# taz.de -- Preisverleihung der Stiftung: Die Lichtblicke sehen
       
       > Der taz panterpreis legt in diesem Jahr den Fokus auf Journalismus „von
       > unten“. Warum dieser unverzichtbar für eine lebendige Zivilgesellschaft
       > ist.
       
 (IMG) Bild: Panterpreis-Gewinnerinnen 2025 in Halle: Bündnis Kaiserslautern gegen Rechts
       
       [1][taz panterstiftung] | Ulrich Siegmund im Interview mit dem
       öffentlich-rechtlichen Kinderfernsehen? Geht’s noch? Kurz vor der
       Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wurde der AfD-Spitzenkandidat im Kinderkanal
       (KiKa) befragt. Siegmund ist das Gesicht eines Landesverbandes, den der
       Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch einstuft, und sollte
       nicht ins Kinderfernsehen eingeladen werden.
       
       Der öffentlich-rechtliche Rundfunk soll an dieser Stelle nicht gänzlich
       schlechtgemacht werden, denn er ist unerlässlich für eine umfassende
       politische Berichterstattung, ebenso wie für die kulturelle Bildung. Aber
       dass der KiKa meint, Siegmund eine Bühne bieten zu müssen, zeigt, wie weit
       sich der gesamtgesellschaftliche Diskurs nach rechts verschoben hat.
       
       Wegen Vorgängen wie diesem braucht es unabhängige Medien, die sich
       populistischen Diskursen widersetzen und unsere Medienlandschaft ergänzen.
       In diesem Sinne hat die taz panterstiftung den taz panterpreis dieses Jahr
       unter dem Motto [2][„Unabhängig, kritisch, resilient: Medien von unten“]
       ausgeschrieben. Sieben Nominierte wurden dafür ausgewählt.
       
       ## Die Nominierten für den taz panterpreis
       
       Sie zeigen die ganze Bandbreite der aus der Zivilgesellschaft entstandenen
       Projekte: vom Berndt-Media-Verlag, dessen Kulturmagazine im Ruhrgebiet
       umsonst in Kneipen und Kulturstätten ausliegen, über Radio CORAX, einen
       legendären Bürgersender aus Halle. Auch die Studierendenzeitung
       UnAufgefordert der Berliner Humboldt-Universität ist-nominiert, ebenso das
       junge Münsteraner Lokalmedium RUMS und die Gefangenenzeitung der
       lichtblick.
       
       Auf der Nominiertenliste stehen zudem das Projekt nah:dran, das jungen
       Menschen in strukturschwachen Regionen Medienkompetenz vermittelt, und das
       in einer Geflüchtetenunterkunft gegründete mobile Studio radio connection.
       
       Die Auswahl der Nominierten war nicht unkompliziert. Als Anfang September
       die Jury in der taz tagte, um den panterpreis-Gewinner zu bestimmen,
       tauchte die Frage auf, warum sich keine Influencer*innen, Podcaster*innen
       oder Youtuber*innen unter den Nominierten befanden.
       
       ## Preisverleihung in Hamburg
       
       Tatsächlich gab es aber nur wenige Content-Creator*innen, die sich beworben
       hatten – und keine*r überzeugte die taz-interne Vorjury. Der Schwerpunkt
       der Ausschreibung lag zudem auf Beharrlichkeit und Langlebigkeit und nicht
       auf neuen Formaten in den sozialen Medien. Doch auch diese haben wir im
       Blick: Parallel zum panterpreis führt die panterstiftung ein
       Lokaljournalismus-Projekt durch, bei dem junge Journalist*innen
       konstruktive Formate, inklusive öffentlicher Veranstaltungen, entwickeln.
       
       Aus dem Kuratorium der taz panterstiftung ist derweil zu hören, dass der
       panterpreis auch kommendes Jahr für Medien ausgeschrieben werden könnte. In
       diesem Fall wäre ein Fokus auf junge Medienmacher*innen naheliegend – nicht
       zuletzt, wenn man junge Menschen erreichen und nicht den Rechtsextremen die
       Untiefen des Internets überlassen möchte.
       
       Aber vorher laden wir Sie herzlich ein, persönlich an der diesjährigen
       Preisverleihung am 14. Oktober in Hamburg teilzunehmen. Dabei werden die
       Nominierten noch einmal auf der Bühne gewürdigt und es gibt Jazz und Swing
       vom Duo Two Marvellous zu hören. Kommen Sie vorbei und feiern Sie mit uns
       die Medienvielfalt!
       
       [3][Hier] geht's zur Anmeldung!
       
       18 Sep 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /taz-panterstiftung/kritischen-journalismus-foerdern/!v=e4eb8635-98d1-4a5d-b035-a82efb835967/
 (DIR) [2] /taz-panterpreis-2026/!vn6161779/
 (DIR) [3] /panter
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Ole Schulz
 (DIR) Irene Scheda
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA