# taz.de -- Erhöhung der Rüstungsausgaben: Pentagon lobt Deutschland vor US-Kongress
> Ein ranghoher Vertreter des Pentagons lobt die Bundesrepublik.
> Deutschland sei von einer Demilitarisierung zur schnellen
> Wiederbewaffnung übergegangen.
(IMG) Bild: Voll des Lobes für Deutschland: der Unterstaatssekretär im Verteidigungsministerium Elbridge Colby
dpa | Das US-Verteidigungsministerium hat Deutschlands Anstrengung zur
[1][Erhöhung der Verteidigungsausgaben] vor dem US-Kongress explizit
gewürdigt. Nato-Verbündete wie Deutschland hätten glaubwürdige Schritte
unternommen, um ihre Zusagen vom Gipfel des Verteidigungsbündnisses in Den
Haag weit vor der Frist im Jahr 2035 zu erfüllen, heißt es in einem
Statement von Elbridge Colby, Unterstaatssekretär im Pentagon, an den
Streitkräfteausschuss des US-Senats.
Unter dem Eindruck von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und auf
Drängen von US-Präsident Donald Trump hatte die Nato im vergangenen Jahr
beim [2][Nato-Gipfel in Den Haag vereinbart], künftig mindestens einen
Betrag in Höhe von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung zu
investieren. Hinzukommen sollen dann noch einmal 1,5 Prozent für
verteidigungsrelevante Ausgaben, etwa Infrastruktur.
Insgesamt sollen so spätestens ab 2035 jährlich fünf Prozent des BIP in
Verteidigung und Sicherheit investiert werden – so viel wie seit dem Kalten
Krieg nicht mehr. Deutschland will das Fünf-Prozent-Ziel bis 2029
erreichen.
## Pentagon lobt Deutschland auch für Rüstungskooperation
Auch mit Blick auf eine engere Zusammenarbeit bei der Rüstungsproduktion
wurde Deutschland namentlich als Musterbeispiel erwähnt.
[3][Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius] (SPD) und
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatten Mitte dieses Monats eine
Absichtserklärung über verstärkte Kooperationen unterzeichnet.
Es ist nicht das erste Mal, dass Colby sich positiv über Deutschland
äußert. Im August hatte er Deutschland im Nato-Hauptquartier als Art Modell
für andere Verbündete gelobt. Was die Bundesrepublik in den vergangenen 18
Monaten angestoßen habe, sei „eine außergewöhnliche tektonische
Verschiebung“, ein „historischer Wandel“, erklärte er. Deutschland sei von
einer weitgehenden Demilitarisierung zu einer schnellen Wiederbewaffnung
übergegangen.
29 Sep 2026
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