Post AadPnf6FUXQBwiCMW8 by wauz@mastodon.bayern
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(DIR) Post #AacqhPaQl9hvhQbFrM by Perowinger94@mastodon.social
2023-10-09T10:01:16Z
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Es ist so traurig. Leute freuen sich ernsthaft darüber dass Klimaschutzparteien Stimmen verlieren. Als sei es nicht auch ihr Land, das immer heißer wird, als sei es nicht ihr Planet, der unbewohnbar wird und als seien es nicht ihre Kinder, deren Zukunft wir gerade verspielen.
(DIR) Post #AacqhQSJWooEOXoHqa by mifagang041@troet.cafe
2023-10-09T10:11:11Z
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@Perowinger94 Es ist naiv zu glauben, dass reine Vernunft Wahlen gewinnt. Als VolksVERTRETER müssen B90/Grüne auch offensiv und souverän auftreten, einfach besser kommunizieren. Als Vertreter deiner Wähler bist du automatisch ne Autorität und Machtperson, so ist das auch in ner Demokratie. Und mit ordentlicher Kommunikation rechtfertigst und behälst du diese Autorität und Macht, ohne gleich Söder spielen zu müssen. Leider verspielen B90/Grüne in der Masse oft diese Macht und Autorität.
(DIR) Post #AacqhRJ8MR3n2MWTB2 by urwumpe@hessen.social
2023-10-09T10:32:29Z
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@mifagang041 @Perowinger94 Eben, wer ein Gewinner sein will, der muss sich auch so verhalten. Rational kann man nach innen sein, sich der Lage bewusst sein und Entscheidungen abwägen. Aber nach Außen zählen dann Emotionen und auch sehr harte Ellenbogen. Von einer scheintoten Partei wie die FDP sollte man sich nicht ausbremsen lassen.
(DIR) Post #AacqhT2ttlGOQawX9U by wauz@mastodon.bayern
2023-10-10T11:27:53Z
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@urwumpeÄähm. Das Narrativ von der bösen FDP. Funktioniert richtig gut.Tatsächlich macht die Bundesregierung das, was Industrie und Banken (und die USA) haben wollen. Rettung der Fossilindustrie, Finanzierung der Rüstungsindustrie (via Ukraine) und so weiter.Die FDP dient da nur als Ausrede dafür, dass die Ampel das Gegenteil von dem macht, was sie versprochen hat.@mifagang041 @Perowinger94 @glueckstein
(DIR) Post #Aacs1RUbTz3hMAzPtI by urwumpe@hessen.social
2023-10-10T11:42:43Z
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@wauz @mifagang041 @Perowinger94 @glueckstein schön wärs aber die FDP Vertreter sind auch real jene, die am stärksten ausbremsen und nicht mal in deren Ressort die Pflichtaufgaben stemmen. Man darf gerne über Pistorius oder Habeck meckern, aber Wissing ist personifiziertes Greenwashing.
(DIR) Post #AacskQJihSWmk4LbdY by wauz@mastodon.bayern
2023-10-10T11:50:53Z
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@urwumpeEs ist trotzdem die Politik der ganzen Regierung. Nur wird das Narrativ vom Streit in der Koalition benutzt, um die Mitglieder von B90G und SPD von der Revolte abzuhalten.Wenn hunderte von Milliarden in Rüstung und "Ukrainehilfe" fließen, ist das demonstrative Geflenne wegen der nicht kommenden Kindergrundsicherung einfach Verarsche. Da sollten mal die Ministerinnen von B90G unter sich einig werden...@mifagang041 @Perowinger94 @glueckstein
(DIR) Post #AactiqlDVqKY881SZU by urwumpe@hessen.social
2023-10-10T12:01:46Z
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@wauz @mifagang041 @Perowinger94 @glueckstein eben, mitgehangen, mitgefangen. Ist halt die Frage, wann der Kompromiss auf Kosten der Integrität und persönliche Würde geht. Aber: Egal wie Merz poltert, er ist moralisch flexibel genug um ganz schnell kein Problem in schwarz-grün zu sehen. Dafür sollte die Grünen als ganzes sich auch mal präsentieren.
