# taz.de -- Buchmann Box: Die Transzendenz der Bilder: Anna & Bernhard Blume
       
 (IMG) Bild: Anna & Bernhard Blume, „Küchenkoller“, 1985, Inkjet auf Ilford Pearl Papier, 5-teilig, je 125 x 81,5 cm
       
       Im Wohnzimmer stehen die Möbel kopf. Auf der 5-teiligen, schwarz-weißen
       Fotoserie von Anna & Bernhard Blume von 1984 wird es vom bürgerlichen Salon
       zum schwerelosen „Wahnzimmer“: Teller rutschen vom Kaffeetisch und
       zerbersten auf dem Teppichboden. Eine weiße Vase aber balanciert das Alter
       Ego von Bernhard Blume auf der Handfläche und rettet sie über den aus den
       Fugen geratenen Raum hinweg. Bei näherem Hinsehen greift die Struktur
       seines Sakkos die eines fliegenden Stuhls auf. Bei aller Unförmigkeit
       zeichnet sich in den Texturen also ein Muster ab. Die „Manifestationen“ des
       Duos bewohnen nun unter dem Titel „Spiritistische Sequenzen“ die
       [1][Buchmann Box].Es rappelt in der Küche, wenn in der Serie „Küchenkoller“
       (1985) die Kartoffeln fliegen. Es köchelt auf dem Tisch, wenn in der
       56-teiligen Szene aus „Mahlzeit“ Schaumbalken aus einem Kochtopf schießen:
       parapsychologisches Ektoplasma, das dem Ehepaar um die Ohren und in die vor
       Staunen offenen Münder fliegt. In Kombinationen arrangierten die Blumes die
       Fotografien zu neuen Sequenzen. Wie einem gigantischen Daumenkino
       entsprungen, zeugen die Serien als Blitzlichter der „transzendentalen
       Fotografie“ von einem filmischen Auge, das die Illusion der Bilder ebenso
       zelebriert wie die Präsenz des Unsichtbaren. NYM
       
       Bis 14. 1., Mi.–Sa., 14–18 Uhr, Charlottenstr. 75
       
       5 Jan 2017
       
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 (DIR) [1] http://www.buchmanngalerie.com/exhibitions/anna-bernhard-blume-spiritistische-sequenzen#images
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Noemi Molitor
       
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