# taz.de -- israel: Vertreter radikaler Siedler: Bezalel Smotrich
       
       Er ist weniger Haudegen als sein in den letzten Wochen auch international
       bekannt gewordener rechtsextremer politischer Partner Ben Gvir von der
       Partei Jüdische Stärke. Doch die Ziele des gesitteter auftretenden Chefs
       der Partei Religiöser Zionismus, Bezalel Smotrich, sind vergleichbar.
       
       Der als Sohn eines Rabbis in einer Siedlung im Westjordanland geborene
       Smotrich, mittlerweile 42 alt, wurde 2005 vom Innengeheimdienst wegen
       Verdachts auf terroristische Aktivitäten festgenommen und saß für drei
       Wochen im Gefängnis, verurteilt wurde er nicht. Smotrich ist Mitbegründer
       der rechten Organisation „Regavim“, die vermeintlich illegalen Häuserbau
       durch Palästinenser*innen und Beduinen im Westjordanland und im
       südlichen Israel dokumentiert und dagegen protestiert.
       
       Vor etwas mehr als zehn Jahren ist er zum ersten Mal in der politischen
       Arena aufgetaucht, 2015 wurde er Abgeordneter in der Knesset. In dieser
       Funktion wurde er auch durch Äußerungen bekannt, in denen er zu
       palästinensisch-israelischen Knessetabgeordneten sagte: „Ihr seid
       fälschlicherweise hier, es war ein Fehler, dass Ben Gurion den Job nicht
       durchgezogen hat und euch 1948 rausgeschmissen hat.“
       
       Er wird die ersten zwei Jahre den Posten des Finanzministers übernehmen,
       danach den des Innenministers. Als Finanzminister, so kündigte er an, wird
       er den freien Markt stärken und Gewerkschaften schwächen. Gleichzeitig aber
       werden Subventionen für Siedlungen und für religiöse und rechtsgerichtete
       Organisationen fließen. (jup)
       
       30 Dec 2022
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Judith Poppe
       
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