(DIR) Post #AacttF8tiRvUe43StM by mifagang041@troet.cafe
2023-10-10T12:03:33Z
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@wauz @urwumpe @Perowinger94 @glueckstein Die Arbeitsverweigerung von Wissing im ist das alleinige Versagen der fdp. Verkehrsminiaterium = fdp, Wissing. Womit er auch zum größten Teil für das Brechen der Klimaziele und damit 100 Mio. € Strafzahlungen verantwortlich ist. Dass ihm zugute die Sektorenziele abgeschafft werden, kann man aber der gesamten Ampel zuschreiben, da ja leider alledem zugestimmt haben. Dass es nen guten Grund für höhere Militärausgaben gibt, weisst du selber.
(DIR) Post #AacumrGveX5kpSKZ72 by wauz@mastodon.bayern
2023-10-10T12:13:43Z
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@mifagang041Ach. Der verweigert nicht die Arbeit. Er macht die Arbeit im Sinne der Konzerne. Und er hat halt das Ressort, wo das am offensichtlichsten gegen die vorher lauthals verkündeten "Ziele" verstößt. Tatsachlich macht Wissing das, was seine Vorgänger auch gemacht haben. Die "Umweltziele" waren nur Wahlversprechen. Wie schon gesagt: die FDP spielt den Sündenbock, damit SPD und B90G den Anschein wahren können.@urwumpe @Perowinger94 @glueckstein
(DIR) Post #AacvEe6YCbZC6Dj6eG by mifagang041@troet.cafe
2023-10-10T12:18:44Z
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@wauz @urwumpe @Perowinger94 @glueckstein So steile Thesen grenzen für mich an Verschwörungstheorien und deshalb kommentiere ich die nicht. Dass damit auf populistische Weise ALLE Politiker, DIE DA OBEN als verkommene, verschworenw Sippe dargestellt werden, klingt für mich wie reiner afd-fascho-Populismus. Nein Danke und Tschüss.
(DIR) Post #AacxVrMCNp9S23Nj2O by wauz@mastodon.bayern
2023-10-10T12:44:16Z
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@urwumpeMir geht es um etwas anderes, als moralische Erwägungen. Die kann man anstellen, sind aber nachrangig. In der politischen Theorie haben wir die dreifache Gewaltenteilung. Regierung/Exekutive, Parlament/Legislative und das Rechtswesen/Judikative. So weit, so gut. In der Wirklichkeit sind alle drei "Gewalten" mit der selben Sorte Leuten besetzt, aus einer dünnen Schicht innerhalb der Gesellschaft. Die reden von UnserStaat, Unsere Demokratie und oft auch von UnserSteuergeld. Sie halten sich für "normal", also maßgeblich.Ihre Weltsicht ist von "DenRealitäten" bestimmt, das heißt, "die Wirtschaft muss laufen".In ihrem Tun, so meinen sie, sind sie uneigennützig und an den "Interessen der Gesellschaft" ausgerichtet. Das stimmt eben nicht. Sie schaufeln sich und ihresgleichen die Taschen voll (zB Wallbox für Eigenheim/PV/Elektroauto-Eigentümer: € 10.000) und ansonsten, ja, muss eben "die Wirtschaft laufen".Diese ganze Schicht verblendet sich selbst mit ihrem "Demokratie"-Spiel, bei dem nur sie wirklich mitmachen darf und sorgt dafür, dass "die Wirtschaft" = Oligarchen immer Vorrang und Nutzen haben.Die "Medien" sorgen dafür, dass alle das so sehen, wie es gezeigt wird. Es ist aber nur ein Schauspiel.Nächstes Jahr sollen Zahnvehandlungen und Psychotherapie aus dem Leistungskatalog der GKV gestrichen werden. Und die Krankengausversorgung noch weiter eingeschränkt usw.(Wird gerade dislutiert, aber nicht öffentlich gemacht).Profite sind aber fett gestiegen, also bei den großen Konzernen.Wer wissen will, was läuft, sollte sich auf nachprüfbare Sachaussagen konzentrieren. Nicht irgendwelche Erzählungen aus dem Feuilleton übernehmen.Ideologie spielt für die wirkliche Ausgestaltung von Politik keine Rolle. Geld schon.@mifagang041@troet.cafe @Perowinger94 @glueckstein
(DIR) Post #Aacxphwv4RMwe81Q2a by urwumpe@hessen.social
2023-10-10T12:47:51Z
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@wauz @Perowinger94 @glueckstein Warum ist das so? Jeder kann doch sich Wählen lassen, jeder einer Partei beitreten, etc. Nicht jeder kann Richter werden, aber auch das ist nicht für bestimmte Gruppen unmöglich. Es ist alles nur vielleicht schwieriger. Wer nichts zu tun hat, kann eben eher kandidieren...
