# taz.de -- +++ Corona News am Montag +++: Termin für Olympia 2021 fix
       
       > Olympische Spiele beginnen am 23. Juli 2021. Expo 2020 in Dubai
       > verschoben. EU-Kommission will Landarbeiter über die Grenzen lassen.
       
 (IMG) Bild: Muss das olympische Feuer für 2021 noch mal angezündet werden?
       
       16.29 Uhr: Der saudi-arabische König Salman will die Behandlung aller mit
       dem Coronavirus infizierten Bürger des Landes bezahlen. Dies kündigt der
       Gesundheitsminister des Königreichs an. Alle Menschen, die Symptome an sich
       feststellten, sollten sich testen lassen. Das Landwirtschaftsministerium
       bemüht sich unterdessen, die Weizen- und Nutztierbestände zu erhöhen, um
       eine Lebensmittelknappheit zu vermeiden. In Saudi-Arabien sind bisher acht
       Menschen an Covid-19 gestorben. 1.453 Menschen sind mit dem Coronavirus
       infiziert, das Land hat damit die höchste Zahl von Infektionen unter den
       sechs Golfstaaten.
       
       16.05 Uhr: Die EU-Kommission plädiert für eine Grenzöffnung für
       Saisonarbeiter in der Landwirtschaft und regelmäßige Grenzgänger.
       EU-Staaten sollten einfache und schnelle Regelungen finden, um trotz
       teilweise geschlossener Landesgrenzen einen Übergang dringend gebrauchter
       Beschäftigter zu ermöglichen. Wichtig seien etwa Erwerbstätige im
       Gesundheitsbereich, Polizei und Verkehr sowie saisonale Kräfte in der
       Agrarwirtschaft.
       
       15.48 Uhr: Ein Bild des Malers Vincent van Gogh ist aus dem Singer Laren
       Museum bei Hilversum in den Niederlanden gestohlen worden. „Wir sind
       wütend, geschockt und traurig“, sagt Museumsdirektor Evert van Os. Es
       handele sich um das Werk „Frühlingsgarten“ von 1884 und sei eine Leihgabe
       des Groninger Museums. Wegen der Coronavirus-Pandemie ist das Singer Museum
       geschlossen.
       
       15.40 Uhr: Trotz deutlich eingeschränktem Flugbetrieb [1][bleibt der
       Berliner Airport Tegel vorerst offen]. Die Frage nach einer vorübergehenden
       Schließung soll erst nach Ostern geklärt werden. Die Gesellschafter der
       Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld beschließen, dass die
       Geschäftsführung „den Antrag zur Befreiung der Betriebspflicht“ von Tegel
       zwar weiter vorbereitet, aber erst nach Ostern vorlegt. Zudem werden die
       Eigentümer – der Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg – der
       Betreibergesellschaft FBB wegen Belastungen durch die Corona-Krise bis zu
       300 Millionen Euro an zusätzlichem Eigenkapital zur Verfügung stellen.
       
       15.35 Uhr: Das oberste Verwaltungsgericht in Bayern billigt die
       Ausgangsbeschränkungen und Gaststättensperrungen in dem Bundesland trotz
       der massiven Einschränkung von Grundfreiheiten. Der Bayerische
       Verwaltungsgerichtshof lehnt den Antrag zweier Privatpersonen ab, die
       Verordnung der Landesregierung außer Vollzug zu setzen. Aufgrund der
       infektionsrechtlichen Bedrohungslage seien die Einschränkungen der
       Grundfreiheiten gerechtfertigt.
       
       15.25 Uhr US-Finanzminister Steven Mnuchin rechnet damit, dass das am
       Freitag in Kraft getretene 2,2 Billionen Dollar schwere Rettungspaket für
       die kommenden acht bis zwölf Wochen ausreichen wird. Er erklärt,
       Notzahlungen für Antragssteller seien sehr sinnvoll. Insgesamt rechnet der
       Finanzminister mit einem „rauen“ kommenden Quartal.
       
       15.20 Uhr: Polen erwartet eine deutliche Zunahme der Infektionen mit dem
       Coronavirus. Die Regierung rechne mit einer Steigerung in „exponentieller
       Geschwindigkeit“, sagt Gesundheitsminister Lukasz Szumowski in Warschau.
       Jüngsten Zahlen zufolge sind in Polen bislang 1860 Menschen infiziert, 22
       Patienten sind gestorben.
       
