Post AFLADkRLq9LGrZNMDg by RobinSohn@chaos.social
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 (DIR) Post #AFKtpDfMRXCF02D7Ue by hyperalp@troet.cafe
       2022-01-11T16:24:01Z
       
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       Klingt für die Branche radikal, aber rein logisch hat er sich nichts zu Schulden kommen lassen:https://www.linux-magazin.de/news/entwickler-sabotiert-eigene-vielfach-genutzte-npm-pakete/Was kann der Maintainer dafür, dass "die Wirtschaft" fett auf seine Lib setzt? Hat er mit jemandem einen Vertrag? Wird er für seine Arbeit bezahlt? Die ganzen internen, sektenartigen Regeln der Open Source-Szene sind nach Verneinung dieser Fragen irrelevant.
       
 (DIR) Post #AFKuVhKWXlbbAAifho by betamax65@troet.cafe
       2022-01-11T16:31:41Z
       
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       @hyperalp So sicher wäre ich mir da nicht, ob es nicht doch Strafbar ist. Viele Länder haben diesbezüglich eine Gesetzgebung von wegen Computersabotage. Und genau das hat er ja damit wohlweisslich gemacht. Sauberer wäre es gewesen einfach zu sagen ich mach nichts mehr und gut. OSS ist nun einmal der Gedanke "Gemeingut" und das kann man nicht begrenzen auf arm und reich.
       
 (DIR) Post #AFKx1ZODnik7iAm5AW by hyperalp@troet.cafe
       2022-01-11T16:59:52Z
       
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       @betamax65 Steht in den OS-Lizenzen nicht immer ein Passus, dass die Software ausgeliefert wird "wie sie ist" und ohne Garantie für die gewünschte Funktionalität oder Eignung?
       
 (DIR) Post #AFKxz1QTCqhLkYAvQ0 by betamax65@troet.cafe
       2022-01-11T17:10:36Z
       
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       @hyperalp Die allgemeine juristische Auffassung ist, dass die typischen Ausschlussklauseln in den Lizenzverträgen zu freier Software unbrauchbar sind. Hintergrund ist dabei, dass derartige Regelungen als allgemeine Geschäftsbedingungen einzustufen sind. Diese unterliegen einer sehr strengen rechtlichen Kontrolle. Bereits vor Jahren war sich dabei die Literatur einig, dass der viel zu pauschale Ausschluss, im Rahmen von Prüfungen der allgemeinen Geschäftsbedingungen keinen Bestand haben kann.
       
 (DIR) Post #AFL0pMQUZXufqdGopk by Tionisla@troet.cafe
       2022-01-11T17:33:44Z
       
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       @betamax65 @hyperalp Spannend... Die Frage ist, ob ich als  jemand der auf ein anderes Projekt als Abhängikeit aufsetzt, voraussetzen/verlangen kann, dass die Abhängigkeit sich bei der Entwicklung (und das könnten auch API Änderungen usw) zwingend nach irgendeinem "Upstream" Projekt  richten muss. Ist es nicht doch eher immer umgekehrt, dass ich mich selbst kümmern muss, um mit Änderungen bei Abhängigkeiten Schritt zu halten.Bin aber Pädagogin. Wir bauen eh auf Selbstkompetenz auf. *grins*
       
 (DIR) Post #AFL0pMuykCIdNBXALw by hyperalp@troet.cafe
       2022-01-11T17:42:27Z
       
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       @Tionisla @betamax65 Naja, er hat ja absichtlich seinen Code so geändert, dass andere Projekte, die darauf aufbauen, in Mitleidenschaft gezogen werden. Allerdings ist der Schaden leicht behebbar, da eine Versionshistorie besteht.Ist ne kniffelige Frage, ob man ihm das ankreiden kann. Ich sehe es eher wie eine Demonstration oder Protest-Aktion, wie einige sagen.
       