(DIR) Post #Aad0RR6AMzdLISSt3A by wauz@mastodon.bayern
2023-10-10T13:17:02Z
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@urwumpeDas Stichwort dazu heißt "Habitus". Es ist ein soziologischer Begriff und meint die Gesamtheit aller Ansichten und Lebensgewohnheiten eines Menschen. Jeder hat einen. Er bildet sich in dem Umfeld, in dem man aufwächst, aber er kann sich ändern, wenn sich die Umstände ändern. ZB durch ein Studium an einer Uni.Menschen, die mit einem Uni-kompatiblen Habitus aufgewachsen sind, haben es da leichter. Usw.Habitus ist auch ein Auswahl-Kriterium für Jobs und Posten. Und es gibt sehr subtile Methoden, Menschen wg ihres anderen Habitus irgendwo auszuschließen. So funktioniert das mit Parteien, Verbänden, Posten und Pöstchen bis hin zum Kirchengemeinderat.Also im Prinzip kannst du der, sagen wir: CSU beitreten. Aber mit dem 'falschen' Habitus wirst du übers Beitragszahlen nie hinauskommen.@Perowinger94 @glueckstein
(DIR) Post #Aad0frNRSmeSqvQJ60 by urwumpe@hessen.social
2023-10-10T13:19:07Z
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@wauz @Perowinger94 @glueckstein und warum hat dann die Mehrheit den falschen Habitus? Irgendwas passt doch nicht, das siehst Du doch ein oder?
(DIR) Post #Aad0ogEqFJn2uebf8K by urwumpe@hessen.social
2023-10-10T12:30:38Z
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@mifagang041 @wauz @Perowinger94 @glueckstein ich würde noch dabei mitgehen, der FDP knallharte Klientelpolitik zu unterstellen. Dafür ist die FDP heute bekannt, darum ist "Projekt 18" heute undenkbar. (Kaum zu glauben wie positiv Guido Westerwelle in Erinnerung geblieben ist.) Der Schäffler-Fraktion würde ich eher eine käufliche Haltung unterstellen, aber da unterscheiden sie sich nicht von US-Libertären und sind seit 15 Jahren nicht anders geworden.
(DIR) Post #Aad0ogwnbsx56zAleK by wauz@mastodon.bayern
2023-10-10T13:21:17Z
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@urwumpeSicher gibt es die direkte und unmittelbare Käuflichkeit. Andere müssen da eben komplizierte geistige Umwege gehen, um das Gegenteil dessen, für das man einst angetreten ist, für moralisch geboten zu erklären.Oder man hat einen Koalitionspartner, der die Schuld übernimmt. @Perowinger94 @glueckstein
(DIR) Post #Aad0uUqtUc8NKvB8QS by urwumpe@hessen.social
2023-10-10T13:22:19Z
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@wauz @Perowinger94 @glueckstein und wenn es "vorauseilende Käuflichkeit" ist?
(DIR) Post #Aad1HIsYAvdIrWpQJs by wauz@mastodon.bayern
2023-10-10T13:26:28Z
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@urwumpeDie Mehrheit lebt eben nicht in dem Habitus, weil sie nicht in denselben Umständen lebt. Bestimmte Habitus muss man sich leisten können.Und das hat auch mit Geld zu tun. (Wenn der Sohn vom Chefarzt in zerrissenen Hosen ankommt, ist das Punk, und wenn es der Sohn der Putzfrau vom Krankenhaus macht, ist es verwahrlost).Als der Begriff Habitus noch nicht erfunden war, gab es diese Erkenntnis auch schon. Siehe "Theorie der feinen Leute" von Thorstein Veblen.@Perowinger94 @glueckstein
(DIR) Post #Aad1e6ZI70OxLGh0c4 by urwumpe@hessen.social
2023-10-10T13:30:34Z
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@wauz @Perowinger94 @glueckstein Wir drehen uns im Kreis.Du sagst die Mehrheit hat den falschen Habitus, und ich verweise auf das Recht, eine Partei mit dem fehlenden/falschen Habitus zu gründen, wenn dem so wäre. Wie erklärst Du diese Diskrepanz? Braucht man auch einen Habitus, um in der APPD Mitglied zu sein?
(DIR) Post #Aad1k7gyqVBMZ89usq by wauz@mastodon.bayern
2023-10-10T13:31:40Z
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@urwumpeEigentlich sind die einzelnen Motive wurscht. Wenn man ein ökonomisches Kriterium heranzieht, nämlich "Verfügungsgewalt über Produktionsmittel", dann bekommt man zwei Klassen: eine, die "Eigentum" hat, und eine, die die Arbeit leistet.Und dazwischen ist, wie eine Art Scharnier, eine gesellschaftliche Schicht, die ein bisschen "Eigentum" hat, aber ansonsten als Verwalter und Offiziere der Eigentümer fungieren.Das heißt, in der Praxis verläuft die Trennlinie der Gesellschaft etwas unterhalb der Trennlinie beim Eigentum.@Perowinger94 @glueckstein
(DIR) Post #Aad2TsiUrB5hRNggca by urwumpe@hessen.social
2023-10-10T13:39:56Z
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@wauz @Perowinger94 @glueckstein das 19. Jahrhundert ist lange vorbei und ich denke wir müssen nicht lange über die Fehlschlüsse von Marx heute reden.
(DIR) Post #Aad2cCtfi8d0LSstg8 by wauz@mastodon.bayern
2023-10-10T13:41:22Z
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@urwumpeHabitus und ökonomische Mittel gehen zusammen. Und das entsprechende Fachwissen, die 'Connections'.Der Erfinder des Habitus-Konzeptes, Pierre Bourdieu, nennt das (abweichend von Marx) verschiedene "Kapitale". Nach ihm ist auch Bildung Kapital, oder die Bekanntschaft mit den 'richtigen' Leuten.Fiktives Beispiel, aber realistisch: der AfD-Vorsitzende und die Grünen-Fraktionsvorsitzende leben im gleichen Viertel, in Eigenheim, er hat fetten Audi-SUV, sie fährt Toyota Prius, die Kinder gehen in die gleiche Klassen und beide sind jeweils im Elternbeirat.Die mögen sich politisch nicht. Aber vielleicht sind sie sogar noch verwandt.Mit den Leuten aus dem Viertel, in dem 17 Sprachen gesprochen werden, haben die praktisch nix zu tun.@Perowinger94 @glueckstein
(DIR) Post #Aad2sJL9WTbWxhPw4O by wauz@mastodon.bayern
2023-10-10T13:44:21Z
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@urwumpeWenn du meinst, Marx wäre überholt, dann nur, weil du nicht weißt, was er gedacht und geschrieben hat.Marxens Analyse ist nur eine mögliche Beschreibung der Wirklichkeit. Aber deswegen nicht falsch. Veblen, der Zeitgenosse, beschreibt anders, und trotzdem richtig. Oder Max Weber.@Perowinger94 @glueckstein
(DIR) Post #Aad3v4vpeJaT68SQAC by urwumpe@hessen.social
2023-10-10T13:56:02Z
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@wauz @Perowinger94 @glueckstein ich teile durchaus die Ansicht, dass seine Analyse eines produzierenden Betriebes und die Machtverhältnisse dort korrekt sind. Nur zieht er daraus die falschen Schlüsse, u.a. weil er nie ein empirischer Wissenschaftler war. Aber ich das wird jetzt offtopic und erklärt immer noch nicht, warum die Mehrheit den falschen Habitus hat. Denn, und das zeigt die Realität: Wir sind keine Ameisen, die sich leicht in Schubladen oder Personas einsortieren lassen.
