i# taz.de -- Athleten-Widerstand nicht nur in den USA: We the Sport – We the People taz.de 70 i taz.de 70 i> Während Donald Trump Ex-Golfprofis ehrt, kämpfen Basketball- und taz.de 70 i> Tennisprofis für Menschenrechte. Sport hat ein enormes demokratisches taz.de 70 i> Potenzial. taz.de 70 i taz.de 70 IBild: NBA- und WNBA-Profis bei einer Black-Lives-Matter-Demo in Washington, Juni 2020 /picture/4608773/948/imago0047400183h-1.jpeg taz.de 70 i taz.de 70 iDie Meldung des Tages aus Washington: Die Golfprofis Annika Sörenstam aus taz.de 70 iSchweden und Gary Player aus Südafrika werden von Noch-US-Präsident Donald taz.de 70 iTrump mit der [1][Presidential Medal of Freedom] geehrt. Trump verkündete taz.de 70 idies einen Tag nach dem Sturm des Capitols. Beide nehmen die Ehrung an. taz.de 70 i taz.de 70 iNimmt man ernst, was überall hoch- und runtergebetet wird, ist das völlig taz.de 70 iokay: Sport und Politik haben nichts miteinander zu tun, also brauchen sich taz.de 70 iSörenstam und Player auch nicht mit Trumps Regime beschäftigen. „Beim Sport taz.de 70 igeht es darum, Menschen zu vereinen. Menschen aus allen Lebensbereichen, taz.de 70 imit allen politischen Ansichten. Sie sollten im Sport willkommen sein.“ taz.de 70 iSolche Sätze sind nicht nur im deutschen Sport mehrheitsfähig, ach, was taz.de 70 isage ich, sie sind Allgemeingut. taz.de 70 i taz.de 70 iDiese Sätze stammen von Kelly Loeffler, Mitbesitzerin eines Profiteams der taz.de 70 iUS-Frauenbasketballliga WNBA, in diesen Tagen gescheiterte Kandidatin um taz.de 70 ieinen Sitz im US-Senat und bis Mittwochabend loyale Gefolgsfrau von Trump. taz.de 70 iGescheitert ist Loeffler nicht zuletzt an der [2][politischen Macht der taz.de 70 iSpielerinnen]. Es waren die schlecht bezahlten Angestellten von taz.de 70 iKlubbesitzern – und nicht die ja tatsächlich supergut bezahlten männlichen taz.de 70 iNBA-Profis -, die Loeffler und Konsorten vom Platz gejagt haben. taz.de 70 i taz.de 70 iMan kann auch sagen: Es waren diese Sportlerinnen, die die Politik im Sport taz.de 70 isichtbar gemacht haben, wofür wir ihnen mehr als nur dankbar sein sollten. taz.de 70 iSie haben nämlich an einem praktischen Beispiel und zu einem verdammt taz.de 70 iwichtigen historischen Zeitpunkt bewiesen, dass die Rede vom unpolitischen taz.de 70 iSport ein unglaublich reaktionäres Geschwafel ist. Sie ist bloß dieser taz.de 70 iUnfug, mit dem vom IOC und der Fifa bis hin zum DOSB und Horst Seehofers taz.de 70 iSportministerium alle hausieren gehen. Doch das hat, das ist schön, taz.de 70 iLoeffler nicht geholfen. taz.de 70 i taz.de 70 i## Freiheitsmedaille, Lorberblatt und „mündiger Athlet“ taz.de 70 i taz.de 70 iMuhammad Ali, Billie Jean King, Tommie Smith und John Carlos, das sind taz.de 70 igroße Namen in der Tradition von Sportlerwiderstand. All denen wurde in dem taz.de 70 iMoment, in dem sie sich zu Wort meldeten, mitgeteilt, sie hätten nicht taz.de 70 igenügend Überblick, ihnen fehlte es an Bildung, Lebenserfahrung und taz.de 70 icharakterlicher Eignung – schließlich seien sie doch letztlich nur taz.de 70 iSportler, tumbe Muskelpakete. Nur wenn Athleten Worte wie „Vorbildfunktion taz.de 70 ides Sports“ oder „soziale Verantwortung“ sagen und sich mit taz.de 70 iFreiheitsmedaille oder Silbernem Lorbeerblatt würdigen lassen, dann sind taz.de 70 idie Herrschaften, die sich selbst als politische Elite betrachten, bereit, taz.de 70 iSportlern den Status eines „mündigen Athleten“ zu verleihen. taz.de 70 i taz.de 70 i„Don’t mix sports and politics“ ist ein politisches Gebot. Und zwar eines taz.de 70 ivon oben. Doch die Antwort, wie sie derzeit von NBA- und WNBA-Profis, von taz.de 70 iNaomi Ōsaka und Colin Kaepernick und vielen anderen kommt, ist eine taz.de 70 iunglaublich wichtige und eminent demokratische