 (DIR) Post #AFL1SYSzjxmKU5886S by betamax65@troet.cafe
       2022-01-11T17:49:34Z
       
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       @hyperalp Die Frage ist ja, ob ihn überhaupt jemand zur Verantwortung ziehen wird. Aber theoretisch hat er nun einmal Mio von Anwendungen erstmal sabotiert. Wie hoch ist der Schaden da zu beziffern? 25 Mio x 1 Arbeitssstunde x 1 Entwickler? In der Summe kommt da ein schöner Batzen zusammen. (Ich verstehe allerdings sein Frust, aber OSS als Geschäftsmodell birgt nun auch das Risiko das es nicht funktioniert) @Tionisla
       
 (DIR) Post #AFL5l8QfAgYt359e88 by Tionisla@troet.cafe
       2022-01-11T18:30:29Z
       
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       @betamax65 @hyperalp Mir gehts gar nicht mal so um Schadensersatz (unsere Jurabubble wird da schon was finden;-), sondern letztendlich um eigene Verantwortung (Ja, wir Pädagogen sind da schrecklich ;-)War es ein  A'loch move? - ohne Frage. Versteh ich es? auch ohne FrageMuss er sich  wirklich verantwortlich fühlen oder (wenn du so willst) dafür haften, wenn andere Projekte auf seinem aufbauen? Finde das wäre eine Problemverlagerung von oben nach unten.Hmmh, aber ist schwierig... 😃
       
 (DIR) Post #AFL5l8rxXCOcPjvRg0 by hyperalp@troet.cafe
       2022-01-11T18:37:43Z
       
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       @TionislaJa, pädagogisch gesehen stellst du die richtigen Fragen. Und im IT-Berufleben führen wir die selbe Grabenkämpfe. Auf der einen Seite die, die die Kontrolle maximieren und die Abhängigkeiten verringern wollen. Auf der anderen Seite die, die einfach vertrauen und Zeit/Geld sparen wollen.Die erste Gruppe würde sagen: selber Schuld. Ich glaube, die die sich jetzt darüber aufregen, sind eher von der anderen Gruppe. 😉 @betamax65
       
 (DIR) Post #AFL67myZ6FudAnoXtg by RobinSohn@chaos.social
       2022-01-11T18:39:47Z
       
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       @betamax65@hyperalp @TionislaMan muss hier trennen zwischen Strafrecht (Freiheits- oder Geldstrafe) und Zivilrecht (private Schadensersatzforderungen Dritter). Ich wäre zurückhaltend mit dem Begriff "Computersabotage". Der ist strafrechtlich definiert (§ 303c StGB) und es kommt allenfalls Abs. 1 Nr. 2 in Betracht (Eingabe von Daten mit Schädigungsabsicht). Gemeint ist dort aber ein anderer Fall. Ich bin mir nicht sicher, ob man das auf eine willkürliche Änderung von Paketen anwenden kann.
       
 (DIR) Post #AFL67nORY2c2T3vDEW by RobinSohn@chaos.social
       2022-01-11T18:40:04Z
       
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       @betamax65 @hyperalp @TionislaHinsichtlich der zivilrechtlichen Haftung braucht man zunächst mal einen Anspruch. Vertragliche Ansprüche ähneln bei OSS eher einer Schenkung als einem Kauf, so dass nur eingeschränkt Haftungsansprüche bestehen, bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Da wird vor allem ein Nachweisproblem bestehen. Alles nach deutschem Recht 😉
       
 (DIR) Post #AFL67nlq93KNdcrthY by hyperalp@troet.cafe
       2022-01-11T18:41:49Z
       
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       @RobinSohn Richtig, die rechtliche Umgebung spielt ja auch eine Rolle. Wie läuft das juristisch? Müssten die Firmen den Entwickler in seinem Heimatland für so etwas verklagen?@betamax65 @Tionisla
       
 (DIR) Post #AFL6zu5IszmirFlngu by betamax65@troet.cafe
       2022-01-11T18:51:37Z
       
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       @hyperalp Also juristisch inkl. der Verfahrensabläufe werden wir das hier wohl nie klären können. Ich denke man vertagt das und schaut einfach ob es tatsächlich zu einer juristischen Aufarbeitung kommen wird.  @RobinSohn @Tionisla
       
 (DIR) Post #AFLADkRLq9LGrZNMDg by RobinSohn@chaos.social
       2022-01-11T19:27:43Z
       
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       @hyperalpIch hab hier noch irgendwo ein Buch über internationales Zivilrecht, hab aber keine Ahnung mehr davon. Ich meine, das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dass es sich nicht um einen "Standard-Vertrag" handelt (wie zB einen Kauf) und OSS systembedingt weltweit verfügbar ist dürfte das nicht leichter machen...