(DIR) Post #Aad56K2Dw7sn4xN94i by wauz@mastodon.bayern
2023-10-10T14:09:17Z
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@urwumpe'Falsch' ist relativ. Kein Habitus ist in sich verkehrt. Aber Parteien sind Clubs geworden, in denen Leute mit sehr ähnlichem Habitus, wenn auch (vorgeblich) unterschiedlichen politischen Ansichten, dafür sorgen dass nur ihresgleichen "etwas werden" können. Oder, wenn du dir mal die Biografien des "politischen Nachwuchses" anschaust, gewissen sehr ähnlichen "Ausbildungen" durchlaufen sind.Im Nachbarland Frankreich war es eine ganze Zeit so, dass nur Leute ein politisches Amt bekommen haben, die an der Hochschule ENA studiert hatten. Die wurde geschlossen, jetzt sind die Auswahlprozesse wieder etwas subtiler.Bei aller demokratischer Theorie, innerhalb der politischen Organisationen wird, wie in den alten Zünften, das Prinzip der Kooptation ausgeführt."Hochdienen".In der Zeit zwischen 1965 und 1975 gab es in der BRD durch ökonomische Änderungen auch Verschiebungen der Milieus, das heißt, auch eine gewisse Offenheit für anderen Habitus. Diese Türe wurde von denen, die sie benutzt haben, wieder hinter sich zugemacht. Ein feines Beispiel dafür ist Joschka Fischer. Vom Turnschuhträger zum feinen Pinkel.Es gibt heute kaum mehr solchen Aufstieg.@Perowinger94 @glueckstein
(DIR) Post #Aad5m7UUxt1iKxWoMq by wauz@mastodon.bayern
2023-10-10T14:16:47Z
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@urwumpeWas Marx an Schlüssen gezogen hat? Wahrscheinlich gehörst du auch zu denen, die glauben Marx hätte in irgendeiner Weise Handlungsanleitungen für ökonomische Praxis erstellt. Aber das hat er nicht gemacht. Kein bisschen. Alle möglichen Leute haben Marx für sich reklamiert, obwohl sie allein deswegen schon nicht nach seinen Anweisungen handeln konnten, weil es die schlicht nicht gab.Marx hat niemals Wirtschaftspolitik gemacht.@Perowinger94 @glueckstein
(DIR) Post #Aad5mF2Qu7KXkESVjU by urwumpe@hessen.social
2023-10-10T14:16:48Z
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@wauz @Perowinger94 @glueckstein und wenn ihn gibt, würden wir erst in der Zukunft erfahren. Einen anderen Grünen mit ähnlicher Entwicklung eine Generation später, hast Du in der Entwicklung übersehen: Tarek Al-Wazir Nur fällt halt auf: Alle stammen aus Familien, die wo mindestens ein Elternteil selbständig beschäftigt war und alle waren Akademiker.
(DIR) Post #Aad61g2AogktoYhJh2 by urwumpe@hessen.social
2023-10-10T14:19:38Z
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@wauz @Perowinger94 @glueckstein Geschichtsklitterung steht Dir einfach nicht. Lass es doch sein. Was ist denn das kommunistische Manifest? Wer hat den Urkommunismus erschaffen, in Abgrenzung zu den Sozialdemokraten oder den Anarchisten?
(DIR) Post #Aad7oSXVsSfa6cBK3k by wauz@mastodon.bayern
2023-10-10T14:39:40Z
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@urwumpeDas kommunistische Manifest ist ein Parteiprogramm. Ich wollte es eh schon zu lesen empfehlen, weil darin Marx (ubd Engels) darlegen, dass "Utopismus" falsch ist und sie sich ausdrücklich davon distanzieren. Unter Utopismus verstanden sie die Idee, so etwas wie einen idealen Staat oder perfektes Wirtschaftssystem zu erdenken. Solche Versuche gab es ja im 19. Jh, realiter und als Literatur. Die haben aber nicht funktioniert. Die beiden waren sich sicher, dass es weder die Perfektion, mithin ein statische Gesellschaft geben könne, noch dass dies in irgendeiner Weise erstrebenswert sei. Grundsätzlich waren sie der Meinung, dass die Umgestaltung der Gesellschaft von denen zu bestimmen wäre, die sie durchführt, und meinten damit die komplette Arbeiterklasse. Also das genaue Gegenteil vom Philosophen-Königtum des Plato. Wer das Manifest lesen will, macht es sich leichter, wenn er zuerst den Film "Der junge Marx" anschaut. Der ist sozusagen das Prequel zum Text. Richtig gut!Eine zentrale Aussage im Manifest ist eine juristische: nämlich die Forderung von der Umwandlung von "Privateigentum" an Produktionsmitteln in eine Art öffentliches Eigentum. Aber da sind keine Vorschläge zur Ausgestaltung enthalten. Genausowenig sagt das Manifest irgendetwas darüber aus, wie zukünftig die politische Beschlussfassung aussehen muss.@Perowinger94 @glueckstein
(DIR) Post #Aad8ai8TC8QoNNTZQ0 by urwumpe@hessen.social
2023-10-10T14:48:24Z
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@wauz @Perowinger94 @glueckstein das unterschlägt aber, das er auch viele andere konkurrierende Vorstellungen von Sozialismus da aus unterschiedlichen Gründen abgelehnt hat und der utopische Sozialismus da sogar noch relativ gut wegkam. Parteigründung war es auch nicht. Marx hat schon durchaus präzise den Kurs festgelegt, wie sein Werk implementiert werden sollte, er hat dort sein Vermächtnis regeln wollen.