Selbstermächtigung: Wir sind taz.de 70 ider Sport. An die Trumps und Loefflers gerichtet lautet sie: Ihr seid nur taz.de 70 idie, die mit unserem Können Geld verdienen wollen. taz.de 70 i taz.de 70 iDas Gehalts- und Einkommensgefälle zwischen NBA-Stars und der taz.de 70 iUS-Open-Siegerin Ōsaka auf der einen und den unterbezahlten Spielerinnen taz.de 70 ider WNBA auf der anderen Seite ist enorm, aber Opfer von Rassismus und taz.de 70 iSexismus können alle werden, und wurden es oft auch. Zudem haben auch taz.de 70 iAthleten, die durch den Sport zu Multimillionären wurden, oft nicht taz.de 70 ivergessen, dass sie meist aus der Working Class kommen. Viele wissen auch, taz.de 70 iwer ihre Fans sind, wer bei ihrem Aufstieg an ihrer Seite stand. Ganz taz.de 70 iallgemein gilt, das im großen Volksvergnügen Sport ein enormes taz.de 70 idemokratisches Potenzial steckt, das derzeit immer deutlicher zu Tage taz.de 70 itritt. Öfter im Basket- und Fußball, manchmal im Tennis und wie wir seit taz.de 70 iDonnerstag wissen: eher nicht im Golf. taz.de 70 i taz.de 70 i8 Jan 2021 taz.de 70 i taz.de 70 i## LINKS taz.de 70 i taz.de 70 1[1] https://golfweek.usatoday.com/2021/01/07/opinion-annika-sorenstam-gary-player-shame-golf-trump/ https://golfweek.usatoday.com/2021/01/07/opinion-annika-sorenstam-gary-player-shame-golf-trump/ taz.de 70 1[2] /Sportler-gegen-Trump/!5738312 /Sportler-gegen-Trump/!5738312 taz.de 70 i taz.de 70 i## AUTOREN taz.de 70 i taz.de 70 1Martin Krauss /!a7190 taz.de 70 i taz.de 70 i## TAGS taz.de 70 i taz.de 70 1Kolumne Frühsport /!t5623888 taz.de 70 1US-Sport /!t5496800 taz.de 70 1Sportpolitik /!t5015328 taz.de 70 1Menschenrechte /!t5008645 taz.de 70 1Schwerpunkt USA unter Trump /!t5079612 taz.de 70 1Schwerpunkt Rassismus /!t5357160 taz.de 70 1Pressekonferenz /!t5037449 taz.de 70 1Australian Open /!t5022402 taz.de 70 1Tennis /!t5014447 taz.de 70 1Kolumne Eingelocht /!t5620409 taz.de 70 1Schwerpunkt Rassismus /!t5357160 taz.de 70 1Golf /!t5032420 taz.de 70 1Kolumne Press-Schlag /!t5012982 taz.de 70 1American Pie /!t5618200 taz.de 70 1Schwerpunkt USA unter Trump /!t5079612 taz.de 70 i taz.de 70 i## ARTIKEL ZUM THEMA taz.de 70 i taz.de 70 1Biografie über schwarze Tennisspielerin: Tennisschläger als Waffe /!5801431 taz.de 70 i taz.de 70 iBruce Schoenfeld hat eine Biografie über die erste schwarze taz.de 70 iWimbledon-Siegerin Althea Gibson verfasst. 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Also, raus zu einer schmuddeligen taz.de 70 iWinterrunde! taz.de 70 i taz.de 70 1Rassismusdebatten im Männerfußball: Actionhelden der 90er /!5742036 taz.de 70 i taz.de 70 iUnion Berlins Manager Oliver Ruhnert verteidigt einen seiner Spieler gegen taz.de 70 iRassismusvorwürfe. Dabei benutzt er selbst rassistisches Wording. taz.de 70 i taz.de 70 1Donald Trump und der Golfsport: Auf Distanz /!5738879 taz.de 70 i taz.de 70 iDie PGA Championship 2022 wird nicht auf einer Anlage des US-Präsidenten taz.de 70 istattfinden. Der Imageschaden für das Turnier wäre zu groß. taz.de 70 i taz.de 70 1Sportler gegen Trump: Mit den Falschen angelegt /!5738312 taz.de 70 i taz.de 70 iKelly Loeffler verlor in Georgia auch, weil ihr die Unterstützung ihres taz.de 70 iBasketball-Teams fehlte. NBA-Profis protestieren gegen den Trump-Mob. taz.de 70 i taz.de 70 1Nach dem NBA-Titel für die Lakers: Die zwei Größten /!5717452 taz.de 70 i taz.de 70 iLeBron James war der Star der NBA-Finals. Nun tobt der Streit, ob er größer taz.de 70 iist als Michael Jordan. In jedem Fall ist James der politischere Profi. taz.de 70 i taz.de 70 1US-Profi-Sportler gegen Trump: „Vor den Bus gestoßen“ /!5353609 taz.de 70 i taz.de 70 iDonald Trump gilt als Affront gegen die multikulturelle Welt der taz.de 70 iamerikanischen Profiligen. Kein Team will ihn im Weißen Haus besuchen. taz.de 70 .