i# taz.de -- Sudankonferenz in Berlin: Internationale Hilfe? Leider ja taz.de 70 i taz.de 70 i> Der Sudan braucht nach dem Sturz des Diktators Unterstützung. Aber die taz.de 70 i> Sudanes*innen sind der an Bedingungen geknüpften Hilfe überdrüssig. 

 taz.de 70 i taz.de 70 IBild: Ein Demonstrant in Khartum, Sudan /picture/4225474/948/sudan-konferenz-demonstrationen-1.jpeg taz.de 70 i taz.de 70 iAm Donnerstag ist Berlin Austragungsort der Gruppe „Friends of Sudan“ für taz.de 70 ieine Geberkonferenz. Die „Freunde“ sind ein Zusammenschluss von taz.de 70 iRegierungen, darunter auch Deutschland, welche sich nach der gewaltlosen taz.de 70 iRevolution im vergangenen Jahr selbst als „Partner“ der sudanesischen taz.de 70 iÜbergangsregierung profilieren wollen. Finanzielle Unterstützung von taz.de 70 iaußerhalb ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des Übergangs. taz.de 70 i taz.de 70 iWir bezweifeln jedoch die Art der Hilfe, welche diese Konferenz vorsieht, taz.de 70 isowie deren dahinterstehenden Akteure. Zu den Freunden des Sudan zählen taz.de 70 iauch Länder wie Saudi-Arabien, Ägypten und die Vereinigten Emirate, welche taz.de 70 iunermüdlich daran gearbeitet haben, die Revolution zu untergraben. taz.de 70 i taz.de 70 iAuch Deutschland ist nicht unschuldig. Während der Revolution verhielt sich taz.de 70 idie Bundesregierung ambivalent. Erst als das Al-Bashir-Regime im April 2019 taz.de 70 izusammenbrach, wechselte sie die Gangart. Dies liegt daran, dass sie auf taz.de 70 ieine wesentliche Weise in das Al-Bashir-Regime eingebunden war: Dieses taz.de 70 idiente als wichtiger Verbündeter der Politik der Einwanderungskontrolle und taz.de 70 ider „Externalisierung der Grenzen“. Diese Zusammenarbeit fand im Rahmen des taz.de 70 i„Khartum-Prozesses“ statt, dessen Hauptziel es ist, Migrant*innen die taz.de 70 iDurchreise über den Sudan nach Libyen und in den Mittelmeerraum so schwer taz.de 70 iwie möglich zu machen. taz.de 70 i taz.de 70 iBraucht der Sudan Hilfe? Leider ja, und zwar wegen struktureller taz.de 70 iUngleichheit, die durch Kolonialismus, Handelsabkommen und die taz.de 70 iUnterstützung des Westens für diktatorische Regime entstanden ist. Hilfe taz.de 70 iist ein notwendiges Übel, aber das sudanesische Volk ist der an Bedingungen taz.de 70 igeknüpften Hilfe überdrüssig. taz.de 70 i taz.de 70 iJede Hilfe, die geleistet wird, während die Bundesregierung Sudanes*innen taz.de 70 iund andere Geflüchtete unter unsicheren Bedingungen abschiebt, ist keine taz.de 70 iHilfe, sondern eine Täuschungsaktion. Die Sudanes*innen forderten Freiheit, taz.de 70 iFrieden, Gerechtigkeit und die Macht ein, ihre Zukunft selbst zu bestimmen. taz.de 70 iNur dies kann zu einer Stabilität führen, die dauerhaft ist. taz.de 70 i taz.de 70 i25 Jun 2020 taz.de 70 i taz.de 70 i## AUTOREN taz.de 70 i taz.de 70 1Sara Abbas taz.de 70 1Mihera Abdel Kafi /!a59046 taz.de 70 i taz.de 70 i## TAGS taz.de 70 i taz.de 70 1Entwicklungszusammenarbeit /!t5038701 taz.de 70 1Gastkommentar /!t5340246 taz.de 70 1Khartum /!t5588324 taz.de 70 1Sudan /!t5010699 taz.de 70 1Ostafrika /!t5030068 taz.de 70 1Lesestück Recherche und Reportage /!t5303178 taz.de 70 1Sudan /!t5010699 taz.de 70 1Irak /!t5009908 taz.de 70 i taz.de 70 i## ARTIKEL ZUM THEMA taz.de 70 i taz.de 70 1Frauenrevolution im Sudan: Nach dem Sturz /!5690102 taz.de 70 i taz.de 70 iUm gegen das Regime zu protestieren, verbündeten sich Frauen und Männer im taz.de 70 iSudan. Beseitigten sie mit der Diktatur auch die Ungleichheit? taz.de 70 i taz.de 70 1Internationale Justiz in Afrika: Darfur-Täter geschnappt /!5688145 taz.de 70 i taz.de 70 iEin vom ICC gesuchter Ex-Milizenkommandeur sitzt in der taz.de 70 iZentralafrikanischen Republik in Haft. Der Sudanese soll Kriegsverbrechen taz.de 70 ibegangen haben. taz.de 70 i taz.de 70 1Proteste im Irak: Kampf gegen ein zähes System /!5632399 taz.de 70 i taz.de 70 iNach Massenprotesten verspricht die Regierung Reformen und kündigt eine taz.de 70 iKabinettsumbildung an. Das wird kaum zur Beruhigung der Lage beitragen. taz.de 70 .