(DIR) Post #Aad8ed2A6YlviBOSp6 by glueckstein@digitalcourage.social
2023-10-10T14:49:03Z
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@wauz @urwumpe @Perowinger94 Schön, dass Ihr Euch hier so fetzt!Ich lese und lerne...
(DIR) Post #AadALyYE521gqtcn20 by wauz@mastodon.bayern
2023-10-10T15:08:08Z
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@urwumpeNein, Marx und Engels sind in eine bestehende Partei aufgenommen worden. Nach erheblichen Bedenken, weil beide ja keine Handwerker und Industriearbeiter waren, sondern ein Dr jur und ein Geschäftsführer einer Textilfabrik. Die beiden haben einen klaren Kurs verfolgt, anhand dessen, was sie im Manifest an Grundsätzen aufgezählt hatten. Marx hatte durchaus Gründe, warum er sein Werk nicht zerfleddert sehen wollte. Bernstein hat ihm da sozusagen nachträglich recht gegeben. (->Revisionismus)Aber, wie schon gesagt, Marx hat nie Handlungsanweisungen gegeben, was ihn allerdings nicht daran gehindert hat, in ausgedehnten Briefwechseln aktuelle Politik, auch der Arbeiterparteien, zu diskutieren.Größere Überlegungen zum Thema Revolution hat erst Lenin erschaffen. Und auch der hat wenig zum Thema Wirtschaftspolitik geschrieben. Von ihm stammt allerdings die Idee, innerhalb einer Übergangsphase Privateigentum an Produktionsmitteln zuzulassen ("Neue Ökonomische Politik")Sowas wollte Walter Ulbricht auch machen und ist deswegen abgesägt worden. Aus ähnlichen Gründen hat dann Deng Xiaoping die Vergesellschaftung der Wirtschaft auch partiell wieder aufgehoben. Lenin, Ulbricht und Deng haben sich allerdings auch auf Marx berufen, der den Kapitalismus als notwendiges Entwicklungsstadium der Ökonomie betrachtet hat. Im Gegensatz zu Stalin und Mao Zedong.Das waren aber allgemeine Betrachtungen, keine Handlungs-anleitende Theorie, wie es zB Keynes vorgegeben hatte.@Perowinger94 @glueckstein
(DIR) Post #AadBaSjsjqxmUFY3YO by urwumpe@hessen.social
2023-10-10T15:21:57Z
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@wauz @Perowinger94 @glueckstein das liegt eher daran, dass die Wirtschaftstheorie namens Kapitalismus eben trotz aller sozialwissenschaftlichen Schwächen sehr universell ist und gute Werkzeuge bietet, wirtschaftliche Vorgänge wissenschaftlich zu beschreiben. Nur ist der Kapitalismus als (angebliche?) politische Theorie doch nur Despotismus, ein Recht des Stärkeren in schöneren Gewand. Marx hat effektiv das Scheitern seines Kommunismus am Anfang schon vorhergesagt. Wenn auch unbeabsichtigt.
