# taz.de -- Das Sommerloch der Woche
       
       Die Geschichte: Kuno aus Mönchengladbach ist tot. Der „Killer-Wels“ (Bild)
       hatte vor eineinhalb Jahren nach einem Dackel, der am Seeufer spielte,
       „geschnappt und ihn in die Tiefe gezogen. Der Dackel hatte nicht mal Zeit
       zum Jaulen“ (Augenzeuge). Jetzt fanden Spaziergänger den Riesenfisch tot im
       Schilf des Sees.
       
       Die Moral: Einerseits herrscht: Freude! Andererseits: Trauer! Klar, der
       Killer-Wels wird einem gemeinen Dackel nimmermehr etwas antun können.
       Durchatmen, Herrchen und Frauchen! Und, mein Gott, es hätte damals ja auch
       ein Kind sein können. Zumindest theoretisch. Gut so, Kuno ist weg. Aber:
       Jetzt fehlt natürlich eine Attraktion, eine „Legende wie das Ungeheuer von
       Loch Ness“ (Bild). Also etwas, was einem den Kick des Übernatürlichen und
       Gefährlichen gibt. Zumindest in der Fantasie. So wie der Kuno, 150
       Zentimeter lang. Wir werden ihn also doch vermissen – wenn nicht bald ein
       151 Zentimeter großer Killer-Dackel auftaucht.
       
       26 Jul 2003
       
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