# taz.de -- Chert Lüdde: Der Spirit von Hundertschaften
       
 (IMG) Bild: Zora Mann: „Shield 14“ und „Shield 17“, Acryl und Öl auf Holz, 2018
       
       Als sie anfing, Schutzschilder mit Acryl oder Öl zu bemalen, da griff Zora
       Mann zunächst auf die klassischen Beschusshemmer von Polizisten zurück. Die
       lange, gewölbte Form, die einem sonst aus Plexiglas von gepanzerten
       Hundertschaften bekannt ist, widmete sie plötzlich zum Untergrund für ihre
       harmonischen Muster um. Sie malte geometrische Figuren in pastell tönenden
       Strahlen auf das eigentlich brutale Objekt und verfremdete es mit einer
       spirituellen Malerei, die an die anthroposophischen Arbeiten von Hilma Af
       Klint oder an folkloristische Vektorornamente erinnert. Bei ChertLüdde
       zeigt sie erneut Schilder, allerdings ist ihre Schutzfunktion kaum noch zu
       erkennen. Zora Mann überformt Ösen und Griffe zu Ohren, Bäuchen oder
       Beinen. Nun scheinen einem in der Galerie abstrakte Figuren anzublicken.
       Man könnte sie sich vor den Körper halten und den Widerspruch von Gewalt
       und Harmonie dieser hölzernen Kreaturen auf sich selbst übertragen. Der
       Titel der Ausstellung fordert dazu auf: „Being and Your Own Form“. (soj)
       
       17 Jan 2019
       
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