(DIR) Post #AadN5HUjh3kA5PMVFY by wauz@mastodon.bayern
2023-10-10T17:30:46Z
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@urwumpeIch habe jetzt ein Problem mit den Begriffen, die du verwendest. Die einzige Theorie des Kapitalismus bislang ist eben die von Marx. Es gibt darauf aufbauende neuere Analysen für neuere Entwicklungen, die aber nicht eigenständig sind.Es gibt ökonomische Teiltheorien, die weit weniger Analyse als viel mehr Handlungsanleitungen für makroökonomische Akteure sind.Soziologie ist eine Disziplin in der Wissenschaft zur Untersuchung gesellschaftlicher Fragen. Damit kann "der Kapitalusmus" in seinen verschiedenen Ausprägungen keine soziologischen Schwächen haben.Grundsätzlich unterscheide ich in Analyse & Kritik und Handlungsanleitung. Handlungsanleitende "Theorien" sind in den meisten Fällen noch nicht einmal Theorien im wissenschaftlichen Sinn, sondern einfach auf Paradigmata basierender Pragmatismus. Ob die jetzt "funktionieren" oder nicht, kann man mit einer beschreibenden Theorie nicht in einen Topf werfen. Es ist schlicht nicht vergleichbar.Wir waren aber ursprünglich bei der Politologie. Warum das Parteienwesen eben nicht alle Bevölkerungsschichten abbildet und das eigentlich nur mit den Mitteln der Soziologie erklärbar ist. Und ein Grundproblem in der prinzipiellen ökonomischen Ungleichheit besteht.@Perowinger94 @glueckstein
(DIR) Post #AadNWzdffthEockthA by urwumpe@hessen.social
2023-10-10T17:35:47Z
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@wauz @Perowinger94 @glueckstein Das ist jetzt ehrlich gesagt Dein Problem, wenn Du da Wissenslücken hast. Wir reden ja nicht mal über darauf aufbauende Theorien wie den Monetarismus. Und gerade ein Vordenker wie Adam Smith müsste ja als für Dich interessant sein, weil er Dir öfters zustimmen würde.
(DIR) Post #AadPnf6FUXQBwiCMW8 by wauz@mastodon.bayern
2023-10-10T18:01:13Z
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@urwumpeAdam Smith, der Moraltheologe.Und Steinbruch für Wurfgeschosse für Wirtschaftsliberale. Zu unrecht, übrigens. Ich habe übrigens nicht so viele Wissenslücken, wie du. Denn bei Marx bist du bislang nicht fit gewesen. Was mich unter anderem mit Marx verbindet, ist, klare "Definitionen" bzw "Kategorien" vorzuziehen.Also nochmal: "Der Kapitalismus" hat kein soziologisches Problem. Kapitalismus ist eine Bezeichnung für eine gewisse ökonomische Grundstruktur, die es in vielerlei Ausprägungen in verschiedenen Gesellschaften gab und gibt. Auch wenn die Grundprinzipien, nach denen die Wirtschaft funktioniert, in, e.g. Deutschland und Kenia, gleich sind, sind die jeweiligen Ausprägungen höchst unterschiedlich. Mithin sind auch die soziologisch und politologisch beschreibbaren Ausprägungen unterschiedlich.Um es kurz zu machen: Gesellschaft "funktioniert" auch in der Katastrophe. Bislang zumindest. Das könnte sich demnächst ändern, wenn das Weltklima völlig wegkippt. Das ist dann nicht nur Katastrophe, sondern auch die bislang existenziellste Krise des Kapitalismus.Es gibt derzeit reiche Leute, man kann sie weltweit Oligarchen nennen, die tatsächlich meinen, dass sie schon in ihren Bunkern überleben könnten und es um den Rest nicht schade wäre.Da ich nicht zu diesen Leuten gehöre, habe ich da andere Interessen.Wenn es zur Existenzfrage wird, ist die B-Note für perfekten Stil auch unwichtig. Dann stehen die, die einfach so weitermachen wollen, weil es ja bislang so toll gelaufen ist, einfach im Weg.@Perowinger94 @glueckstein
(DIR) Post #AadR7zkoVcZpkYQpMG by urwumpe@hessen.social
2023-10-10T18:16:03Z
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@wauz @Perowinger94 @glueckstein Wie Du glaubst. Falls es einmal die Karl Marx Edition von Trivial Pursuit (für 69€ natürlich), bist Du sicher unschlagbar. 😉Kapitalismus ist als Wirtschaftstheorie klar definiert. Kommunismus ist das nicht. Kapitalismus lässt sich nur polemisch als politisches System definieren. Den puren Kommunismus gibt es nicht. Marx zum reinen Theoretiker zu reduzieren geht nicht, genauso wenig kann man Engels Beitrag zum posthumen Verständnis von Marx nicht ignorieren.
(DIR) Post #AadRZ8Vm3bYWjHL54i by urwumpe@hessen.social
2023-10-10T18:21:00Z
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@wauz @Perowinger94 @glueckstein und nun ja: Wer glaubt das Sozialwissenschaften mit Naturwissenschaften gleichgesetzt werden können, der wird reichlich böse Überraschungen erleben: Das Beobachtete reagiert auf die Beobachtung. Menschen lernen, rebellieren, brechen die Regeln oder unterlaufen sie.