       15.19 Uhr: Das ungarische Parlament räumt [2][Ministerpräsident Viktor
       Orban Zusatzrechte] ohne Befristung ein. Mit der Mehrheit seiner
       Fidesz-Partei gewähren ihm die Abgeordneten, dass er den Notstand
       verlängern und entsprechend weitere Dekrete in der Coronakrise erlassen
       kann.
       
       15.10 Uhr: Die [3][wegen der Coronakrise verschobenen Olympischen Spiele in
       Tokio] sollen nun vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden. Das
       sagte der Leiter des Komitees für die Organisation der Wettkämpfe in Japan.
       Nach immer lauter werdenden Rufen nach einer Verschiebung beschlossen das
       Internationale Olympische Kommitee (IOC) und der Ausrichter in der
       vergangenen Woche, die Spiele erstmals in ihrer 124-jährigen Geschichte zu
       verlegen.
       
       15.00 Uhr: In der Schweiz werden pro Tag ein bis zwei Millionen
       Schutzmasken benötigt, sagt Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit (BAG).
       Es gebe genügend Vorräte, um diese Nachfrage zu decken. Die Masken
       bräuchten vor allem Ärzte sowie Gesundheits- und Pflegepersonal und
       Menschen, die in Kontakt zu Erkrankten haben.
       
       14.45 Uhr: Die Zahlungsmoral deutscher Unternehmen sinkt. Demnach bezahlen
       die Firmen derzeit ihre Rechnungen im Schnitt 11,6 Tage nach dem
       Fälligkeitsdatum, statt nach 10,6 Tagen wie im vergangenen Januar,
       berichtet Welt unter Berufung auf Daten der Wirtschaftsauskunft
       Creditreform. „Dieser Anstieg ist alarmierend“, sagt
       Creditreform-Hauptgeschäftsführer Volker Ulbricht der Zeitung. „In den
       vergangenen Jahren ist der Wert in den schlimmsten Fällen um 0,5 Tage
       gestiegen.“
       
       14.35 Uhr: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat wegen der Krise bis
       vergangenen Freitag 742 Kreditanträge mit einem Gesamtvolumen von insgesamt
       8,22 Milliarden Euro erhalten. 17 Anträge hatten ein Volumen von mehr als
       10 Millionen Euro, wie die Förderbank mitteilt. Auf diese entfällt mit 7,94
       Milliarden Euro jedoch der Löwenanteil des Antragsvolumens. Bei den
       allermeisten Anfragen handelt es sich um [4][Kreditanträge unter 3
       Millionen Euro].
       
       14.30 Uhr: In den Niederlanden steigt die Zahl der Infektionen im Vergleich
       zum Vortag um 884 auf 11.750. Innerhalb der letzten 24 Stunden sterben 93
       Menschen an Covid-19, damit erhöht sich nach Behördenangaben die Zahl der
       Toten auf 864.
       
       14.20 Uhr: Kleine und mittelgroße Schweizer Unternehmen haben Hilfskredite
       im Volumen von 6,6 Milliarden Franken (6,2 Milliarden Euro) zur Bewältigung
       der Folgen der Krise in Anspruch genommen, sagt Erik Jakob vom
       Staatssekretariat für Wirtschaft. Die Schweizer Regierung hat in der
       Vorwoche Garantien für Überbrückungskredite in Höhe von 20 Milliarden
       Franken (18,9 Milliarden Euro) bereitgestellt.
       
       14.04 Uhr: Nach dem positiven Coronatest einer Mitarbeiterin hat sich
       [5][Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu] in Quarantäne begeben.
       Eine erste Untersuchung habe ergeben, dass eine Ansteckung des 70-Jährigen
       unwahrscheinlich sei, teilt ein Regierungsvertreter mit. Netanjahu solle
       aber am Dienstag getestet werden. Auch seine persönlichen Mitarbeiter
       blieben zunächst in Isolation.
       
       13.40 Uhr: Prinz Charles, der mit dem Coronavirus infiziert ist, hat seine
       Selbstisolation beendet. Die Entscheidung sei nach Konsultationen mit
       seinen Arzt gefallen, teilt der Sprecher des Prinzen of Wales mit.
       Vergangenen Mittwoch hatte der 71-Jährige seine Ansteckung öffentlich
       gemacht.
       
