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## Bremer Härtefallfonds ausgeweitet
Wer im Land Bremen wegen gestiegener Energiepreise von der Sperrung seines
Strom-, Gas- oder Wasseranschlusses bedroht ist, kann jetzt auch ohne einen
Anspruch auf Sozialleistungen Hilfe aus einem Härtefallfonds bekommen. Die
zuständige Deputation der Bürgerschaft hat am Mittwoch eine Richtlinie
verabschiedet, die die Details der Umsetzung regelt. Der erweiterte Fonds
greife, wenn eine Strom-, Gas- oder Wasser-Sperre angekündigt oder bereits
umgesetzt sei, teilte das Sozialressort mit. Er soll 2024 weitergeführt
werden. Der Härtefallfonds war 2021 ursprünglich als einmaliges Hilfesystem
aufgelegt worden für Haushalte, die entweder Bürgergeld, Grundsicherung
oder Asylbewerberleistungen bekommen. (dpa)
Millionen für Kliniken
Der Krankenhausplanungsausschuss des Landes Niedersachsen hat am Mittwoch
Förderungen für das Klinikum Großburgwedel in der Region Hannover und das
neue Krankenhaus in Peine zugesagt. In Großburgwedel soll der Neubau der
Klinik mit bis zu 220 Millionen Euro gefördert werden, teilte das Sozial-
und Gesundheitsministerium mit. Das Klinikum Lehrte soll vollständig
integriert werden. Damit solle die Versorgungsqualität in der Region
verbessert werden. In Peine soll ein Krankenhausneubauprojekt mit bis zu
217 Millionen Euro gefördert werden. Das neue Klinikum könne ein wichtiger
Knotenpunkt der Versorgung in der Region zwischen Hannover und Braunschweig
werden, sagte Landesgesundheitsminister Andreas Philippi (SPD). Es soll ein
Sondervermögen von drei Milliarden Euro eingerichtet werden, um
Investitionen in die Krankenhäuser in Niedersachsen zu ermöglichen und die
Kliniken zukunftsfest aufzustellen, sagte der Minister. (dpa)
## Grüne wollen Förder-Stopp
Ein Stopp der Pläne zur Öl- und Gasförderung im Wattenmeer ist nach Ansicht
der Grünen-Regierungsfraktion in Niedersachsen überfällig. „Die Schäden für
den Nationalpark Wattenmeer, für die Menschen sowie für Flora und Fauna
wären zu hoch“, sagte die umweltpolitische Sprecherin der Grünen, Meta
Janssen-Kucz, am Mittwoch. Die UN-Kulturorganisation Unesco drängt
Deutschland und die Niederlande, von einer Öl- und Gasförderung sowie der
Salzgewinnung im zum Welterbe erklärten Wattenmeer und der direkten
Umgebung abzusehen. „Der Weltnaturerbe-Status darf keinesfalls gefährdet
werden“, sagte Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne). Er
erwarte, dass die Ampel keine weiteren Öl- und Gasförderungen in der
Nordsee zulasse. Die Rohstoffgewinnung sei mit dem Welterbe-Status des
Wattenmeers unvereinbar, erklärte die Welterbe-Kommission der Unesco. (dpa)
## Kommunen schreiben Brandbrief
Alle kreisfreien Städte und die Landkreise in Schleswig-Holstein haben sich
angesichts des Zuzugs von Geflüchteten nach Schleswig-Holstein mit einem
Brandbrief an Integrationsministerin Aminata Touré (Grüne) gewandt. Die
Bereitschaft der kommunalen Ebene, geflüchteten Menschen Schutz zu
gewähren, bestehe unverändert, heißt es in dem Schreiben, das von allen
Landräten und der Landrätin im Land sowie den Oberbürgermeistern der
kreisfreien Städte unterzeichnet wurde. Die Lage in den Kommunen sei
dramatisch und es fehlten die finanziellen, sächlichen und personellen
Ressourcen an allen Ecken und Enden, um die Lage strukturell in den Griff
zu bekommen. Die Ministerin solle das Schreiben „als gemeinsame
Überlastungsanzeige der kommunalen Ebene“ verstehen. (dpa)
21 Sep 2023
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