# taz.de -- Karrieresprungbrettin den Abgrund?
       
       > Die SPD möchte vor den anstehenden Landtagswahlen keine Diskussion um die
       > Parteispitze – wir schon. Hier ein paar Vorschläge
       
       Von Anna Lehmann
       
       Es ist ein offenes Geheimnis, dass die beiden SPD-Vorsitzenden Bärbel Bas
       und Lars Klingbeil in der eigenen Partei kaum noch Fans haben. Die
       Personalunion aus Parteispitze und Ministerämtern gilt als gescheitert. Die
       Strategie, die Partei aus der Regierung heraus zu profilieren und zu
       erneuern, geht erkennbar nicht auf: Statt Deutschland sozialdemokratisch
       geprägt zu reformieren, winkt die SPD eine Sozialkürzung nach der anderen
       durch und gilt wahlweise als Bremserin oder als Verräterin. Es kursieren
       bereits Briefe und Appelle, in denen Bas und Klingbeil zum Rücktritt
       aufgefordert werden. Was noch schwerer wiegt, niemand eilt zur Verteidigung
       herbei. Die Mehrheit der Genoss:innen schweigt aktuell. Vor den
       Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern käme
       eine Diskussion, mit der man sich um sich selbst kreist, in den Augen
       vieler Sozialdemokrat*innen einer Selbstdemontage gleich. Doch nach
       dem 20. September wird der Unmut nicht mehr zu ignorieren sein.
       
       Aber wer steht bereit, die Revolte anzuführen und Bas und Klingbeil
       abzulösen? Der Posten als SPD-Chef:in gilt aktuell nicht gerade als
       Karrieresprungbrett, die Nachfolger:innen laufen eher Gefahr, als
       Abrisskommando zu enden. Auch mangels Alternativen sitzen die derzeitigen
       SPD-Chef:innen noch recht unangefochten in der Schaltzentrale. Aber traut
       sich wirklich niemand zu, künftig die SPD zu führen – allein oder in
       Doppelspitze? Die taz hätte da ein paar Ideen.
       
       24 Aug 2026
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Anna Lehmann
       
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