       13.30 Uhr: Dubai verschiebt Insidern zufolge wegen der Pandemie die
       Weltausstellung. Die [6][Expo 2020], zu der rund 11 Millionen ausländische
       Besucher erwartet wurden, solle im kommenden Jahr stattfinden, sagen zwei
       mit der Angelegenheit vertraute Personen zu Reuters. Die Expo 2020 sollte
       eigentlich im Oktober starten und rund sechs Monate dauern. Dubai hat
       bereits mehrere Millionen Dollar zum Aufbau der Infrastruktur für die Expo
       investiert.
       
       13.15 Uhr: In Nordrhein-Westfalen sind bei den Bezirksregierungen seit
       Freitagnachmittag nach Angaben von Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart
       (FDP) über 200.000 Anträge auf staatliche Soforthilfe gestellt worden. Bis
       jetzt seien davon bereits 150.000 Anträge bewilligt worden, sagt der
       FDP-Politiker im ZDF.
       
       13.12 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder denkt [7][über
       Schutzmaskenpflicht] in Supermärkten nach österreichischem Vorbild nach.
       Derzeit sei das zwar nicht geplant, aber „uns beschäftigt der Gedanke
       auch“, sagt der CSU-Politiker in München.
       
       12.56 Uhr: Die bayerische Staatsregierung arbeitet nach Angaben von
       Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) gemeinsam mit Firmen an
       einem Coronavirus-Schnelltest. Er hoffe, dass bis Anfang Mai Testgeräte zur
       Verfügung stünden, die eine Infektionen binnen Minuten anzeigen könnten.
       
       12.55 Uhr: Bayern stockt die [8][Sätze für Liquiditätshilfen] für kleine
       Unternehmen auf. Firmen mit mehr als zehn Mitarbeitern könnten nu bis zu
       9000 Euro bekommen, die nicht zurückgezahlt werden müssten, sagt
       Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Unternehmen bis zu 250 Mitarbeitern
       könnten bis zu 50.000 Euro erhalten.
       
       12.51 Uhr: Die Commerzbank hat nach eigenen Angaben in der Coronakrise
       bereits rund 15.000 Finanzierungsanfragen von Firmenkunden erhalten.
       „Insgesamt hat die Bank schon [9][coronabedingte Kredite] in Milliardenhöhe
       zur Verfügung gestellt“, sagt ein Sprecher.
       
       12.47 Uhr: Der Chef der Wirtschaftsweisen, Lars Feld, sieht
       „Helikoptergeld“ – pauschale Auszahlungen an alle Bürger – nach US-Vorbild
       für Deutschland skeptisch. Wenn man davon ausginge, dass in solchen Fall
       die Europäische Zentralbank (EZB) [10][Gutscheine an die Bevölkerung
       verteilen] sollte, seien andere Instrumente zur Liquiditätsversorgung in
       Europa sinnvoller. Zudem sei Helikoptergeld in Deutschland vor dem
       Hintergrund der sozialen Marktwirtschaft, von Möglichkeiten wie dem
       Kurzarbeitergeld und dem Hilfspaket der Bundesregierung nicht im gleichen
       Maße notwendig wie in den USA.
       
       12.42 Uhr: Die Zahl der nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus ist
       in der Schweiz auf 15.475 gestiegen. 295 Menschen seien an Covid-19
       gestorben, teilen die Gesundheitsbehörden mit.
       
       12.39 Uhr: Bayern verlängert die Ausgangsbeschränkungen und
       Ladenschließungen um zwei Wochen bis 19. April. „Es ist keine Zeit für
       einen vorschnellen Exit oder eine Debatte darüber“, sagt
       [11][Ministerpräsident Markus Söder] (CSU) in München. Die Maßnahmen würden
       aber nicht weiter verschärft. Die Kurve der Neuansteckungen flache etwas
       ab. Am Montag seien in Bayern 1.147 Infektionen gemeldet worden, insgesamt
       seien es 14.437.
       
