# taz.de -- Geoengineering-Vorstoß gekippt
       
       > Keine Einigung der Vereinten Nationen zum Sonnedimmen
       
       Die Schweiz hat eine umstrittene Resolution zum Geoengineering
       zurückgezogen, die sie den Vereinten Nationen vorgeschlagen hatte. Die
       Staaten konnten sich nicht auf den Vorstoß einigen, der in der vergangenen
       Woche bei der Jahrestagung des UN-Umweltprogramms in Nairobi auf der
       Tagesordnung stand. Konkret war es um das solare Geoengineering gegangen –
       um Versuche also, die Sonne temporär abzudunkeln und so die Erde zu kühlen.
       Das ist beispielsweise durch das Ausbringen von Schwefeldioxid-Partikeln in
       der Stratosphäre denkbar und wäre ein gigantischer Eingriff in das
       Erdsystem. Aber es ist bislang kaum erforscht. In ihrem Vorstoß sprach sich
       die Regierung in Bern nicht für oder gegen den Einsatz solcher Technologien
       aus, sondern forderte die Einberufung einer 25-köpfigen Expert*innengruppe.
       
       Die Bedenken anderer Regierungen waren vielfältig: Teils befürchteten sie,
       ein solches Gremium erwecke bereits den Eindruck, Geoengineering sei
       akzeptabel. Andere kritisierten, dass der Zugang dazu für reiche Länder
       einfacher wäre als für arme. Hinzu kamen formale Bedenken, weil auch andere
       internationale Gremien sich schon mit dem Thema befassen, etwa der
       Weltklimarat IPCC. (scz)
       
       5 Mar 2024
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Susanne Schwarz
       
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