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       Vielleicht sollte der Vatikan öfter seine Führungsposition neu besetzen –
       so viel Aufhebens ums Religiöse wie in diesen Tagen war in der jüngeren
       Vergangenheit selten. Ließe man andererseits, sagen wir: alle vier Jahre
       einen neuen Oberhirten küren, wäre es mit dem Interesse daran wohl schnell
       vorbei. Wer indes gerade nicht mehr oder minder Interessantes zu
       Hitler-Jugend oder anderen Etappen in des neuen Pontifex‘ Lebenslauf
       beizutragen hat, der erfreut die Welt mit Bekenntnishaftem. So ließ der –
       an dieser Stelle bereits einmal als „Schmerzensmann der ARD“ bezeichnete –
       Jörg Pilawa jetzt eine Münchner Illustrierte wissen, er bete täglich und
       bekenne sich zum katholischen Glauben. Dieser „ist viel intimer als
       Sexualität“, so der dreifache Vater weiter: „Sobald man über den Glauben
       spricht, gucken die Leute ja komisch.“ Wie viel Archivstaub mag dieses
       Interview wohl schon angesammelt haben? aldi
       
       23 Apr 2005
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) aldi
       
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