       12.29 Uhr: In Spanien ist der Chef des Gesundheitskrisenstabs, Fernando
       Simón, nach Angaben der Behörden positiv auf das Virus getestet worden.
       Simón ist maßgeblich an der Entwicklung der Strategie des Landes im Kampf
       gegen das Virus beteiligt und hatte regelmäßig Kontakt zu
       [12][Ministerpräsident Pedro Sánchez].
       
       12.24 Uhr: Die Chinesische Handelskammer in Deutschland (CHKD) fordert ein
       beschleunigtes Zollverfahren, um den Import von Materialien und Hilfsgütern
       zu erleichtern. Obwohl zahlreiche befragte chinesische Unternehmen in
       Deutschland zunächst mit einem Gewinneinbruch rechneten, erwarteten 65
       Prozent ein stark steigendes Wachstum nach der Pandemie im zweiten
       Halbjahr, erklärt die CHKD.
       
       11.57 Uhr: In Spanien gibt es inzwischen mehr Infizierte als in China. Das
       [13][Gesundheitsministerium in Madrid] meldet einen Zuwachs der
       Ansteckungsfälle um 6.398 auf 85.195. Die Zahl der Todesfälle sei von
       Sonntag auf Montag um 812 auf 7.340 gestiegen. Spanien ist nach Italien am
       schwersten in Europa von der Pandemie betroffen. In China sank die Zahl der
       Corona-Neuinfektionen nach offiziellen Angaben den vierten Tag in Folge.
       
       11.48 Uhr: Die [14][Zahl der Infizierten im Iran] ist nach Angaben der
       Regierung auf 41.495 gestiegen. Die Zahl der Virustoten habe sich binnen 24
       Stunden um 117 erhöht, sagt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.
       
       11.45 Uhr: Nach dem positiven Test [15][bei Boris Johnson] ist nun auch
       sein Berater Dominic Cummings wegen Covid-19-Symptomen in Quarantäne.
       Dieser habe sich zu Hause selbst isoliert, teilt ein Regierungssprecher
       mit. Johnson war am Freitag positiv auf das Virus getestet worden, ebenso
       Gesundheitsminister Matt Hancock. Zudem ist der britische medizinische
       Chefberater Chris Whitty in Quarantäne.
       
       11.43 Uhr: Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hält eine schrittweise
       Aufhebung von [16][Schul- und Universitätsschließungen] in einigen Wochen
       für möglich. „Wenn sich die Zahlen weiter so entwickeln wie jetzt, können
       wir im Mai damit rechnen, dass Schulen in Regionen, die nicht extrem
       belastet sind wieder aufmachen“, sagt der Präsident der Bundesärztekammer.
       Man müsse aber darauf eingestellt sein, regional Schulen wieder zu
       schließen, wenn sich die Lage ändere.
       
       11.25 Uhr: Österreich verschärft die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Ab
       Mittwoch werden alle Supermarktketten am Eingang Schutzmasken verteilen,
       [17][die dann verpflichtend getragen werden müssen], sagt Bundeskanzler
       Sebastian Kurz. Mittelfristig sollen sie dann überall im öffentlichen Raum
       getragen werden.
       
       11.20 Uhr: Der Wirtschaftsweise Achim Truger fordert starke internationale
       Zusammenarbeit im Kampf gegen das Coronavirus. „Es ist wichtig,
       gesundheits- und wirtschaftspolitische Maßnahmen abzustimmen.“ Es bringe
       nichts, wenn ein Staat gut aus der Krise herauskomme, [18][während die Lage
       in den Nachbarländern deutlich schlechter sei]. „Dann können auch wir die
       Produktion nicht hochfahren.“
       
       11.08 Uhr: Statt bisher ab 25 Euro müssen Kunden bei Nutzung der EC-Karte
       künftig erst ab 50 Euro die Geheimzahl eintippen, wie die Deutsche
       Kreditwirtschaft mitteilt. Der genaue Umsetzungsplan werde von allen
       Beteiligten erarbeitet, denn die Stabilität der Systeme habe weiterhin
       oberste Priorität. Unverändert bleibt, dass Nutzer spätestens nach fünf
       Transaktionen oder nach einer Gesamtsumme von 150 Euro wieder die PIN
       eingeben müssen.
       
       11.03 Uhr: Parallel zu den Kursverlusten an den Aktienmärkten geht es auch
       mit Bitcoin bergab. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise verbilligt sich
       um gut 12 Prozent auf 5858,25 Dollar.
       
