# taz.de -- Personenführung #221 mit Knut Löbe: Immer der Neugier nach
       
       > Von der Lübecker Weberei über Nordamerika nach Berlin: Knut Löbe hat
       > viele Stationen hinter sich. Seit August 2026 ist er Teil der
       > taz-Anzeigenabteilung – und fühlt sich dort auf Anhieb wohl.
       
 (IMG) Bild: Ein Knut für alle Fälle
       
       [1][Aus der taz] | Wenn man Knut Löbe nach seiner Kindheit und Jugend
       fragt, landet man in einer Weberei, in einem Lakritzgeschäft und in einem
       Plattenladen. In der Weberei hat er mit seinen Eltern gewohnt, im Lübecker
       Stadttor. Die Mutter war Weberin, der Sohn musste helfen und die „Kette
       bäumen“.
       
       In das Lakritzgeschäft fuhr er mit seinem Vater, um den guten Stoff, das
       besonders schmackhafte Lakritz, aus Skandinavien zu bekommen. Das
       stadtbekannte Lübecker Marzipan war noch nie so seins. Auch der
       Plattenladen wurde ein wichtiger Ort, Knut sammelte CDs, später kamen
       Schallplatten dazu. Wenn er nach guter Musik gefragt wird, nennt er sofort
       King Krule und Arthur Verocai.
       
       Irgendwann war die Marzipanstadt aber zu klein und Nordamerika versprach
       Aufregung und Weite. Nach dem Abi führte der Weg also von Los Angeles bis
       nach Kanada, teilweise im Greyhound-Bus, teilweise trampend, in einem
       „Anflug von jugendlichem Leichtsinn“, wie es Knut selbst beschreibt.
       
       ## Auf Umwegen angekommen
       
       Schließlich ging es zurück nach Deutschland, Berlin wurde zur neuen Heimat.
       Es folgte ein Studium an der Freien Universität ohne konkreten
       Zukunftsplan: Publizistik, Kommunikationswissenschaft und Sozial- und
       Kulturanthropologie. Das passte gut zu ihm, der gerne allein die Stadt
       erkundet, um „rumzutrödeln, rumzuspazieren und einfach zu gucken, was auf
       mich zukommt“.
       
       Auf ihn zu kamen dann zahlreiche Jobs in der Gastronomie und einer in einer
       Medienagentur. Dort macht er erste Erfahrungen mit dem werberischen
       Schreiben und merkte, dass ihm das Spaß macht.
       
       Eine ständige Begleiterin auf all diesen Stationen war die taz. Eine
       Tante hatte ihm ein Abo geschenkt und schickte immer wieder besonders
       lesenswerte Artikel per Post. Gemeinsam besuchten sie auch den
       taz-lab-Kongress, die Tante kam angereist und übernachtete beim Neffen auf
       der WG-Couch. Als Knut die Jobausschreibung der taz-Anzeigenabteilung sah,
       bewarb er sich sofort. Seit August 2026 ist er hier und akquiriert
       Anzeigenkund*innen.
       
       Auf die Frage, wie er die taz erlebt, sagt Knut, die Kolleg*innen seien
       „locker und lustig“ und er fühle sich auf Anhieb wohl. Wie schön, dass ihn
       seine Offenheit und Neugierde hierhin verschlagen haben.
       
       12 Oct 2026
       
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