# taz.de -- boulevard der besten: AusgezeichneteKlimareportagen
       
 (IMG) Bild: Antonia Groß
       
       Die Klimaberichterstattung der taz ist eines ihrer Markenzeichen. Ob
       Dürren, Überschwemmungen oder Ozonloch: Wer die taz liest, ist gut
       informiert. Dass die Texte häufig nicht nur informieren, sondern auch
       besonders auszeichnungswürdig sind, haben Antonia Groß und Elena Matera
       bewiesen. Die Jury des Netzwerks Klimajournalismus überreichte den beiden
       den Hauptpreis für Klimajournalismus 2026 für ihre Artikel zum Wassermangel
       in Brandenburg.
       
       Groß und Matera tourten für ihre Reportagen durch das Bundesland, in dem
       Unternehmen wie der Getränkehersteller Red Bull in Baruth/Mark das
       Grundwasser anzapfen. Doch das Wasser ist umkämpft, der Klimawandel und die
       zunehmende Nutzung durch Industrie und Privathaushalte führen zu einem
       sinkenden Grundwasserpegel.
       
       In einer ihrer Reportagen zeigen die beiden die Schwierigkeit beim Messen
       der Grundwasserentwicklung auf und berichten über die unterschiedlichen
       Reaktionen vor Ort. Einige der Anwohner*innen sehen in der
       Red-Bull-Fabrik einen potenziellen Arbeitgeber, andere fürchten
       Wassermangel und kritisieren das Getränk als ein „gesundheitsschädliches
       Produkt, abgefüllt in Dosen, die umwelttechnisch nicht zeitgemäß sind“.
       
       In ihrer Berichterstattung geht es auch um Bürger*innen-Initiativen, die
       sich gegen die Unternehmen und ihren Umgang mit dem Wasser formieren. Neben
       der Bürgerinitiative Grünheide, die sich gegen den Ausbau der Fabrik des
       Autoherstellers Tesla wendet, hat sich mittlerweile auch in Baruth/Mark
       Widerstand formiert.
       
       Die beiden Autorinnen [1][haben sich umfangreich mit Drainagen aus
       DDR-Zeiten beschäftigt.] Diese liegen unter den Feldern und leiten Wasser
       ab, obwohl es die unteren Bodenschichten gut gebrauchen könnten. Die
       Drainagen sind noch weit verbreitet und wurden in der DDR angelegt, um
       feuchte Böden zu entwässern und so die Produktion zu steigern. In Zeiten
       von Dürre und einem abnehmenden Grundwasserpegel geht der Landwirtschaft so
       aber wichtiges Wasser verloren.
       
       Antonia Groß und Elena Matera zeigen mit diesen ausgezeichneten Reportagen,
       wie wichtig der Kampf ums Wasser in Zukunft wird. Eines ist dabei sicher:
       Die beiden und die taz werden weiter darüber berichten.
       
       Vincent Bruckmann-Levinson
       
       2 Oct 2026
       
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