegen Privilegien für Kernbelegschaften aufgegeben haben. Das hat nämlich zu der typischen Spaltung des "Arbeitsmarkts" geführt, die in neoliberalen/post-fordistischen Volkswirtschaften üblich ist. Das Problem aus dieser Spaltung in privilegierte und prekäre Arbeiter ist, dass das eine ausreichende Reproduktion der Arbeitskraft als Gesamtes führt.Das geht nicht nur um Fertigkeiten, sondern ganz krass auch auf die physische Reproduktion: nach 1990 ist die Geburtenrate in ganz Deutschland weit unter die für einfachen Erhalt der Bevölkerung nötigen Werte gefallen.Wenigstens die eigene Existenz zu erhalten, ist ein Grundinteresse der Arbeiterklasse. Mithin sind gewerkschaftliche Kämpfe, die die Fähigkeit, erfolgreich Navhwuchs aufzuziehen, möglich machen, ganz grundlegend.Der DGB tut _gar nichts_ in der Richtung. Aber anstatt sich ein Beispiel an der GdL zu nehmen, helfen sie mit die GdL zu bekämpfen.Für die Schaffung von Ausbildungsplätzem ist nicht primär die Gewerkschaft zuständig. Wenn es die "Arbeitgeber" nicht tun, ist der Staat in der Pflicht.Auch hier ist, wie eigentlich überall, der "Klassenstandpunkt" das Maß für das Nützliche.Die GdL ist im Einklang mit den Interessen der Arbeiterklasse. Der DGB und seine Teile sind es nicht.
(DIR) Post #Acb0e35N5mFBtk9jHs by 9Lukas5@mastodontech.de
2023-12-08T07:51:43Z
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@arthurdentDie Personalplanung obliegt der Bahn, das hat in einem Tarifvertrag defacto gar nichts zu suchen 🤔Und die 35h Woche: das ist natürlich die Zielforderung, heißt ja aber nicht, dass die GDL verlangt, dass im Januar einfach ein Schalter umgelegt wird und sofort 35h/W gelten 🙄Das ganze ist logischerweise ein Prozess der schrittweise erfolgen muss. Und genau das wäre Verhandlungsspielraum, wie groß diese Schritte zB sind. Aber die Bahn verweigert sich dem ja völlig 🤦🏼 @wauz
(DIR) Post #Acb0e4KeSS3plQJRk8 by wauz@mastodon.bayern
2023-12-08T09:54:07Z
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@9Lukas5Die Forderung nach der 35-h-Woche ist jetzt 40 Jahre alt. Sie begleitet mich sozusagen durch mein gesamtes Arbeitsleben. Und die Gründe dafür sind nicht schlechter geworden.Es geht dabei auch um Lebensqualität. Denn in dieser Zeit ist der Arbeitsdruck unglaublich angestiegen. Das braucht einen Ausgleich. Zumal bei der Bahn, die nun um Schichtbetrieb und andere Belastungen nicht herumkommt. Und die Bahn ist wirklich "systemrelevant".@arthurdent