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## Hamburgs Linke warnt vor untergetauchten Nazis
Die Stadt Hamburg beachtet Gefahren von rechts nach Ansicht der
Linksfraktion zu wenig. Zum Stichtag 31. März seien sieben Menschen aus dem
rechten Spektrum mit acht nicht vollstreckten Haftbefehlen gesucht worden,
teilte die Fraktion unter Verweis auf eine Senatsantwort auf eine Anfrage
ihres Abgeordneten Deniz Celik mit. Darunter befänden sich zwei Haftbefehle
wegen Gewaltdelikten. Der Aufenthaltsort sämtlicher Gesuchter sei den
Behörden unbekannt, zwei von ihnen würden im Ausland vermutet. Hamburg
übermittle entsprechende Daten halbjährlich an das Bundeskriminalamt,
informierte die Linksfraktion. Sie kritisierte, dass „eine systematische
Erfassung oder Auswertung darüber hinaus offenbar nicht vorgesehen“ sei. So
lasse sich die tatsächliche Bedrohung durch rechte Straftäter nicht wirksam
bekämpfen, sagte Celik. (epd)
## Ermittlungen nach Hasskommentaren gegen Gifhorner CSD eingestellt
Nach Ermittlungen wegen Hasskommentaren anlässlich des Gifhorner
Christopher Street Days (CSD) im vergangenen Juli hat die
Staatsanwaltschaft Göttingen alle Verfahren eingestellt. In zwei Verfahren
wegen des Verdachts der Volksverhetzung konnten Tatverdächtige nicht
ermittelt werden, sagte Oberstaatsanwalt Andreas Buick von der
niedersächsischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Hasskriminalität im
Internet in Göttingen. In fünf weiteren Fällen ging es den Angaben zufolge
um den Vorwurf der Beleidigung. Die übrigen Verfahren seien
zuständigkeitshalber an andere Staatsanwaltschaften abgegeben worden.
Anlass für die Online-Postings war ein Facebook-Beitrag der Gifhorner
Rundschau über die CSD-Parade. Dieser hatte „eine Welle an hasserfüllten
Kommentaren“ ausgelöst, wie die Zeitung damals mitteilte. (epd)
## Ex-Professor Homburg bekommt nach Verwendung von SA-Parole Geldstrafe
Das Amtsgericht Hannover hat den ehemaligen Professor der
Leibniz-Universität Hannover Stefan Homburg wegen der Verwendung von
verfassungswidrigen Kennzeichen in zwei Fällen zu einer Geldstrafe von
10.400 Euro verurteilt. Unter anderem verwendete der 64-Jährige in einem
Beitrag auf der Plattform X die von der Sturmabteilung (SA) des
Nazi-Regimes geprägte Parole „Alles für Deutschland“. Unter anderem hatte
Homburg ein Video vom Viertelfinalspiel der Fußball-Europameisterschaft
zwischen der Türkei und den Niederlanden hochgeladen. Es zeigt türkische
Fans, die den sogenannten Wolfsgruß präsentieren, das Erkennungszeichen der
Grauen Wölfe, einer rechtsradikalen Organisation in der Türkei. Kommentiert
hatte der Pensionär seinen Beitrag mit den Worten: „Für türkische Fans ist
der Wolfsgruß schlicht eine patriotische Geste. So wie für Deutsche der
Satz ‚Alles für Deutschland‘.“ Die Richter zeigten sich überzeugt, dass der
Angeklagte „die Parole im Kontext bagatellisiert sowie enttabuisiert und
sie darüber hinaus salonfähig machen will“. Gegen das Urteil hat Homburg
nach Angaben des Amtsgerichts bereits Rechtsmittel eingelegt.(epd)
## Mahnwache für getöteten Radfahrer
Am Hamburger Bullerdeich will der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC)
am Donnerstag um 18 Uhr eine Mahnwache für den am 27. Mai angefahrenen und
fünf Tage später verstorbenen Radfahrer veranstalten. Ein Lkw-Fahrer hatte
den Radfahrer an einer dortigen Kreuzung beim Rechtsabbiegen überfahren und
mehrere Meter mitgeschleift. „Wir empfinden große Trauer und sind zutiefst
bestürzt darüber, dass schon wieder ein Radfahrer in Hamburg getötet
wurde“, sagt Thomas Lütke vom ADFC. Bis Ende Mai seien dieses Jahr bereits
sechs Radfahrende in Hamburg getötet worden. (epd)
12 Jun 2025
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