       10.47 Uhr: Das CDU-Präsidium lehnt eine Debatte über eine [19][Lockerung
       der Ausgehbeschränkungen] zum jetzigen Zeitpunkt ab. Zuächst müsse die
       „Verdopplungszeit“ der Infektionen zehn Tage betragen, erst dann sei man
       auf dem richtigen Weg, teilt ein Teilnehmer des Gremiums mit.
       
       10.23 Uhr: Auch die deutschen Maschinenbauer sind von der Krise laut einer
       Umfrage des Branchenverbands VDMA stark betroffen. „Der Anteil der
       Unternehmen, deren Betriebsablauf beeinträchtigt ist, stieg innerhalb von
       zwei Wochen von 60 auf 84 Prozent.“ Ein ähnliches Bild zeichnet sich in
       Italien ab.
       
       9.27 Uhr: [20][Japan verschuldet sich] im Kampf gegen die Auswirkungen der
       Pandemie mit umgerechnet rund 134 Milliarden Euro, heißt es aus
       Regierungskreisen. Regierungschef Shinzo Abe hat Hilfen zur Stützung der
       weltweit drittgrößten Volkswirtschaft in der Viruskrise angekündigt, das
       Volumen ist aber bislang offen.
       
       9.22 Uhr: In Großbritannien gibt es einem führenden Epidemiologen zufolge
       erste Anzeichen für eine Verlangsamung der Neuinfektionsrate. Rund ein
       Drittel der Menschen bekämen zudem keine Symptome. Neu entwickelte
       Antikörpertests könnten bereits in wenigen Tagen einsatzbereit sein, sagte
       Experte Neil Ferguson vom Imperial College London im BBC-Hörfunk.
       
       9.11 Uhr: Serbien will im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Krise
       ein 5 Milliarden Euro schweres Antikrisenprogramm auflegen, um heimische
       Firmen mit Krediten und Beihilfen zu stützen, teilt Präsident Aleksandar
       Vučić mit. Sie würden über Finanzreserven und neue Schulden finanziert.
       
       9.02 Uhr: Die weitgehend lahmgelegte deutsche Automobilindustrie steht zur
       Unterstützung bei der Herstellung von medizinischer Schutzausrüstung und
       Beatmungsgeräten bereit, sagt VDA-Präsidentin Hildegard Müller in der ARD.
       
       8.48 Uhr: Die Coronakrise könnte den [21][Beitritt Bulgariens zu Eurozone]
       verzögern. Der Beitritt zum vorher notwendigen sogenannten
       Wechselkursmechanismus und der Bankenunion dürfte nun erst 2021 erfolgen,
       sagt Zentralbankgouverneur Dimitar Radew dem Sender Nova TV. Das Land ist
       eines der ärmsten, aber auch eines der am wenigsten verschuldeten
       EU-Mitglieder.
       
       8.45 Uhr: Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund fordert, dass Deutschland
       Schutzkleidung selbst in großem Umfang produziert. Dafür müssten
       Gesundheitsminister Jens Spahn und Wirtschaftsminister Peter Altmaier den
       gesetzlichen Rahmen schaffen, sagte die erste Vorsitzende Susanne Johna dem
       SWR. Jetzt brauche es die Unterstützung der Industrie und unkonventionelle
       Lösungen, um möglichst schnell große Mengen produzieren zu können.
       
       8.10 Uhr: Die [22][Kurzarbeit in der deutschen Industrie] wird drastisch
       steigen, prognostiziert das ifo-Institut. 25,6 Prozent aller Firmen
       erwarten in den kommenden drei Monaten Kurzarbeit, wie die Münchner
       Forscher mitteilen. Besonders stark betroffen sind demnach die
       Schlüsselbranchen Automobile (41 Prozent), Maschinenbau (33 Prozent) und
       Elektro (32 Prozent).
       
       8.05 Uhr: Die Handelsminister der 20 führenden Industrie- und
       Schwellenländer (G20) werden einem Medienbericht zufolge noch im
       Tagesverlauf in einer Videokonferenz über die [23][Zusammenarbeit bei den
       Lieferketten] beraten.
       
