# taz.de -- krieg in sudan: Mehr Hilfe für Sudans Kriegsopfer
> Großzügige humanitäre Hilfszusagen auf Sudan-Konferenz in London. Sudans
> Regierung äußert Kritik
Zwei Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs im Sudan haben die Teilnehmer einer
internationalen Sudan-Konferenz in London am Dienstag zusätzliche
humanitäre Hilfe von mehr als 800 Millionen Euro angekündigt. „Wir können
nicht wegschauen“, sagte der britische Außenminister David Lammy bei der
Eröffnung und kündigte umgerechnet 140 Millionen Euro weitere Hilfe aus
Großbritannien an. Angesichts der „größten humanitären Katastrophe unserer
Zeit“ werde Deutschland 125 Millionen Euro geben, erklärte
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne); insgesamt sagten die EU
und ihre Mitgliedstaaten mehr als 522 Millionen Euro zu.
Die Sudan-Konferenz hat Großbritannien gemeinsam mit der Afrikanischen
Union (AU), der Europäischen Union (EU), Frankreich und Deutschland
ausgerichtet, um „über einen Weg zur Beendigung des Leidens“ zu beraten,
wie Lammy sagte: „Der brutale Krieg im Sudan hat das Leben von Millionen
Menschen zerstört, trotzdem schaut der Großteil der Welt weiter weg.“
Zu den weiteren Teilnehmern gehörten die UNO, Ägypten, Kenia und die
Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) – aber nicht die beiden Kriegsparteien
Sudans selbst. Dass die Emirate eingeladen waren, die als wichtigster
Waffenlieferant der aufständischen Miliz RSF (Rapid Support Forces) gelten,
hatte massiven Protest von Sudans Regierung ausgelöst. Sudans Außenminister
Ali Yousif hatte Großbritannien zudem vorgeworfen, die RSF-Miliz und den
sudanesischen Staat auf eine Stufe zu heben. (afp, rtr, taz)
16 Apr 2025
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