i# taz.de -- Verbindende Poesie: Ein Lied von Leid und Hoffnung taz.de 70 i taz.de 70 i> Den Fans der bosnischen Mannschaft sind Hassgesänge fremd. Sie feiern taz.de 70 i> deren Weiterkommen auf eine eigene, wehmütige Art. taz.de 70 i taz.de 70 IBild: Ein starkes Symbol für bosnische Sehnsüchte: Fan feiert den Einzug in die K.-o.-Runde mit der Lilienflagge /picture/8566519/948/bosnienlilien.jpeg taz.de 70 i taz.de 70 iEs war das entscheidende Spiel in der Gruppe B. Beide Teams brauchten einen taz.de 70 iSieg, um weiterzukommen und damit schon den größten Erfolg ihrer Mannschaft taz.de 70 iund ihres Landes bei einer WM zu feiern. Den Kataris saßen ihre ernst taz.de 70 idreinblickenden Offiziellen im Nacken, die so viele Petrodollars ausgegeben taz.de 70 ihatten, um mit dieser Mannschaft endlich Erfolg zu haben. Aber auch die taz.de 70 i[1][Bosnier wollen ihre zweite WM nicht gleich wieder beenden]. taz.de 70 i taz.de 70 iIrritierend für Nichteingeweihte: Die Fans auf bosnischer Seite schwenkten taz.de 70 istatt der blau-gelben Flaggen mit den stilisierten Umrissen des Landes taz.de 70 iweiße Lilienfahnen. Also nicht die unpopulären, die die Ausländer nach dem taz.de 70 iKrieg 1996 eingeführt haben und die bei den serbischen und kroatischen taz.de 70 iNationalisten abgelehnt werden, die nicht als Bosnier identifiziert werden taz.de 70 iwollen. Sondern die zwar inoffiziellen, aber in Sarajevo als die wirklichen taz.de 70 iFahnen gesehenen Liljani – die des bosnischen Königreiches aus dem 13. taz.de 70 iJahrhundert. taz.de 70 i taz.de 70 iBosnien begann druckvoll. Der 40-jährige Altinternationale Dzeko scheiterte taz.de 70 izunächst, doch bereits in der 29. Minute fiel dann doch das erste Tor durch taz.de 70 ieinen sehenswerten Schuss von Kerim Alajbegovic. Das geschockte Katar taz.de 70 ireagierte nur fünf Minuten später – mit einem Eigentor. 2:0 für Bosnien. taz.de 70 iUnd als Czeko dann noch nur am Pfosten scheiterte, wäre den Besuchern des taz.de 70 iCafés in der Altstadt von Sarajevo beinahe kollektiv das Herz stehen taz.de 70 igeblieben. taz.de 70 i taz.de 70 iDann schlugen die Kataris zurück. Hassan al-Haydos traf in der 42. Minute taz.de 70 izum Halbzeitstand. Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel wilder. Pfosten taz.de 70 ifür Katar. Die Bosnier wackelten. Trainer Barbarez holte Dzeko vom Feld und taz.de 70 iin der 80. Minute erlöste der junge Ermin Mahmic sein Team mit dem Tor zum taz.de 70 i3:1-Endstand. Bosnien sichert Platz 3. Katar ist ausgeschieden. taz.de 70 i taz.de 70 i## Kein Halten in Sarajevo taz.de 70 i taz.de 70 iGroße Freude in Sarajevo. Und die Hoffnung: Das leidgeprüfte und immer taz.de 70 iwieder bedrängte Bosnien und Herzegowina muss jetzt anerkannt werden. taz.de 70 i taz.de 70 iAls dann die bosnischen Fußballanhänger im Stadion im fernen Seattle das taz.de 70 iLied „Liljani“ von Halid Beslic anstimmten, war es um die Kontenance der taz.de 70 iCafébesucher in Sarajevo geschehen. Die Lilie ist nicht einfach eine Blume, taz.de 70 isie bedeutet Schönheit und Verletzlichkeit, das poetische Lied von Leid und taz.de 70 iHoffnung berührt emotional. So entsteht ein kultureller Zusammenhang, der taz.de 70 iallen bewusst ist. In bosnischen Stadien haben Hassgesänge, wie sie in taz.de 70 ianderen Ländern gang und gäbe sind, keinen Platz. Aber der Sinn für Poesie. taz.de 70 i taz.de 70 i26 Jun 2026 taz.de 70 i taz.de 70 i## LINKS taz.de 70 i taz.de 70 1[1] /Bosnien-und-Herzegowina-bei-der-WM/!6188300 /Bosnien-und-Herzegowina-bei-der-WM/!6188300 taz.de 70 i taz.de 70 i## AUTOREN taz.de 70 i taz.de 70 1Erich Rathfelder /!a144 taz.de 70 i taz.de 70 i## TAGS taz.de 70 i taz.de 70 1Fußball-WM /!t5015915 taz.de 70 1Bosnien und Herzegowina /!t5018983 taz.de 70 1Katar /!t5015691 taz.de 70 1Fußball-WM /!t5015915 taz.de 70 1Fußball-WM /!t5015915 taz.de 70 1Fußball-WM /!t5015915 taz.de 70 1Bosnien und Herzegowina /!t5018983 taz.de 70 1Fußball /!t5006538 taz.de 70 i taz.de 70 i## ARTIKEL ZUM THEMA taz.de 70 i taz.de 70 1Linker Fußballpatriotismus: Fette Henne statt schlanker Adler /!6192392 taz.de 70 i taz.de 70 iDas deutsche WM-Aus trifft auch ein spannendes Projekt: Fans wollen einen taz.de 70 ilinken Fußballpatriotismus etablieren – mit eigenen Nationaltrikots. taz.de 70 i taz.de 70 1US-Giftmüll in Mexiko: Tödliches Geschäft für den Nachbarn /!6187430 taz.de 70 i taz.de 70 iIn der mexikanischen WM-Stadt Monterrey wird viel Giftmüll aus den USA taz.de 70 ientsorgt und verarbeitet. Die Umweltstandards sind lax, die Sterberate taz.de 70 ihoch. taz.de 70 i taz.de 70 1Bosnien und Herzegowina bei der WM: Die alten Gräben überwinden /!6188300 taz.de 70 i taz.de 70 iDie Nationalmannschaft aus Bosnien-Herzegowina ist bunt zusammengesetzt, taz.de 70 isehr zum Ärger aller Nationalisten. Am Donnerstag geht es gegen die taz.de 70 iSchweiz. taz.de 70 i taz.de 70 1Nachfolge von Christian Schmidt: Europa stellt sich in Bosnien-Politik gegen Trump /!6185596 taz.de 70 i taz.de 70 iParis, Berlin und London lassen den US-Favoriten für das Amt des Hohen taz.de 70 iRepräsentanten für Bosnien und Herzegowina abblitzen. Die USA drohen mit taz.de 70 iKonsequenzen. taz.de 70 i taz.de 70 1Kolumne Press-Schlag: Antisemitismus im Fußballstadion /!5585045 taz.de 70 i taz.de 70 iRassismus und Antisemitismus gehören in vielen Ländern zum Fußball. Die taz.de 70 iPremier League zeigt, wie man mit diesen Problemen begegnen kann. taz.de 70 .