       7.55 Uhr: Australien hat ein umgerechnet rund 72 Milliarden Euro schweres
       Paket zur Rettung von Arbeitsplätzen [24][in der Coronakrise] geschnürt. Es
       umfasst zusätzlich eine Prämie für Arbeitgeber zur Stellensicherung, wie
       Ministerpräsident Scott Morrison erläutert. Diese Job-Keeper-Zahlung von
       gut 830 Euro (1.500 Australische Dollar) soll alle zwei Wochen für jeden
       Arbeitnehmer an die Arbeitgeber fließen.
       
       7.08 Uhr: Die Zahl der [25][Virusinfektionen in Deutschland] ist nach
       Angaben des Robert-Koch-Instituts um 4.751 auf 57.298 gestiegen. Die Zahl
       der Todesfälle nahm demnach um 66 auf 455 zu.
       
       7.02 Uhr: In Südkorea sollen die meisten Familien zur Krisenbewältigung
       eine Hilfszahlung in bar von bis zu 740 Euro erhalten, kündigt Präsident
       Moon Jae In an. Ausgenommen ist das einkommensstärkste Drittel der
       Haushalte. Ferner soll es zusätzliche Hilfen für Unternehmen geben.
       
       6.31 Uhr: In Singapur hat die Zentralbank (MAS) ihre Geldpolitik angesichts
       der erwarteten Rezession erwartungsgemäß deutlich gelockert. Volkswirte
       sprechen von dem aggressivsten Schritt seit der Finanzkrise 2009.
       
       6.23 Uhr: Die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW) warnt laut
       Handelsblatt angesichts der Knappheit von Toilettenpapier in Teilen
       Deutschlands vor [26][Risiken für das Abwassernetz]. Demnach greifen
       Verbraucher auf Feuchttücher, Haushaltsrollen oder Papiertaschentücher
       zurück, doch diese drohen Abwasserleitungen zu verstopfen.
       
       3.44 Uhr: Argentiniens Präsident Alberto Fernandez verlängert die
       landesweite Ausgangssperre bis Mitte April. Diese war zunächst bis Ende
       März angedacht.
       
       2.46 Uhr: [27][China berichtet von 31 neuen Infektionen]. Darunter befindet
       sich laut Angaben der Nationalen Gesundheitskommission nur eine lokal
       übertragene Infektion. Tags zuvor lag die Zahl der Neuerkrankungen bei 45.
       Die Kommission meldet vier neue Todesfälle, wodurch die Gesamtzahl der
       Todesopfer auf dem Festland auf 3.304 steigt.
       
       2.31 Uhr: Das US-Gesundheitsministerium (HHS) akzeptiert
       Medikamentenspenden der Pharmaunternehmen Novartis und Bayer AG. Novartis
       habe 30 Millionen Einheiten des Mittels Hydroxychloroquin, Bayer eine
       Million Einheiten seines Arzneistoffes Chloroquin zur Verfügung gestellt,
       so die Behörde. Beide Präparate kommen bei der Therapie und Prophylaxe der
       Malaria zum Einsatz.
       
       1.27 Uhr: [28][Japan weitet sein Einreiseverbot] auf Bürger aus den USA,
       China, Südkorea und dem größten Teil Europas aus, berichtet die Zeitung
       Asahi. Die Regierung überlege, auch die Einreise aus einigen Ländern
       Südostasiens und Afrikas zu verbieten, schreibt die Zeitung unter Berufung
       auf mehrere Regierungsquellen.
       
       0.38 Uhr: [29][US-Präsident Donald Trump] sagt, er werde die Richtlinien
       zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus bis zum 30. April
       verlängern. Ursprünglich hatte er die Maßnahmen bis zum Osterwochenende
       vorgesehen.
       
       0.34 Uhr: Die Regierung in Australien wird alle ausländischen
       Neuinvestitionen während der Dauer der Coronakrise von seinem Foreign
       Investment Review Board (FIRB) bewerten lassen, um einen Ausverkauf der nun
       wirtschaftlich angeschlagenen Unternehmen zu verhindern. „Dies ist kein
       Investitionsstopp. Australien ist offen für Unternehmen und erkennt an,
       dass Investitionen zu diesem Zeitpunkt von Vorteil sein können, wenn sie im
       nationalen Interesse liegen“, sagt Schatzmeister Josh Frydenberg. (rtr)
       
       30 Mar 2020
       
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