# taz.de -- Personenführung #144: Raoul Spada: Begeisternd und tatendurstig
       
       > Gut gelaunt, entschlossen, pragmatisch und auch noch ein waschechter
       > Kreuzberger – Raoul Spada ist ein Glückfall für jedes Team.
       
 (IMG) Bild: Raoul Spada lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen.
       
       von [1][ MALAIKA RIVUZUMWAMI ] 
       
       Raoul Spada ist ein Motivationstalent. Er würde diese Aussage mit seinem
       stets charmanten Lächeln abstreiten, denn ihm selbst fällt diese
       Eigenschaft sicherlich nicht auf. Mit entschlossenem Schritt und einem
       stets gut gelaunten „Guten Morgen“ kommt Raoul Spada seit mittlerweile fast
       zwei Monaten in die Werbeabteilung der taz. 
       
       Schon mit Beginn seines Praktikums war klar: Ihn bringt nichts aus der
       Ruhe. Fehlende Einarbeitung durch chaotische Zustände, wenige Wochen vor
       dem taz lab? Kein Problem, Raoul arbeitet sich selbst ein. Zeitdruck,
       später Feierabend und Pannen? Kein Grund, die gute Laune zu verlieren.
       Kritisch routinierte Arbeitsabläufe hinterfragen und eine passende Lösung
       finden, macht er dabei ganz nebenbei. 
       
       Er ist ein waschechter Berliner, 1992 in Kreuzberg geboren, hat auf
       angesagte Work and Travel Reisen durch Asien verzichtet und direkt nach der
       Schule sein Studium an der Freien Universität in Berlin begonnen. Seit 12
       Semestern studiert er dort Publizistik und Kommunikationswissenschaften. 
       
       ## Historiker kann er nicht leiden
       
       Nörgelnde Eltern würden sich nun über die lange Studienzeit beschweren,
       doch sie liegen falsch. Ihm fehlt es nicht an Motivation oder
       Durchhaltevermögen, nur das nötige Kleingeld braucht es zum Studieren eben
       auch. Seinen Lebensunterhalt verdient er sich als Nachtportier in einem
       Hotel. Alkoholschwere Jungesell*innenabschiede oder einzigartige
       Latexoutfits: Über das dort Geschehene könnte er ein Buch schreiben. 
       
       Im Herbst soll es dann weitergehen, die Bewerbung für einen
       Masterstudienplatz für historische Urbanistik ist schon abgeschickt. Dabei
       kann er Historiker so gar nicht leiden, Soziologen auch nicht. Aber er
       lasse sich gerne eines Besseren belehren. Wenn er sich nicht auch noch am
       Wochenende bei einer 24-Stunden-Segelregatta die Nacht um die Ohren
       schlägt, dann kocht er gerne. Er ist bekannt für sein Ragout mit Zimt, mit
       Weißwein und dreierlei Fleischsorten. 
       
       Von sich selbst behauptet er, er habe kein richtiges Hobby. Dabei
       begeistern ihn Menschen, die begeistert von etwas sind. 
       
       Wir sind von seiner Begeisterungsfähigkeit begeistert. Sei es durch seinen
       kühlen Kopf, Tatendrang oder durch schnelle Problemlösung – im
       Zweifelsfalls auch mal mit Eiscafé oder Aperol Spritz für die Abteilung.
       Raoul begeistert uns.
       
        4 Jun 2018
       
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